D - Direktor einer Premium-Marke für Haushaltsgeräte.

Ich - ich.

D: Wir brauchen Hilfe von einem PR-Menschen, weil uns die Kunden ausgegangen sind.
Ich: Das ist ein häufiges Problem. Aber es klingt, als müssten wir den Arbeitsbereich mit einem Marketingexperten besprechen.
D: Mit dem muss man nichts besprechen, er arbeitet normal.
Ich: Was wollen Sie denn?
D: Ich will einen Knall. Das ist meine Aufgabe.
Ich: Lassen Sie mich ein Beispiel nennen. Vor zwei Jahren sah ich einen Stand für Haushaltsgeräte auf der Messe Cosmoscow, in Kollaboration mit einem zeitgenössischen Künstler. Das ist ein gutes Beispiel für Integration, finden Sie nicht?
D: Keine Ahnung. Was bringt das?
Ich: Kontakt mit einer zahlungskräftigen Zielgruppe.
D: Ich brauche keine Kontakte. Ich weiß gar nicht, was das für eine Messe ist. Und ich bin die Zielgruppe dieser Geräte.
Ich: Man sollte nicht subjektiv über Werkzeuge urteilen. Nicht alles wird danach bewertet, ob es uns gefällt oder nicht, ob wir es kennen oder nicht.
D: Ja, Sie haben recht. Aber eigentlich wollte ich sagen: Sie sind es gewohnt, in Ihren Konzernen zu sitzen und Geld zu scheffeln, aber mein Geschäft ist einzigartig, anders. Haben Sie es verstanden?
Ich: Am Anfang des Gesprächs haben Sie mir ausführlich die Form Ihres Geschäfts erklärt. Sie ist interessant. Aber wir werden doch nicht Sie als Innovator und Unternehmer bewerben, sondern die Geräte, oder?
D: Ja, richtig. Ich suche seit einem Jahr einen PR-Menschen, und alle reden irgendeinen Unsinn. Ich brauche nicht Ihre Strategien, ich brauche Ideen. Echte Ideen.
Ich: Ich habe eine davon beschrieben, lassen Sie uns darüber diskutieren.
D: Ich verstehe nicht, wie man das in Effektivität berechnet.
Ich: Ich verstehe das. Das ist alles berechenbar.
D: Sie lügen. Sie PR-Leute sind es gewohnt, einfach Geld zu verbrennen. Niemand hat jemals die Effektivität solcher Integrationen berechnet.
Ich: Lassen Sie uns einen Schritt zurücktreten. Was, wenn ich Ihnen sage, dass es Mediametrik gibt? Man kann zum Beispiel das Wachstum der Erwähnungen zählen.
D: Das gefällt mir. Das passt.
Ich: Würde Sie also das Wachstum der Erwähnungen als Metrik zufriedenstellen?
D: Ja. Aber was bringt das überhaupt? Das ist doch alles Luft, Sie handeln mit Luft.
Ich: Danke, ich habe die Lage der Marke im Moment verstanden. Ich werde alles überdenken und mich bis Ende der Woche bei Natalia melden.


So sind die Kunden heutzutage. Natürlich habe ich Natalia gleich hinter der Tür eine Sprachnachricht hinterlassen, bei der sie wahrscheinlich ihr Telefon mit Weihwasser besprengen wollte.

Im Dialog gab es noch Passagen über "wir sind im letzten Jahr stark gewachsen" (rusprofil zeigt einen Gewinnrückgang von 70% und eine kritische Masse an Fremdkapital).

So leben wir.