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Ab dem 27. März läuft „Die Frauen auf dem Balkon“ in den Kinos, eine schwarze Komödie über Feminismus von Noémie Merlant, dem Star aus „Porträt einer jungen Frau in Flammen“. Warum diese einfache, aber effektvolle Skizze über die Beziehungen zwischen...

Noémie Merlant ist in erster Linie als Schauspielerin bekannt. Sie hat in Filmen wie „Die Große“ und natürlich „Porträt einer jungen Frau in Flammen“ mitgewirkt. Aber Merlant versucht sich auch regelmäßig als Regisseurin. Und die schreiende schwarze Komödie „Die Frauen auf dem Balkon“ (Les femmes au balcon) ist bereits ihr viertes Werk als Regisseurin. Dementsprechend sind die Erwartungen an sie höher als an Debütanten. Lassen Sie uns herausfinden, wie gut sie diesen gerecht wird.

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Nadeschda Wassiljewa
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Im Zentrum der Geschichte stehen drei Freundinnen, die sich in Charakter und Temperatur stark unterscheiden: die freiheitsliebende Webcam-Model Ruby (Souheila Yacoub), die schüchterne Schriftstellerin Nicole (Sanda Codreanu) und die lebhafte, aber durch eine missbräuchliche Beziehung traumatisierte Schauspielerin Élise (Noémie Merlant). Sie verbringen ihr neuestes Treffen müßig, bis sie einen gutaussehenden Fotografen kennenlernen, der nebenan wohnt. Der Mann lädt das Trio zu einer Party bei sich ein, ohne zu ahnen, wohin das für ihn und die Frauen aus dem Haus gegenüber führen wird.

Die Frauen auf dem Balkon 2025
Standbild aus dem Film „Die Frauen auf dem Balkon“

Angesichts der Genre-Zugehörigkeit (eine Mischung aus Horror, Komödie und plötzlich ... Fantasy!) ist es nicht schwer zu erraten, wohin die Handlung als nächstes abbiegt – der Mann entpuppt sich als Vergewaltiger, die Frauen als rachsüchtige Opfer, und die gesamte Erzählung ist von feministischen Tönen durchdrungen.

Filme zum Thema „weibliche Rache für Gewalt“ gibt es unzählige, spontan fallen mir der düsterere „I Spit on Your Grave“ oder der philosophische „Sympathy for Lady Vengeance“ ein. Aber Merlant ist nicht den ausgetretenen Pfaden gefolgt, sondern hat für ihre Geschichte einen anderen Ton gewählt – spöttisch, stellenweise selbstironisch, stellenweise offenherzig. Sie schockiert mal mit blutigen Szenen mit abgetrennten Gliedmaßen (und das sind nicht die Arme), mal lädt sie Männer zum Dialog darüber ein, wie man Sex haben sollte, mal reflektiert sie über die Natur der Gewalt, die jeder auf seine Weise versteht, mal blickt sie hinter den Vorhang familiärer Beziehungen. Und in einer Episode setzt sie ihre Aussage sogar mit ... einem Furz gleich!

Rezension „Die Frauen auf dem Balkon“
Standbild aus dem Film „Die Frauen auf dem Balkon“

Klingt chaotisch? Das ist der ganze Film „Die Frauen auf dem Balkon“. Hier gibt es ein ungleichmäßiges Erzähltempo (die ersten 30 Minuten sind ein Hurrikan, danach Flaute), ein Sammelsurium an Themen (oben noch nicht erwähnt: die Sublimierung negativer Erfahrungen in der Kreativität), viel Musik (gute), Nacktheit (provokant), und die Liste ließe sich lange fortsetzen. Normalerweise „sündigen“ damit gerade Debütanten, die in ihrem Film alles, überall und sofort haben wollen, und zwar möglichst viel und laut. Aber das Problem ist, dass Merlant kein Debütant mehr ist und genug auf beiden Seiten der Kamera gesehen hat.

Die Regisseurin möchte über wichtige Themen sprechen, aber dabei nicht langweilig oder moralisierend sein. Daher rühren offensichtlich das Durcheinander der Genres, die für unser viel zurückhaltenderes Publikum ungewohnte Provokation und das Fehlen einer klaren Figurenentwicklung. Eine anständige Handlungsbogen bekommt eigentlich nur die Figur von Noémie Merlant selbst, die durch eine, sagen wir, unangenehme Erfahrung ihren Schmerz verarbeitet und zu entschlossenem Handeln übergeht.

Dadurch wirkt „Die Frauen auf dem Balkon“ in Bezug auf Drehbuch und Subtexte äußerst anspruchslos, die zentralen Motive werden zu direkt präsentiert. Aber wenn man selbst nicht langweilig oder moralisierend ist, ist die unterhaltsame Komponente des Films eher gelungen. Bei manchen bis zur Absurdität blutigen Szenen lacht man laut auf, und kleine Gags, die hier und da verstreut sind (z. B. heißt der Pitbull einer der Heldinnen Brad), lassen einen während des gesamten Films nicht langweilen. Und auch die eigenwillige Hymne an die Schwesternschaft zu sehen, in der die Frauen bereit sind, für ihre Freundin, bildlich gesprochen, sogar in die Hölle hinabzusteigen, ist einigermaßen fesselnd.

Trailer:

Der Film „Die Frauen auf dem Balkon“ startet am 27. März in den russischen Kinos in breitem Verleih, dank der Filmverleihfirmen A-One und RWV.