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Zum Valentinstag hat der Streamingdienst Apple TV+ seinen Fans ein großartiges Geschenk gemacht – einen rasanten Action-Thriller „The Gorge“, in dem die Helden Miles Teller und Anya Taylor-Joy geschickt mit Monstern und ihren Gefühlen füreinander umg...

Dem Scharfschützen Levi (Miles Teller), der einen psychologischen Test nicht bestanden hat, wird eine zweite Chance gegeben und er wird zu einer geheimen Mission eingeladen, um eine Schlucht zu bewachen. Zu seinen Aufgaben gehören routinemäßige Kontrollen des Geländes und der automatisierten Militärtechnik sowie monatliche Funkberichte. Auf der anderen Seite der Schlucht gibt es einen ähnlichen Wachturm mit einem eigenen Wächter, aber Kontakte zwischen ihnen sind streng verboten.

Diese Vertreterin der „östlichen“ Seite ist ein Mädchen namens Drasa (Anya Taylor-Joy erneut mit einem Hauch von russischem Akzent), eine nicht minder talentierte Scharfschützin. Eines schönen Abends beschließen sie, Kontakt aufzunehmen, da Drasa Geburtstag feiert. In derselben Nacht beginnen Monster aus der Schlucht zu kriechen, und die Wächter müssen ihre Kräfte bündeln, um die Außenwelt vor den Kreaturen zu schützen.

The Gorge Rezensionen
Szene aus dem Film „The Gorge“

Der Regisseur des Films, Scott Derrickson („Sinister“), gab in einem Interview zu, dass er sich bei der Entstehung des Films von Videospielen wie Until Dawn, The Last of Us und anderen inspirieren ließ. Und das ist sehr deutlich zu spüren. Sowohl im positiven als auch im negativen Sinne. Viele Episoden des Films erinnern tatsächlich an Level aus Videospielen – zuerst kommen schwächere Gegner, dann komplexere, actionreichere und dynamischere Episoden, es gibt sogar so etwas wie einen Bosskampf in einem engen Raum. Dadurch wirkt „The Gorge“ wirklich. In manchen Momenten entsteht sogar das Gefühl, dass es sich entweder um eine Verfilmung oder um einen neuen Ableger der Resident-Evil-Reihe handelt (zumal die Hintergrundgeschichte mit dem Auftauchen von Monstern in vielerlei Hinsicht ähnlich ist). Nur mit stilvollerer Optik und mehr Sentimentalität, da im Mittelpunkt der gesamten Erzählung die romantische Beziehung zwischen Levi und Drasa steht.

The Gorge Film
Szene aus dem Film „The Gorge“

Warum der Film auch an Videospiele erinnert – die Handlung. Trotz des gut durchdachten und in vielerlei Hinsicht originellen Konzepts (obwohl Fans von „Dawn of the Dead“ sofort ähnliche Episoden mit Fernkommunikation und Monstern „unter den Füßen“ wiedererkennen werden), leidet die Geschichte selbst unter Klischees und oberflächlichen Lösungen, wie in nicht sonderlich gut geschriebenen Spielen. Und genau dieser Teil ist dem Action-Teil deutlich unterlegen, wo die frechen Spinnen-Schädel mühelos die unklaren Tanzeinlagen der Figuren von Teller und Taylor-Joy in den Schatten stellen, wenn es darum geht, die Emotionen des Publikums anzusprechen. Apropos Klischees: Es ist sogar interessant, wie viele Augenbrauen die Szene mit Sigourney Weaver hochgezogen hat, die aus einem Hubschrauber steigt wie eine Bösewichtin aus den Actionfilmen der 80er und 90er Jahre.

The Gorge 2025
Szene aus dem Film „The Gorge“

Sobald jedoch die uninteressanten Dialoge Episoden weichen, in denen die Hauptfiguren durch lila Nebel (Verzeihung) waten und Scott Derrickson sich an seine Horror-Vergangenheit erinnert, fesselt der Film die Aufmerksamkeit an die Leinwand, so dass man sich nicht losreißen kann. Fügen Sie dazu den mitreißenden Soundtrack von Trent Reznor und Atticus Ross mit einer Prise klassischer Rock-Hits hinzu, und Sie erhalten eine solche Dosis Adrenalin, wie sie Marvel-Blockbuster und andere Hollywood-Fließbänder schon lange nicht mehr bieten.

Unterm Strich ist „The Gorge“ von Apple TV+ ein rasanter Action-Thriller, der hervorragend unterhält und stellenweise sogar die Nerven kitzelt. Und wenn man nichts Größeres von ihm verlangt, wird er garantiert eine Menge Emotionen liefern. Wenn man jedoch nach einer gewissen Tiefe sucht, findet man sie nur im Titel, aber nicht mehr.

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