
Über die Armeelager. Teil 2 🤷♀️
Letztes Mal habe ich über den Erhalt der Vorladung berichtet. Jetzt zur organisatorischen Seite.
Ich begann mit dem Versuch, das Wehrmeldeamt zu erreichen: Ich wollte Details klären, ob man etwas fernmündlich, telefonisch oder über die staatlichen Dienste einreichen kann. Die Antwort im Chor:
Kommen Sie vorbei, kommen Sie vorbei. Fernmündlich geht nicht 👌
Ich frage, wie man einen Termin vereinbaren kann, wann der Kommissar vor Ort ist. Die Antwort war großartig:
Er kann unterwegs sein, ich weiß nicht wo und wann. Vielleicht müssen Sie mehrmals am Tag vorbeikommen 👌
Ich versuchte, den in der Vorladung genannten Kommissar zu kontaktieren. Mühsam die Nummer herausbekommen, aber niemand hob ab.
Selbst wenn man etwas über die staatlichen Dienste ausfüllt, kommt nach der Dienstleistung trotzdem ein Anruf vom Wehrmeldeamt.
Man müsse vorbeikommen für Stempel und Unterschrift. Der Grund kann beliebig sein, Hauptsache du kommst 😡
Drei Tage Versuche, vergeblich. Ich gab auf. Am vierten Tag beschloss ich es erneut zu versuchen und, oh Wunder, der Kommissar antwortete.
Was mich an der Logik des Prozesses stört.
Ich rufe den Kommissar an, erkläre:
Ich habe eine Vorladung erhalten, vorher habe ich den Diensthabenden erreicht.
Und der Kommissar fragt mich plötzlich selbst:
Wozu brauchen Sie mich? Ich kann zwar nicht da sein, aber für die Klärung werde ich nicht benötigt. Kommen Sie vorbei, der Diensthabende erledigt alles, für diese Vorladung brauchen Sie mich nicht.
Logische Frage: Warum hat man mich dann drei Tage lang herumgeschickt und versichert, dass es ohne den Kommissar nicht geht? Die Standardantwort:
Wahrscheinlich hat man Sie falsch verstanden 👍
Okay. Ich wählte einen Tag, fuhr hin 🚶♂️➡️
Am Kontrollpunkt verlangen sie einen Ausweis, ich gab den Wehrpass. Die Frau nahm ihn und ging. Ich wartete etwa fünfzehn Minuten... sie kam nicht.
Dann kam sie heraus, mit überraschtem Gesicht:
Was, man hat Sie nicht abgeholt? 👀
Nein, ich stand einfach nur so da 😁
Nach weiteren fünf Minuten wurde ich hereingerufen. Man begann, „Angaben zu präzisieren“. Das Interessanteste: Es gab nichts zu präzisieren: Arbeitsort, Wohnort, Position, Familienstand, Kind – alles war bereits vorhanden.
Und nach der „Präzisierung“ schiebt man mir beiläufig ein Blatt zu:
Hier ist die Einweisung für die Übungslager. Wenn Sie das absolvieren, lassen wir Sie drei Jahre in Ruhe.
Ich wusste davon. Für diejenigen, die es zum ersten Mal sehen, wird es wohl ein ziemlicher Schock sein.
Weiter, zu den Empfehlungen 📝
Man sagte mir, ich solle nur Essen für den ersten Tag und Unterwäsche mitnehmen. Sonst nichts.
Was ist mit der Sommerzeit und der Zeit im Freien?
Kein Wort über Medikamente, Mückenschutz, grundlegende Dinge, Powerbank, Sportschuhe.
Wenn du es nicht mitnimmst, ist es vor Ort fast unmöglich zu besorgen, oder man zahlt das Dreifache, damit jemand in die Stadt fährt.
Den Abreisetermin kann man nur aus offensichtlichen dokumentarischen Gründen verschieben: Krankheit, Tod eines Verwandten, Aufenthalt in einer anderen Stadt oder im Ausland mit Nachweis (Dienstreise, Aufenthaltstitel). In anderen Fällen kann man nicht ablehnen 🤷♀️
Unterm Strich war die Nervenbelastung und das Warten VORHER größer als DANACH 🙂
Als die Einweisung endlich in den Händen war, war der Schock schon vorbei.
Eher Erleichterung, dass endlich eine gewisse Klarheit herrschte: wann und wo es stattfindet und wann ich zurück sein kann.
Zur Kommunikation ist noch unklar, ob es auf dem Gelände welche geben wird 🤷♀️
Also werde ich in dem Moment wahrscheinlich nicht antworten können. Aber nach der Rückkehr denke ich, werde ich eine kleine Liste mit Empfehlungen zusammenstellen,
was man mitnehmen sollte, falls man auf dasselbe stößt.
@data_dzen 🙂
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