Ich schaue die Serie "Witwenbucht" — eine Mischung aus Stephen King und satirischen Serien über unsere Gesellschaft [was nicht verwunderlich ist, da die Schöpferin der Show, Katie Dippold, für „Parks and Recreation“ und „Brooklyn 9-9“ verantwortlich war].
Hier herrscht eine sehr coole mystische Atmosphäre einer gottverlassenen Insel mit einer kleinen Siedlung: Verlassenheit, eine gewisse Verrücktheit und Verwilderung – alles ist vorhanden. Aber die Hoffnungslosigkeit und Ausweglosigkeit, die bei King so oft vorkommt, gibt es hier nicht. Humor erweist sich als kleiner Lichtstrahl in dieser Stadt aus Nebel und Geistern.
Gedreht wurde übrigens in Massachusetts – einer der ältesten Regionen der USA, in der sich wichtige Ereignisse der Landesgeschichte abspielten – was sehr symbolträchtig für die Handlung ist, in der die Helden unter anderem versuchen, die Vergangenheit ihrer Stadt zu verstehen, in der irgendein Unsinn passiert.
Die Serie ist kein reiner Horror, aber es gibt genügend Genre-Elemente, um beunruhigend zu wirken. Zum Beispiel ist die Szene mit dem Clown im verfluchten Hotel wirklich gut gemacht. Aber die 6. Folge war bisher wohl die gruseligste: Sie ist buchstäblich eine Kurzversion eines Folk-Horrors im Minimalformat. Sehr cool gefilmt, und auch das ist nicht verwunderlich, da diese Folge von Ti West inszeniert wurde.
Kurzum, „Witwenbucht“ ist klasse und passt sehr gut zu regnerischem Wetter [wenn es bei euch regnet wie in St. Petersburg], ich empfehle es!
Übrigens, mein Kollege von „Nach den Credits“ Roman hat einen tollen Artikel über Theorien zu dieser Serie geschrieben, lest ihn, wenn ihr sie auch schaut
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