Die Handlung des Films spielt vor der Kulisse Leningrads, das nicht nur Schauplatz, sondern auch eine der Hauptfiguren des Films ist. Der Regisseur Friedrich Ermler war selbst Einwohner Leningrads. Er wohnte im Haus am Kirow-Prospekt (heute Kamennoostrowski-Prospekt) 55, und seine tiefe Verbundenheit mit der Petrograder Seite ist in jedem Detail des Films spürbar. In seinem Werk machte er die Petrograder Seite zur vollwertigen Heldin der Erzählung. Die Ärztin Jelisaweta Maximowna lebt im berühmten Lidval-Haus (Kamennoostrowski-Prospekt 1–5). In der Rentgen-Straße spielt sich die Episode ab, in der die Heldin einen Patienten trifft, der die Bettruhe gebrochen hat, und ihn nach Hause begleitet. Die Fabrik, die „dem ganzen Bezirk das Leben vergiftet“, wird durch die Möbelfabrik am Karpowka-Ufer dargestellt. Die Schlussszene des Films spielt auf einem Balkon mit Blick auf die Newa und den Platz der Revolution. Laut Handlung ist dies der Balkon des „Hauses der politischen Sträflinge“, aber da das Gebäude keine so geräumigen Balkone hat, wurde die Szene auf dem Dach gedreht, wo eigens ein Bühnenbild errichtet wurde. Interessant ist auch die Szene mit dem Krankenwagen, der die Marat-Straße entlangrast. Im Bild sind die Überreste der Dreifaltigkeitskirche zu sehen – bereits enthauptet, aber noch nicht abgerissen. Diese Episode wird zum Symbol einer Übergangszeit, in der Altes und Neues aufeinanderprallen und eine besondere Leningrader Atmosphäre schaffen.
Der Film wurde nicht nur zu einem glänzenden Beispiel meisterhafter Arbeit mit Bühnenbildern und Drehorten, sondern auch zu einer wahren filmischen Ode an Leningrad und seine Bewohner.
 

Drehorte:

Straße

Im Film

Szene, in der die Hauptfigur – die charmante Ärztin Jelisaweta Maximowna – auf der Straße einen Patienten bemerkt, der die Bettruhe bricht. Dieser versucht mit sanfter und einschmeichelnder Stimme zu erklären, warum er die ärztlichen Anweisungen missachtet. Doch Jelisaweta bleibt unnachgiebig und schickt ihn zurück, um die Behandlung fortzusetzen.

In Wirklichkeit

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Die Szene wurde gedreht in der Rentgen-Straße im Petrograder Bezirk von Sankt Petersburg. Es ist eine relativ kleine, aber stimmungsvolle Straße, die den Kamennoostrowski-Prospekt mit dem Karpowka-Ufer verbindet. Die Architektur der Straße ist eine Mischung aus Jugendstil, Neoklassizismus und Eklektizismus.

Schlossplatz

Im Film

Szene, in der Jelisaweta Maximowna, die mit ihrem Begleiter nach einem Konzert durch die Stadt spaziert, ihre Liebe … zu Leningrad gesteht. „Ich liebe unsere Stadt“, sagt sie sanft, aber bestimmt. Nun, wie könnte man sie nicht lieben, sagen wir!

In Wirklichkeit

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Die Szene wurde gedreht auf dem Schlossplatz, im Herzen von Sankt Petersburg. Im Bild sehen wir die Alexandersäule, die zu Ehren des Sieges Russlands über Napoleon errichtet wurde, und das Gebäude der Admiralität, das früher als Schiffswerft diente.

Haus von Juri Jerschow

Im Film

Szene, in der Juri Jerschow Jelisaweta bei der Hand nimmt, sie auf den Balkon führt, tief die frische Luft einatmet und schließlich seine Gefühle gesteht! Dieser unglaublich bewegende Moment lässt niemanden unberührt. Tränen glitzern in Jelisawetas Augen, und um ehrlich zu sein, konnte selbst Ihre Redakteurin sie nicht zurückhalten.

In Wirklichkeit

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Die Szene wurde gedreht auf einem Balkon mit Panoramablick auf das historische Herz Leningrads. Er wurde eigens als Bühnenbild auf dem Dach eines Wohnhauses am Petrowskaja-Ufer errichtet. Von dort hat man einen herrlichen Blick auf die Newa und die Dreifaltigkeitsbrücke.