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„Das Rezept des Glücks“ – ein französisches Drama über eine Köchin, die zu ihren Wurzeln zurückkehrt, um den Geschmack des Lebens zu finden. Französische Leidenschaften, Familienkrisen und Nostalgie – mischen und mit Musik abschmecken!

Die französische Dramödie „Das Rezept des Glücks“ (Partir un jour) startete in Russland als Eröffnungsfilm der Filmfestspiele von Cannes und begeisterte sofort Kinofans: Ist das eine weitere gastronomische Skizze zu Ehren von Brie-Käse oder doch etwas Größeres?

Die kulinarische Star-Köchin Cécile, die nach ihrem Sieg bei der Show „Top Chef“ strahlt und die Eröffnung eines Restaurants in Paris erwartet, kehrt plötzlich in die französische Provinz zurück. Die Gründe sind rein familiär – ihr Vater erlitt einen Herzinfarkt, und die Tochter, obwohl schwanger, muss in die Atmosphäre ihrer Heimat eintauchen. Natürlich taucht auch eine alte Romanze auf: der Automechaniker Raphaël, dessen Anziehungskraft für die Heldin offenbar nicht geringer ist als die der Molekularküche von Paris.

Standbild aus dem Film „Das Rezept des Glücks“
Standbild aus dem Film „Das Rezept des Glücks“

Hier beginnt der Salat aus Genres und Bedeutungen. Regisseurin Amélie Bonnin scheint ein Experiment durchzuführen: Kann man ein Familiendrama, ein leichtherziges Musical (der Film begrüßt das Publikum buchstäblich mit einer lässigen Neuauflage von Alors on Danse) und Food-Porno im Stil von „The Kitchen“ zusammenbringen, um wenn nicht ein „“, so doch zumindest etwas Genießbares zu erhalten?

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Nadeschda Wassiljewa
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Kulinarik wurde 2022 zu einem der Lieblingsthemen im Kino. Auf die Leinwand kamen Projekte wie „Boiling Point“ (eineinhalb Stunden, in einer Einstellung gedreht) und das satirische „The Menu“.

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Der Film ist buchstäblich von Nostalgie durchdrungen. Visuelles, Musik und gastronomische Szenen – alles ist darauf ausgerichtet, dass der Zuschauer plötzlich den Geschmack von Omas Apfelkuchen wiedererkennt oder sich nach der Kindheit sehnt, auch wenn es nicht die französische ist. Aber das Problem: Mancherorts wirkt die Inszenierung bis zur Sterilität poliert – zu sorgfältig ist alles.

Das Rezept des Glücks 2025
Standbild aus dem Film „Das Rezept des Glücks“

Die Hauptfigur Cécile (Juliette Armanet) versucht, zwischen dem Traum vom Pariser Ruhm, dem Familiendrama und den plötzlich auf sie einstürzenden Verpflichtungen zu balancieren. Ihr Vater ist ein lebendiges Symbol der Sturheit, aber schematisch gezeichnet, wie auch die anderen. Selbst die Romanze mit Raphaël – ein zwar zuverlässiger Typ, aber ihm fehlt es an Charakter.

Musical, Romantik, Familiendrama (und sogar komödiantische Anklänge). Der Film schwankt zwischen den Genretropen wie ein Kellner mit Tablett auf einem Bankett für 100 Personen. Am Ende wirkt das Ganze eher wie ein Karaoke-Abend – irgendwie lustig, aber an Katharsis reicht es nicht heran.

Stellenweise wirkt der Film zu „sicher“. Das Drehbuch bietet keine Offenbarungen: weder in der Küche noch außerhalb. Alle Handlungswendungen sind lange vor ihrem Erscheinen auf der Leinwand vorhersehbar, und die moralischen Dilemmata der Figuren liegen an der Oberfläche. Ja, es gibt ein paar gut platzierte Bemerkungen über die Wahl zwischen Karriere und Familie, aber das Mitfiebern mit den Figuren stellt sich nicht ein.

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Standbild aus dem Film „Das Rezept des Glücks“

„Das Rezept des Glücks“ ist ein Film für diejenigen, die keine frischen Lösungen im Bereich des Autorenkinos suchen. Angenehmer Soundtrack, charmante Hauptdarstellerin, warme Bilder – alles ist da. Aber an Emotionen und interessanter Dynamik mangelt es. Der Film hinterlässt das Gefühl: „Es war schön, es roch gut, aber satt geworden bin ich nicht.“ Manchmal ist so ein Spektakel auch eine Art Therapie.

„Das Rezept des Glücks“ ab 21. August im Kino