Preview image

In der Bibliothek des „Tudum“-Dienstes ist „Fear Street: Prom Queen“ erschienen, eine neue Verfilmung von R.L. Stine, die das filmische Universum mit einer Vielzahl von mörderischen Psychopathen erweitern soll. Aber der Film hat nicht nur keine klare...

Willkommen in Shadyside, einer Stadt, in der immer wieder mordende Psychopathen auftauchen, die ein Blutbad nach dem anderen anrichten. Im Jahr 1988 bereiten sich die örtlichen Schülerinnen auf den Abschlussball vor, bei dem traditionell die Ballkönigin gewählt wird. Um diesen Titel kämpfen die örtlichen Schönheiten und Schulstars sowie Lori Granger (India Fowler), eine Außenseiterin und Tochter einer Frau, die ihren Geliebten getötet hat. Zumindest heißt es so. Und am Vorabend des großen Ereignisses beginnen die Anwärterinnen auf den Status der Ballkönigin zu verschwinden, und Lori steigt unerwartet zur Favoritin auf...

„Fear Street: Prom Queen“ Film
Szene aus dem Film „Fear Street: Prom Queen“

Im Jahr 2021 veröffentlichte Netflix innerhalb eines Monats drei Filme der Reihe „Fear Street“. Die kreative Trilogie basierend auf den Büchern des Meisters der Jugendhorror R.L. Stine wurde von Leigh Janiak inszeniert, die für ihre Arbeit an der Serie „Scream“ bekannt ist und dieser Franchise sowie anderen kultigen Slashern der Vergangenheit Tribut zollt.

Janiak wählte einen nicht ganz offensichtlichen Weg und jede neue Fortsetzung des ersten Films war im Grunde ein Prequel des vorherigen. Das heißt, von 1994 kehrten wir allmählich ins Jahr 1666 zurück, um zu erfahren, was hinter dem Spuk in der verschlafenen amerikanischen Kleinstadt steckt. Gleichzeitig passte die Regisseurin jeden neuen Teil an die Standards und Tropen des Genres unter Berücksichtigung des zeitlichen Rahmens an (von Meta-Slasher im Stil von „Scream“ über traditionelles Gemetzel im Stil von „The Hills Have Eyes“ bis hin zu Hexenverfolgungen im 17. Jahrhundert).

Das Experiment war nicht in jeder Hinsicht gelungen, aber dennoch recht frisch und mutig. Das kann man über den neuen Film der Franchise nicht sagen. Der Film „Fear Street: Prom Queen“ wurde nicht von Janiak inszeniert, sondern von Matt Palmer, der sich nicht die Mühe machte, Verbindungen zur vorherigen Trilogie zu erfinden, sondern einen gewöhnlichen Jugend-Slasher ohne besondere Merkmale drehte. Überhaupt. Es dürfte niemanden überraschen, dass es in dem Film mehrere Mörder gibt und die Opfer in der Reihenfolge vom unwichtigsten bis zum „letzten Mädchen“ den Bildschirm verlassen. Dabei ist es nicht besonders einfallsreich oder farbenfroh. Auch das Thema Mobbing in der Schule wird noch platter dargestellt als die Morde mit diesem Werkzeug.

„Fear Street: Prom Queen“ 2025
Szene aus dem Film „Fear Street: Prom Queen“

Das Einzige, was den Film „Fear Street: Prom Queen“ mit seinen Vorgängern verbindet, ist die aktive Nutzung des Soundtracks, um eine der Epoche entsprechende Atmosphäre zu schaffen. Statt Prodigy aus dem ersten Teil hört man hier zum Beispiel Eurythmics mit ihrem Evergreen.

Warum man das nicht uninteressante Universum mit großem Potenzial (immerhin umfasst die Originalserie 51 Romane) mit einem so durchschnittlichen Film erweitern musste, ist eine große Frage. Genauso wie die Frage, warum man Schauspieler wie Katherine Waterston und Ariana Greenblatt einlud, ohne ihr Potenzial auch nur annähernd auszuschöpfen. Es gibt keine Antworten, genauso wenig wie Logik in den Handlungen der hiesigen Mörder.