
Von der frischen „Materialistin“ bis zur klassischen „Casablanca“ – präsentieren wir Ihnen 10 packende Liebesdreiecke im Film.
Wenn ein Film wie „Die Materialistin“ herauskommt, fragt man sich: Warum berühren Geschichten, in denen eine Person zwischen zwei hin- und hergerissen ist, uns so sehr? Vielleicht, weil wir im Leben meist zwischen „Herz“ und „Verstand“, „Stabilität“ und „Abenteuer“ wählen – und manchmal zwischen Donuts und Eclairs. Im Kino sind die Einsätze immer höher und die Leidenschaften so intensiv, dass man sie besser dem Arzt nicht zeigt. Erinnern wir uns an zehn Filme, in denen das Liebesdreieck die treibende Kraft der Handlung ist.
„Die Materialistin“ (Materialists, 2025)
In der neuen Arbeit von Celine Song befindet sich die Protagonistin Lucy (Dakota Johnson) zwischen zwei Männern: Harry (Pedro Pascal), der Gemütlichkeit und materielles Wohlstand verkörpert, und John (Chris Evans) – dem, den ihr Herz wirklich begehrt. Hier ist das Dreieck weniger ein Anlass für romantische Zerrissenheit, sondern ein Spiegel innerer Konflikte: Was ist wichtiger – Komfort oder echte Gefühle?
Der Film balanciert geschickt zwischen Ironie und Drama, ohne in melodramatischen Kaugummi abzurutschen, und regt zum Nachdenken an, ob wir selbst nicht zu materialistisch in unseren Beziehungen sind.
Celine Song, inspiriert von ihrer eigenen Erfahrung in einer Partnervermittlung, zeigt in „Die Materialistin“ unsere Realität, in der Liebe zu einer Mathestunde wird. Man kann
Open material„Past Lives“ (Past Lives, 2023)
Wenn Sie denken, ein Dreieck sei immer ein Kampf um die Liebe, wird Sie die vorherige Arbeit derselben Celine Song überraschen. Die Protagonistin steht zwischen ihrem Ehemann und einer Jugendliebe, die plötzlich aus der Vergangenheit zurückkehrt. Aber statt des üblichen „bei wem bleibt sie“ regt der Film zum Nachdenken an: Kann man überhaupt zwischen verschiedenen Versionen seiner selbst wählen?
Am 29. Februar startet in Russland die Romanze „Past Lives“, das Regiedebüt von Celine Song, das bereits zwei Oscar-Nominierungen in den Kategorien „Bester Film“ und
Open materialDieser Film handelt nicht von Sieg oder Niederlage, sondern vom Erwachsenwerden und der Selbstakzeptanz – und ja, Tränen bei den empfindsamsten Zuschauern sind garantiert.
„Bridget Jones – Schokolade zum Frühstück“ (Bridget Jones’s Diary, 2001)
Vielleicht das britischste Liebesdreieck aller Zeiten: Bridget (Renée Zellweger), der charmante Schurke Daniel (Hugh Grant) und der schüchterne, aber echte Mark Darcy (Colin Firth). Hier geht es sowohl um das Herz der Heldin als auch um das Recht, „der Richtige“ in ihrem Tagebuch zu sein.
Auch mehr als zwanzig Jahre später funktioniert der Film wie ein Lehrbuch für Selbstironie und Ehrlichkeit sich selbst gegenüber – und natürlich möchte man für die kultige Prügelei im Regen stehend applaudieren.
„Challengers – Rivalen“ (Challengers, 2024)
Ein Liebesdreieck auf dem Tennisplatz – warum nicht? Drei Sportler, drei Ambitionen, drei Varianten des Glücks. Hier brodeln die Leidenschaften nicht nur auf dem Platz, sondern auch abseits: Manche spielen auf Sieg, andere, um nicht zu verlieren.
Der Film belebt das Genre, indem er sportlichen Drive zum ewigen Thema der Wahl zwischen Vergangenheit und Zukunft hinzufügt.
Am 17. Mai erreichte die Romanze von Luca Guadagnino („Call Me by Your Name“, „We Are Who We Are“) „Challengers“ den digitalen Verleih. In unserem neuen Material geht es um die Provokation des Films
Open material„The Favourite – Intrigen und Irrsinn“ (The Favourite, 2018)
Wenn Sie denken, Dreiecke gäbe es nur zwischen Männern und Frauen, schauen Sie sich diesen Film an. Hier kämpfen zwei Hofdamen (Emma Stone und Rachel Weisz) um die Aufmerksamkeit und Liebe der exzentrischen Königin Anne (Olivia Colman).
