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Das Online-Kino Okko hat das neue Drama „Die Stunde“ der Filmfirma MEM Cinema Production veröffentlicht. Wir erzählen, was man von der Schule des Lebens erwarten kann und ob es sich lohnt, die letzte Stunde zu schwänzen.

Die Serie „Die Stunde“ erzählt die Geschichte von Anton (Jura Borissow), einem ehemals erfolgreichen Musiker, der nach einem Unfall, bei dem seine Freundin Lisa ums Leben kam, und einem anschließenden Aufenthalt in der Entzugsklinik alles verloren hat. Nun kehrt der ehemalige Star in seine Heimatstadt zurück, wo sein älterer Bruder Konstantin (Danil Worobjow) lebt, der schon immer sein komplettes Gegenteil war. Konstantin bietet seinem Bruder Hilfe an, jedoch unter einer Bedingung: Anton wird Lehrer an einer Schule und muss sich nun mit den Problemen der Jugendlichen auseinandersetzen.

Auf den ersten Blick scheint es nach dem Erscheinen der Trailer, dass sich die gesamte Handlung um die Beziehungen und die Frage dreht, welcher Bruder cooler ist. Und dass uns ein weiterer Film erwartet, in dem der Zuschauer die Gewissensbisse und die inneren Kämpfe des Protagonisten beobachtet.

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Szene aus der Serie „Die Stunde“

Doch beim Anschauen stellt sich alles als das Gegenteil heraus: Die Hauptfiguren sind hier keineswegs die Brüder. Die Serie versetzt die Zuschauer ohne Umschweife in Antons Heimatstadt und in die Mauern genau dieser Schule.

Die Figuren von Borissow und Worobjow werden zu Führern in die Welt der Schüler. Es ist viel interessanter, die Entwicklung der Beziehungen in der Klasse zu verfolgen. Die Macher führen uns nach und nach in die Welt jedes einzelnen Schülers mit seinen Problemen und Hobbys ein. Hier findet man, ganz klassisch für Schulsdramen, den Streber, den reichen Jungen oder den sportlichen Raufbold. Aber diese Figuren wirken nicht klischeehaft, und es ist tatsächlich spannend, ihre Erlebnisse zu verfolgen. Und das ist natürlich das Verdienst der jungen Schauspieler, darunter:

  • Polina Denissowa;
  • Alena Dolgolenko;
  • Oleg Sawostjuk;
  • Ajusche Otschir-Gorjajew;
  • Iwan Petrosjan;
  • Roman Bordatschow;
  • Jelisaweta Karjakina;
  • Witali Schtscherbina.

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Szene aus der Serie „Die Stunde“

Trotzdem sollte man das auf allen Plakaten angekündigte Hauptduo nicht vergessen. Anton und Konstantin sind zwei Gegensätze, aber der Zuschauer versteht, dass sie nicht nur durch familiäre Bande verbunden sind, sondern auch durch Geheimnisse der Vergangenheit, die uns später enthüllt werden. In den ersten Folgen übernimmt Jura Borissow die Last, humorvolle Momente zu schaffen, als ob er seine gesamte dramatische Energie für spätere Episoden aufspart. Aber es ist bereits erkennbar, dass Anton ein verständnisvoller und mitfühlender junger Mann ist. Er hat keine Starallüren, aber eine große Abneigung, sich in fremde Probleme einzumischen und Schicksale zu beeinflussen. In vielerlei Hinsicht ähnelt er selbst den Schülern, die ihm anvertraut werden.

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Szene aus der Serie „Die Stunde“

Danil Worobjow hingegen präsentiert von den ersten Minuten an ein starkes Bild, nicht nur eines Pädagogen, sondern des besten Lehrers dieser Stadt. Wir sehen, dass seine Figur äußerst beherrscht ist und sich bemüht, Emotionen nicht in der Öffentlichkeit zu zeigen. Gleichzeitig wird Konstantin zur Verkörperung des Satzes: „Pädagoge aus Berufung“. Er wird nicht nur innerhalb der Schulmauern zum Lehrer, sondern auch im Leben. Worobjows Figur kümmert sich um die Eltern von Antons verstorbener Freundin, versucht, die Probleme der Schüler zu lösen. Und natürlich wird er zum Lehrer für seinen Bruder. Er hält keine Moralpredigten, sondern versucht systematisch, auf seine Fehler hinzuweisen. Als ob er und Anton ein Unterrichtsthema durchgehen, nur dass dieses Thema das Leben ist.

Die Hauptlinie ist die elterliche, zum Beispiel in meinem Fall die Beziehung: mütterlich und kindlich. Diese Linie ist immer aktuell, unabhängig von der Epoche.

Danil Worobjow

Die Autoren der Serie haben versucht, ein ehrliches Bild zu schaffen, das das Leben selbst widerspiegelt. Dies ist eindeutig die Stunde, die man wiederholen möchte und zu der man definitiv nicht zu spät kommen sollte.

Trailer: