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In den breiten Kinostart ist der Film von Rustam Mosafir „König und Narr. Für immer“ gegangen, in dem die Leinwand-Gorschok und Knjas in der Märchenwelt gegen den Nekromanten kämpfen. Warum der Film keinen Sprung, sondern einen vorsichtigen Abstieg v...

Der in letzter Zeit recht produktive Regisseur Rustam Mosafir, der sich bereits zuvor dem Fantasy-Genre zugewandt hatte („Skif“) und mit den Figuren von Pjotr Fjodorow und Lisa Bojarskaja durch gefährliche Waldpfade irrte („Die Flüchtlinge“), ist schließlich im Universum von „König und Narr“ gelandet, dessen märchenhafte Mythologie und das Unheimliche der Zauberwälder miteinander verschmolzen und ideale Bedingungen für den Flug der kreativen Gedanken schufen. Zuerst kam die vielbeachtete Serie – halb Biopic, halb Musical, die die Fans der Band in ein „Vorher“ und „Nachher“ spaltete – und später machte sich Mosafir an den Langfilm über die Abenteuer von Gorschok (Konstantin Plotnikow) und Knjas (Wlad Konopljow), die ihre Lieder vor dem Vergessen retten und einen neuen Bösewicht besiegen mussten – den Nekromanten (Ilja Grischin). Der musikalische Teil des Films war wiederum die Hauptkomponente, in die erneut kunstvoll die Songtexte der Band eingewoben und zum Hauptmotor der Dialoge gemacht wurden (originell, aber wenn man kein Fan ist, wird es schwer zu verstehen, worüber alle reden).

„König und Narr“: Trolle, Hexen, Rock’n’Roll. Wie die ersten Episoden der Serie über die Punkband wurden
Witali Gisatullin
„König und Narr“: Trolle, Hexen, Rock’n’Roll. Wie die ersten Episoden der Serie über die Punkband wurden

Auf „KinoPoisk“ fand die Premiere der ersten beiden Episoden der Serie über die Horror-Punk-Band „König und Narr“ statt. Darüber, warum diese Serie nicht nur eine glanzvolle Premiere dieses Frühlings ist, sondern auch eine einzigartige

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„König und Narr. Für immer“
Standbild aus dem Film „König und Narr. Für immer“

An die Erstellung des neuen, wenn auch diesmal vollständig märchenhaften Films über die Band ging Mosafir mit derselben Sorgfalt und derselben Gruppe von Kollegen heran, die am vorherigen Projekt gearbeitet hatten. Hinzu kam, dass das Bandmitglied Andrei Knjasew den Arbeitsprozess aufmerksam verfolgte, dessen Anwesenheit im Film übrigens am stärksten zu spüren ist, und es entsteht der Eindruck, dass Knjas, genau wie sein Leinwand-Double, nach den Ereignissen der Serie eine Art Therapie durchläuft und dabei wichtige Gestalten schließt.

Da stellt sich die Frage: „Was hat dann der Zuschauer und der Film selbst damit zu tun?“ Die Antwort darauf muss man im Inneren von „König und Narr. Für immer“ suchen.

Die Referenzen, mit denen „König und Narr“ großzügig um sich wirft, sind von den ersten Bildern an erkennbar. Da ist „Mad Max“, und zwar deutlich der Film mit Mel Gibson von 1981, nicht die glattere Version von 2019 von George Miller. Dazu kommen praktisch alle postapokalyptischen Actionfilme der Videotheken-Ära mit skurrilem Make-up, Animatronics und allgemeinem Niedergang der Zivilisation.

Daneben drängen sich auch modernere Dinge, wie die blutig-trashige, aber sehr lustige Serie „Metalocalypse“, deren Gitarrenduelle perfekt in die Lore der Serie und des anschließenden Langfilms passten. Und obwohl Mosafir nicht immer ins Schwarze trifft, wählt er die richtige Richtung. Und wenn wir schon ein Dutzend glänzender Märchen gesehen haben, warum sollte es dann nicht auch ein Punk-Märchen geben, und sei es noch so sorgfältig gekämmt?

„König und Narr. Für immer“: Punk-Märchen mit Happy End
Standbild aus dem Film „König und Narr. Für immer“

Obwohl es hier leider nicht immer nach Punk riecht. Der Film wirkt eher wie ein Operettenkabarett, bei dem das Chaos sorgfältig aus der Souffleurkabine gesteuert wird, in der abwechselnd Rustam Mosafir selbst, der Drehbuchautor Alexander Busin, Andrei Knjasew oder alle Produzenten auf einmal auftauchen. Dadurch rufen einige Szenen beim Anschauen im Kopf kein kreatives Durcheinander, sondern ein regelrechtes Chaos hervor. Und trotz offensichtlicher künstlerischer Vorzüge fehlt es dem Film an klaren dramaturgischen Wendungen sowie an einer Prise Chaos und Underground (nicht einmal die Anwesenheit von Stas Barezki und seinen Reinkarnationen rettet). Alles wird der Form und der Delikatesse geopfert, nur um ja niemanden versehentlich zu verletzen.

Einfach ausgedrückt: Die roten Signalfackeln der Serie wurden unbemerkt durch sichere LEDs ersetzt. Hat das die Qualität der Geschichte beeinflusst? Global gesehen nein, aber die Wärme ist spürbar weniger geworden.

Das Ganze wird allerdings mit recht gutem Humor gewürzt (die Szene, in der Knjas im Musikgeschäft auf Fans trifft, wird man lange in Erinnerung behalten) und einem weiteren gelungenen Duo von Wlad Konopljow und Konstantin Plotnikow, deren Knjas und Gorschok die Hauptlast der stockenden Handlung tragen. Knjas ist hier fast eine byronische Figur, die trübsinnig auf den düsteren Petersburger Himmel blickt und ihre Trauer mal auf Staffeleien, mal einem verrückten Psychiater ausgießt, dessen Rolle freundlicherweise Goscha Kuzenko übernommen hat. Gorschok ist immer noch der gleiche ausgelassene Subkultur-Typ, der den Märchenfiguren Anarchie erklärt und bereit ist, trotz Meinungsverschiedenheiten für Freund und Geliebte einzustehen. Ein lebendiges, langlebiges Duo, das geradezu nach einer Sitcom-Adaption schreit. Vielseitig und effektiv wie die unvergesslichen Duos der 90er: Oleinikow und Stojanow, Nagijew und Rost.

„König und Narr. Für immer“: Punk-Märchen mit Happy End
Standbild aus dem Film „König und Narr. Für immer“

In „König und Narr“ gibt es insgesamt viele angenehme kleine Überraschungen, besonders natürlich für diejenigen, die mit „Der Gärtner“, „Der plötzliche Kopf“ oder „Der Förster“ aufgewachsen sind. Sie werden mühelos die neuen Figuren erkennen, die im Film auftauchen (besonders beeindruckend ist der alte Mann, der von Freiheit träumte). Für diejenigen, die all die Zeit abseits standen, wird der Film kaum frische Luft bringen. Er wird eher einfach unverstanden bleiben. Eine andere Frage ist, dass ungefähr an der Stelle, wo im Punkrock die Ketten reißen und die Ringe in Ekstase fallen, die Geschichte von „König und Narr“ unerwartet zu einer Bromance wird. Das stößt überhaupt nicht ab, ruft aber ein Gefühl leichter Täuschung hervor.