Dieser Film ist wie eine Schachpartie mit politischen Einsätzen – und mit so viel „Gift“, dass „Othello“ nervös daneben raucht. Kein Wunder, denn der Film wurde von Yorgos Lanthimos inszeniert, der in seinen Werken keine große Liebe zur Menschheit zeigt.
„Brooklyn – Eine Liebe zwischen zwei Welten“ (Brooklyn, 2015)
Die junge Emigrantin Ellis (Saoirse Ronan) ist hin- und hergerissen zwischen zwei Welten, zwei Ländern und zwei Männern. In New York wartet ein leidenschaftlicher Italiener auf sie, zu Hause in Irland ein bescheidener, zuverlässiger Junge. Es ist gleichzeitig eine Geschichte über die Liebe und darüber, wie schwer es ist, zwischen Vergangenheit und Zukunft zu wählen, wenn beide auf ihre Weise wichtig sind. Sentimental, aber ohne Süßlichkeit – eine seltene Kombination.
„Wie ein einziger Tag“ (The Notebook, 2004)
Hier ist alles einfach: Wenn Sie bei „Wie ein einziger Tag“ nicht geweint haben, sind Sie entweder ein Roboter oder waren noch nie verliebt. Allie (Rachel McAdams) schwankt zwischen dem leidenschaftlichen Noah (Ryan Gosling) und dem respektablen Lon (James Marsden), während die Zuschauer zwischen dem Wunsch nach Glück für alle und dem Verlangen nach einem dramatischen Finale hin- und hergerissen sind.
Der Film von Nick Cassavetes ist nicht nur wegen der schönen Gesichter zum modernen Klassiker geworden, sondern auch wegen der Ehrlichkeit in der Darstellung komplexer Gefühle.
„Fight Club“ (Fight Club, 1999)
Ja, auch das ist ein Dreieck – wenn auch ein sehr ungewöhnliches. Der Protagonist (Edward Norton), sein Alter Ego (Brad Pitt) und Marla Singer (Helena Bonham Carter). Liebe gilt hier nicht nur einer Frau, sondern auch verschiedenen Versionen seiner selbst.
Der Film schafft es, psychedelisches Drama, Konsumkritik und ein Dreieck zu vereinen, in dem die Rivalen buchstäblich ein und dieselbe Person sind. Ein Rätsel für alle, die gerne in sich selbst eintauchen.
„Der schlimmste Mensch der Welt“ (The Worst Person in the World, 2021)
Julie (Renate Reinsve) ist eine Heldin, die sich weder bei der Arbeit noch bei den Männern entscheiden kann. Der eine ist stabil und erwachsen, der andere frei und ein bisschen verrückt.
Der ganze Film ist ein Versuch zu verstehen, wer man wirklich ist, wenn es so viele Optionen gibt. Leicht, geistreich, mit einem Hauch skandinavischer Melancholie und ohne Moralisieren.
In den russischen Filmverleih kommt der neue Film des norwegischen Regisseurs Joachim Trier „Der schlimmste Mensch der Welt“. Ein tiefgründiges Drama, ein ernster Bildungsroman, der auf den ersten Blick
Open material„Casablanca“ (Casablanca, 1942)
Guter alter Film, in dem das Dreieck nicht nur um Liebe geht, sondern auch um Pflicht, Ehre und Krieg. Rick (Humphrey Bogart), Ilsa (Ingrid Bergman) und Victor (Paul Henreid) – jeder hat auf seine Weise recht, und jeder ist auf seine Weise unglücklich. Es ist eine ganze Schicht kultureller Referenzen und Zitate, die bis heute in der Popkultur leben. Und ja, manchmal ist die richtige Wahl die schmerzhafteste.
Liebesdreiecke im Kino sind ein Anlass für Leidenschaften. Aber sie dienen auch als Lackmustest für unsere eigenen Ängste und Wünsche. In ihnen erkennen wir uns wieder: zögernd, zweifelnd, träumend vom Unmöglichen. Wenn Sie also nach „Die Materialistin“ Lust haben, noch ein wenig über die Wahl zwischen „Ich will“ und „Ich muss“ nachzudenken, schalten Sie ruhig einen dieser Filme ein. Denn manchmal sind drei keine Menge, sondern die ideale Formel für eine gute Geschichte.
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