Gestern sind wir mit Ivan Idubegeedu in einen der angesagtesten Höfe Moskaus gefahren, wo ich letztes Jahr war und mich tierisch aufgeregt habe hier.
In der Zwischenzeit ist dort die Weinbar Kompanjon entstanden, die aus einem einzigen langen Tisch besteht.
Die Snacks sind okay, aber typisch Moskau, nur das Pithiviers mit Rindfleisch hat mich überrascht (eine Art Pastete).
Die Weinauswahl kann ich weder loben noch tadeln, es gibt Klassiker und sogenanntes Bio-Schmio, Ivan hat hauptsächlich georgischen Mudscho aus Fruchtsaft und Heizöl getrunken (geschieht ihm recht), während ich die Klassiker probiert habe. Der Provence war übrigens okay und unerwartet fast die günstigste Position im offenen Ausschank.

Ein Glas im Kompanjon hat, wie bei einem Firmenkonflikt, 100 ml.
Ich träume davon, dass die Leute wieder aktiv in Weinländer reisen und solcher Unsinn aus den russischen Weinkarten verschwindet, dank der Erfahrung und Kultur der Kunden.

Beim Bezahlen wurde uns angeboten, 10% Servicegebühr in die Rechnung aufzunehmen. Wir sind anständige Leute, wenn alles okay ist, geben wir sowieso Trinkgeld, aber bei solchen aufdringlichen Angeboten und fehlenden Optionen waren wir doch etwas überrascht.

Der Hof ist übrigens angenehmer geworden, aber Stonehenge wurde abgebaut.