
Ab dem 28. November läuft in Russland „Black Cab“, ein Horrorfilm, in dem Nick Frost erfolglos versucht, einen Bösewicht darzustellen.
Nach der Handlung des Films „Black Cab“ steigen Anne (Synnøve Karlsen) und Patrick (Luke Norris) nach einer Verlobungsankündigung unter Freunden und einem anschließenden Streit in ein Taxi. Im Auto sitzt klassischerweise ein gesprächiger Fahrer (Nick Frost), aber nicht nur ein Liebhaber von Smalltalk, sondern ein Mann mit eigenen Plänen für die Passagiere, denen eine lange und schwierige Nacht bevorsteht.

Die Lokalisierung des Titels kann aus mehreren Gründen in die Irre führen. Der Film, der im Original Black Cab heißt, hat weder mit dem erfolgreichen Horrorfilm (wo die Lokalisierung ebenfalls weit von der Wahrheit entfernt ist) noch mit Motiven der antiken griechischen Mythen zu tun. Nick Frost ist in diesem Film kein moderner Charon nach dem Vorbild von Kirill Kyaro aus der heimischen Serie „Passagiere“, und er transportiert natürlich keine Seelen irgendwohin.
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Open materialÜberhaupt reicht die Handlung nicht für einen abendfüllenden Film. Eher ist es eine Skizze für eine Horror-Anthologie oder eine Episode einer Serie über urbane Legenden. Hier eine Geisterautobahn, dort ein mysteriöser Fahrer und seine „Opfer“. Die Spannung wird die meiste Zeit nur durch die unklaren Motive von Frosts Figur aufrechterhalten, aber das ist erschreckend wenig.

Probleme hat der, nebenbei bemerkt, mittelmäßige Serienregisseur Bruce Goodison („Doctor Foster“) gleich zwei.
Erstens – fehlende Erfahrung und offensichtliches Unverständnis, wie Horrorfilme überhaupt funktionieren. So eine lächerliche und unpassende Verwendung von Jump-Scares gab es lange nicht in einem halbwegs beachtlichen Film. Dabei dienen sie nicht der Enthüllung der Geschichte: Die Heldin sieht „plötzlich“ einen Geist ohne ersichtlichen Grund, es wird nicht erklärt, nicht ausgespielt und ist nur durch die Wünsche der Macher bedingt. Und genauso funktionieren diese Einschübe nicht als Buh-Momente, weil sie genau in den Szenen auftauchen, in denen man sie erwartet.
Das zweite und größere Problem ist die entscheidende Besetzungsentscheidung. Nick Frost ist ein großartiger Schauspieler. Sein Charme und sein komödiantisches Talent stehen außer Frage. Aber diese Rolle passt überhaupt nicht zu ihm. Während die jüngste Performance von Hugh Grant mit der scharfen Verwandlung vom Romcom-Helden zum Horror-Bösewicht von allen gelobt wurde, gelang hier ein ähnlicher Trick nicht.
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Open materialEs gibt keine einzige Szene, in der man glaubt, dass Frosts Figur ein grausamer Antagonist sein könnte. Tatsächlich ist er kein Bösewicht, sondern ein Opfer der Umstände, aber bevor der Zuschauer das zusammen mit den unglücklichen Passagieren des schwarzen Taxis herausfindet, soll laut Regieplan diese geheimnisvolle Aura und die wachsende Spannung zwischen den Menschen im Auto herrschen.

So ist „Black Cab“ weder eine fesselnde Geistergeschichte noch ein Horrorfilm über einen wahnsinnigen Fahrer. Das Einzige, was dem Film gelungen ist, ist eine gute Atmosphäre einer endlosen Fahrt entlang nächtlicher Häuser, vorbei an fremden Träumen. Aber allein damit kommt man nicht weit.
Trailer:
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