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Am 19. Juni kommt „Dandadan: Das böse Auge“ in die Kinos – die zu einem Film zusammengefassten ersten drei Episoden der zweiten Staffel. Die erste Staffel von „Dandadan“ (die wir sehr ausführlich besprochen haben) endete mit einem ordentlichen Cliffh...

„Dandadan“ ist zu einem wahren Phänomen in der modernen Kulturlandschaft geworden. Besonders interessant ist es zu beobachten, wie Menschen, die zuvor Spielfilme und Serien bevorzugten, durch diesen Titel nach und nach in die Anime-Kultur eintauchen.

Dem Autor dieses Artikels erging es genauso. Ein von Anime eher entfernter Mensch hat das Geschehen auf dem Bildschirm wirklich mitgefühlt und sehnsüchtig auf die zweite Staffel gewartet. Und dann, wie auf Bestellung, „Dandadan: Das böse Auge“. Versuchen wir gemeinsam, ihn genau unter die Lupe zu nehmen, ohne Spoiler zu verraten?

Synopsis

Das energiegeladene Duo aus dem Medium-Mädchen Momo und dem verfluchten Jungen Okarun (Konspirun) wird erneut in eine Auseinandersetzung mit unbekannten Mächten verwickelt. Sie müssen herausfinden, wer hinter den Problemen steckt, die die Familie ihres Freundes Jiji im Viertel der heißen Quellen heimsuchen. Geister? Außerirdische? Werden die Helden aus allen Schwierigkeiten herausfinden oder alles nur noch schlimmer machen?

Animations-Attraktion „Dandadan: Das böse Auge“

Eine der herausragenden Eigenschaften war die sehr hochwertige und einfallsreiche Animation. Und wenn man nach den ersten drei Episoden urteilt, wird die neue Staffel der ersten in nichts nachstehen. Sie erhebt sogar Anspruch auf eine höhere Messlatte.

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Das ist eigentlich nicht überraschend. Der Regisseur des Studios Science SARU Fuga Yamashiro erhielt Verstärkung durch den Spanier Abel Góngora, der in der letzten Staffel an der Erstellung des Openings beteiligt war. Das Opening war übrigens großartig, einer der Erfolgsgaranten der ersten Staffel in meinen Augen.

Glaubt mir, die Bilder in „Dandadan: Das böse Auge“ sind einfach unglaublich. Wie viel Mühe für die originelle Animation erforderlich ist, besonders in Kampf- oder Actionszenen! Ihre ergebene Dienerin beklagt sich oft über das Übermaß an 3D-Animation in der Animationskunst (man nehme nur ) und darüber, wie sehr es derzeit an hochwertigem 2D mangelt. Nun, hier haben wir ein wahres Fest für die Augen. Angefangen bei der unglaublichen Detailgenauigkeit der Bewegungen bis hin zu sehr gelungenen Entscheidungen bei der Farbpalette.

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Und wie sieht es mit der Handlung aus?

Für diejenigen, die den Manga von Yukinobu Tatsu lieben oder ihn sogar nach der ersten Staffel kennengelernt haben, ist das Geschehen kein Geheimnis. Es ist immer noch verrückt, lustig und stellenweise sehr tiefgründig und dramatisch.

Aber das Hauptproblem dieser Zusammenstellung von Episoden ist, dass sie nicht ausreicht, um den Handlungsbogen abzuschließen. Wir haben auf Antworten gewartet, wie sich die Situation aus dem Cliffhanger auflöst, und wir haben sie leider in einer sehr verkürzten Form erhalten. Ja, auf dem Bildschirm passiert viel. Ja, es werden lebendige und interessante Nebenfiguren vorgestellt, die sich noch entfalten werden. Aber eine abgeschlossene Geschichte werden die Zuschauer nicht sehen.

Nach dem Ende der Vorführung im Kinosaal gab es mehrere Besucher (und ja, ich gebe zu, ich war einer von ihnen), die anfingen, auf die Leinwand zu schimpfen. So nach dem Motto: Und wie soll man jetzt auf die Fortsetzung warten? Als ob einem zuerst eine versprochene Karotte vor der Nase herumgewedelt wurde, die man jetzt einmal beißen durfte – aber nicht essen durfte. Einerseits ist es cool, dass die Macher Feuer und Flamme sind, andererseits haben sie uns ein wenig das Gefühl der Befriedigung genommen. Nicht in Ordnung.

Charakterentwicklung

Einer der angenehmsten Aspekte von „Dandadan: Das böse Auge“ ist die Entwicklung der Charaktere und ihrer Beziehungen.

Und ich spreche hier nicht nur und nicht einmal in erster Linie von der sehr niedlichen Interaktion zwischen Momo und Okarun. Hier gibt es auch die sehr herzliche und innige Freundschaft zwischen Okarun und Jiji, sowie das allmähliche interessante persönliche Wachstum von Turbo-Oma im Körper einer Maneki-neko-Puppe. Und überhaupt ist ihre Figur eine unerschöpfliche Quelle von Memes und Humor, besonders wenn es um ausdrucksstarke Mimik geht. Ich hätte nie gedacht, dass ich so etwas über eine Katzenpuppe schreiben würde.

Ein wenig vermisst man die bereits aus der ersten Staffel beliebten Figuren Aira und Seiko – aber wie viel Material kann man auch in die ersten drei Episoden packen? Besonders wenn wir später noch eine vollwertige Staffel sehen werden, die damit wahrscheinlich nicht enden wird?

Fazit

„Dandadan: Das böse Auge“ kann Fans mit seiner Unvollständigkeit verärgern – aber auf die richtige, gute Art. So, wie man verärgern muss, wenn man die Zuschauer binden und in ihren Herzen den Wunsch nach mehr hinterlassen will.

Wir empfehlen es auf jeden Fall zum Anschauen – aber mit Vorsicht. Wenn Ihnen in der ersten Staffel ein Übermaß an anzüglichen Witzen und nicht-kindgerechten Anspielungen aufgefallen ist, dann wurde hier die Messlatte definitiv höher gelegt. Nein, es wird keine offenkundigen Obszönitäten geben, aber einige Zuschauer könnten verunsichert sein. Behaltet das einfach im Hinterkopf, wenn ihr eure Tickets kauft.