
Am 15. Mai startete der Film „Schwanezki“ von Wadim Plochotnikow („Papa im Mutterschutz“, „Großer Unterschied“) in den Kinos, an dem viele Stars des russischen Kinos teilnahmen. Wir erzählen, wie der Film geworden ist und ob es sich lohnt, ihn anzuse...
Michail Michailowitsch Schwanezki ist eine bedeutende und interessante Persönlichkeit. Er hinterließ ein enormes Erbe an schriftstellerischen Werken und träumte zu Lebzeiten davon, ein großer Schriftsteller zu werden. Im Gedächtnis vieler war und bleibt Schwanezki einer der bekanntesten Satiriker (obwohl sich heute viele Künstler dieses Genres als Stand-up-Comedians bezeichnen).
Der Film, zugleich ein Konzert, ist in die Kulisse von Schwanezkis heimischem Arbeitszimmer, Erinnerungen seiner Ehefrau Natalja und sehr berührenden Anmerkungen von Jewgeni Grischkowez, der auch Regisseur des Konzerts war, eingebettet.

Grischkowez erzählt von jedem Künstler, den er für einen bestimmten Monolog Schwanezkis ausgewählt hat, und offenbart dabei sowohl die Tiefe des Monologs als auch das Talent des Schauspielers. In einem Menschen etwas zu sehen, das dem Material hilft, sich neu zu entfalten, vielleicht neue Bedeutungen entstehen zu lassen – auch das ist ein Talent, das Jewgeni zu 100 Prozent ausschöpft.
Es gab auch einen Auftritt des modernen Comedians Ilja Sobolew, der den Monolog „Das Wort aus drei Buchstaben“ so vortrug, dass das Publikum lachte und applaudierte, als wäre es kein Film, sondern ein echtes Live-Konzert. Die anderen Künstler standen Sobolew natürlich in nichts nach und trugen die Monologe mit voller Hingabe vor, sodass man nicht anders konnte, als zu lachen.

Kristina Babuschkina und Pawel Derewjanko erzählten zwar getrennt voneinander über die Beziehungen zwischen Mann und Frau, ergänzten sich aber auf seltsame Weise gegenseitig.
Niemand außer Stas Duschnikow hätte „Nimm nicht hundert Gramm“ so lebendig und saftig vortragen können. Die Geschichte über Essen und einen heißen Sommertag am Meer verwandelt sich in diesem Monolog in genau diesen sonnigen Tag, an dem man nirgendwo hin muss und in aller Ruhe entspannen und nicht nur das Leben, sondern auch das Essen genießen kann.

Eine Vielzahl von Stars des russischen Kinos beleuchtet in diesem Konzert die Monologe Schwanezkis so, dass es scheint, als wären sie gestern geschrieben worden. Indem sie in sie eintauchen, tauchen die Künstler auch den Zuschauer in diese erstaunliche Welt ein, die unserer sehr ähnlich ist. Nur dass Wut, Aggression und alles Schlechte sich in ansteckendes Lachen oder in eine helle Traurigkeit verwandeln, wenn man den Schnee beobachten möchte, den man am Fenster sieht und dem man einfach nach draußen folgen muss, während man seine Gedanken einem unsichtbaren Zuhörer mitteilt.
Dank der engagierten Künstler, Jewgeni Grischkowez und dem gesamten Filmteam konnte „Schwanezki“ wieder auf die Bühne treten und anderthalb Stunden gute Laune schenken. Wenn Sie Lust haben, seine Monologe in einer neuen interessanten Interpretation zu hören, gehen Sie unbedingt zu diesem Filmkonzert. Die Stimmung wird sich garantiert heben!
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