Diese Woche sprechen wir über etwas, das nicht weniger, manchmal sogar wichtiger ist als die Gesangstechnik, – über die Bühnenkunst.

Wenn jemand sagt
Ich möchte singen lernen

meint er meistens die Technik: Atmung, Stütze, saubere Intonation. Das ist die Basis, ohne die es wirklich schwer ist, weiterzukommen. Aber irgendwann wird klar, dass das nicht ausreicht.

Der Zuschauer zerlegt die Darbietung nicht in Einzelteile.
Er bemerkt nicht
Hier ist eine gute Stütze, hier eine saubere Intonation

(es sei denn, es ist ein Gesangslehrer oder Toningenieur mit Berufsdeformation😄).

Er ist entweder eingebunden und gefesselt oder nicht.

Man kann technisch richtig singen und die Aufmerksamkeit nicht halten. Oder man kann Ungenauigkeiten zulassen und dennoch den Saal nicht loslassen, weil das Gefühl des Erlebens des Liedes da ist.

Bühnenkunst bedeutet nicht nur, „eine Emotion zu spielen“, sondern die Fähigkeit, im Material zu sein und die Aufmerksamkeit zu lenken – die eigene und die des Publikums – sowie den Zustand, in dem man auf die Bühne tritt.

Lassen Sie uns zunächst klären, was zum Begriff „Bühnenkunst eines Sängers“ gehört:

🔹durchdachtes Image und dessen Geschlossenheit;

🔹Verständnis des Liedsinns und die Fähigkeit, ihn dem Publikum zu vermitteln;

🔹Fähigkeit, die Aufmerksamkeit auf das wirklich Wichtige zu lenken;

🔹Kontakt zum Publikum;

🔹Beherrschung der Regeln des guten Bühnentons;

🔹Natürlichkeit, das Gefühl, auf der Bühne zu sein.


Und genau diese Momente werden oft zu dem Übergang, wenn „singt gut“ zu „man möchte ihn sehen und hören“ wird.

Im Laufe der Woche werden wir dieses Thema genauer besprechen.

Und was ist für Sie bei einem Auftritt wichtiger – Technik oder Bühnenpräsenz

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