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„Cleaner“, der neue Film von Martin Campbell, wird als „Actionfilm im Stil von Stirb langsam, nur mit Daisy Ridley in der Rolle der coolen und furchtlosen Heldin“ angekündigt. Klingt vielversprechend, oder? Aber lassen Sie uns herausfinden, ob sich „...

Der Haupttrick von „Cleaner“ ist die offensichtliche Anspielung auf den unvergänglichen Actionfilm
von John McTiernan. Wir haben eine Heldin, die gezwungen ist, sich allein einer Horde Terroristen zu stellen (in diesem Fall radikale Umweltaktivisten, die gegen Korruption kämpfen!), und das tut sie mit einer Leichtigkeit, als hätte sie ihr ganzes Leben nichts anderes getan. Dazu enge Korridore, Situationen auf Messers Schneide, unbeholfene, aber verzweifelte Versuche, Kontakt zur Außenwelt aufzunehmen … Alles in bester Tradition: Wenn man schon Großes kopiert, dann bitte in angemessenen Proportionen.

Wenn Sie Daisy Ridley nach „Star Wars“ vermisst haben, ist dies ein Grund, die Schauspielerin in einem neuen Look zu bewundern: Hier hat sie das Jedi-Outfit gegen die Uniform einer Fensterputzerin getauscht. Sie wirkt dynamisch und schafft es, ihrer stellenweise naiven, aber kämpferischen Heldin etwas Leben einzuhauchen (hinter der gewöhnlichen Reinigungskraft verbirgt sich eine ehemalige Spezialeinheit, um die Handlung irgendwie zu rechtfertigen).

Film „Cleaner“
Szene aus dem Film „Cleaner“

Ridley hängt überzeugend auf der Fensterputzplattform, wirft sarkastische Bemerkungen ein (obwohl ihr der Witz und die Aphorismen von John McClane fehlen) und verteilt Schläge an die Bösewichte (unter denen sich unerwartet Clive Owen befindet), ohne dabei zu vergessen, gelegentlich in den „menschlichen“ Modus zu wechseln: mal Angst haben, mal die Situation neu bewerten, mal an ihren Fähigkeiten zweifeln.

Besonders hervorzuheben sind die Antagonisten (ja, es gibt mehr als einen – und das sind nicht nur die Statisten im Hintergrund). Traditionell leiden die Bösewichte in solchen Geschichten unter dem Klischee „Gebäude/Flugzeug besetzen – Geld fordern – vom einsamen Helden abserviert werden“, aber hier haben die Drehbuchautoren beschlossen, die Handlung mit ein paar interessanten Wendungen zu verstärken. Der (zentrale, nicht nur nominelle) Bösewicht hat nicht nur Pistolen und Handlanger, sondern auch ein durchaus nachvollziehbares Ziel – ein antihumanistisches.

Die Entwicklung des Konflikts ist dennoch weitgehend vorhersehbar, aber die Motive beschränken sich nicht auf ein gedankenloses „Ich will eine Milliarde“, sondern sind gesättigt mit Gedanken darüber, dass der Mensch seinem Wesen nach eine zerstörerische Erscheinung für alles Umgebende ist.

Cleaner 2025
Szene aus dem Film „Cleaner“

Um es ohne unnötige Sentimentalität zusammenzufassen: „Cleaner“ ist ein recht solider B-Actionfilm, der kein neuer „Stirb langsam“ wird. In dieser Hinsicht ist er noch weiter entfernt als ein anderer kürzlicher ideologischer Nachfolger. Und die Versuche, den Film durch maximal unbeholfene feministische Motive (wie die absolute weibliche Solidarität zwischen der Polizeichefin und Ridleys Heldin) und eine Generation-Z-Präsentation (buchstäblich jede Minute passiert etwas im Bild, damit der Zuschauer ja nicht vom Bildschirm abgelenkt wird) zu modernisieren, verbessern die Situation nicht.

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Vitali Gizatullin
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Und ja, der Film zeigt natürlich Bescheidenheit in Ambitionen und Budget, und an manchen Stellen könnte man etwas Glanz vertragen – was ironisch ist, denn „Cleaner“ handelt ja gerade vom Ordnung schaffen. Doch gerade in seiner Einfachheit, Oldschool-Atmosphäre und ehrlichen „Kampf“-Stimmung wird der Film sein Publikum finden.

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