
Verzeiht mir, ihr Liebhaber von „Obsession“
Ich bin mit dem Film unzufrieden. Die Geschichte ist natürlich beachtenswert. In den letzten fünf Jahren spricht das Kino immer häufiger von mythischen gesunden Beziehungen und zeigt sie dem Zuschauer nach der Methode „vom Gegenteil her“: „One Whole“, „Sturmhöhe“, „Normal People“, „The Worst Person in the World“, die Liste ließe sich fortsetzen.
Die Hauptidee des Films ist uns längst bekannt: schreckliche Abhängigkeit von einem geliebten Menschen. Aber ist das eine Offenbarung? Meiner Meinung nach zeichnet sich „Obsession“ vor allem durch die Methoden der Einflussnahme aus, die den Ekel auf die Spitze treiben.
Natürlich ist die Geschichte voller Easter Eggs (solche unscheinbaren kleinen Hinweise-Besonderheiten), aber das ist in keinem Film anders. Ist das Ende vorhersehbar? Ja. Wird es dadurch weniger spektakulär? Nein.
Inde Navarrette in der Rolle der Nikki nimmt die Aufmerksamkeit des Zuschauers als Geisel. Das Mädchen wird zur Schlüsselfigur, deren Veränderungen interessant zu beobachten sind. Es ist spannend zu sehen, wie sich dies auf das Frauenbild im Massenbewusstsein auswirkt.
Entgegen dem Genre gibt es in dem Film praktisch keine Jump-Scares. Ob das für Sie ein Plus oder ein Minus ist, entscheiden Sie selbst.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass sich die Geschichte unter den Horrorfilmen durch ihren Psychologismus auszeichnet, aber eindeutig gegen Dramafilme mit einem ähnlichen Themenspektrum verliert. Ungefähr so kann man Post-Horror beschreiben.
Danke für Ihre Aufmerksamkeit
Commentaires
0Aucun commentaire pour le moment.
Connectez-vous pour participer à la discussion.