Der dreiteilige Film, gedreht im Odessa Filmstudio unter der Regie von Vadim Lysenko, erzählt die Geschichte des ehemaligen Schülers Vasily Romashkin, der zum Kommandeur eines Aufklärungszuges wird. Der Film basiert auf dem gleichnamigen Roman von Vladimir Karpov. Interessanterweise wurden die Szenen des Sturms auf Königsberg für den Film in zwei Städten gedreht – Kaliningrad und Daugavpils. Im Finale des Films sind Aufnahmen aus der Militärchronik zu sehen, auf denen die Kaliningrader Türme Don und Wrangel leicht zu erkennen sind. Die Rolle der deutschen Festung im Film spielte die Düna-Festung (Daugavpils) in Lettland.

Drehorte:

Königsberg

Im Film

Szene, in der sich sowjetische Soldaten auf den Sturm auf Königsberg vorbereiten. Sie sind konzentriert, fokussiert und planen diese Aktion sorgfältig. Es ist ihnen gelungen herauszufinden, dass der Erddamm an ein altes Tor stößt, aber sein Mauerwerk aus Ziegeln besteht und gesprengt werden kann.

In Wirklichkeit

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Die Szene wurde gedreht in der Düna-Festung in der lettischen Stadt Daugavpils, die 1810 auf Befehl von Kaiser Alexander I. gegründet wurde. Ihr Bau war zum Schutz von St. Petersburg vor einem möglichen Angriff von Napoleons Armee geplant. Allerdings nahm die Festung nicht an den Kampfhandlungen von 1812 teil, da sie zu diesem Zeitpunkt noch nicht fertiggestellt war. Die offizielle Eröffnung erfolgte erst im Mai 1833 in Anwesenheit von Kaiser Nikolaus I. Zum Zeitpunkt der Dreharbeiten im Jahr 1982 befand sich auf dem Gelände der Festung die Daugavpils Höhere Militärische Flugingenieurschule Jan Fabricius, die Offiziere für die sowjetische Luftwaffe ausbildete.

Deutsche Festung

Im Film

Szene, in der sich vor uns ein majestätisches und bedrohliches Bild auftut – massive Mauern einer deutschen Festung erheben sich über dem Boden. Festes Steinmauerwerk, dunkle Schießscharten, Spuren von Kämpfen an den Wänden – all das erzeugt ein Gefühl von Uneinnehmbarkeit und Feindseligkeit.

In Wirklichkeit

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Die Szene wurde gedreht diesmal an den beiden Zwillingsbastionen in Kaliningrad – Don und Wrangel. Diese massiven Bauwerke waren einst Teil des Festungssystems von Königsberg und fügten sich im Film „Vzyat zhivym“ organisch in das historische Ambiente ein. Neben Archivaufnahmen enthält der Film auch Aufnahmen aus dem Jahr 1982, die die beeindruckende Architektur der Festungen zeigen.

Platz vor der Kirche

Im Film

Szene, in der zwei sowjetische Offiziere nach Ende der Kampfhandlungen an einer Kathedrale vorbeigehen und sich an draußen stehende Schreibtische setzen. Einer erzählt, wie viel er in dieser Zeit gelernt hat und wie ihm seine Kameraden geholfen haben. Der andere antwortet: „Diese Schule hätte es besser nicht gegeben.“ Wir stimmen absolut zu.

In Wirklichkeit

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Die Szene wurde gedreht an der Evangelisch-Lutherischen Kirche Martin Luthers in Daugavpils. Sie wurde 1892–1893 nach einem Entwurf des Architekten Wilhelm Neumann errichtet. Das Gebäude befindet sich auf dem sogenannten Kirchenhügel, wo sich Kirchen von vier christlichen Konfessionen befinden: lutherisch, orthodox, altgläubig und katholisch. 1941 wurde das Gebäude während der Kämpfe um die Stadt schwer beschädigt, später jedoch teilweise wiederhergestellt.