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Auf dem Weg des Samurai gibt es viele Prüfungen, und das Anschauen des Films „Recht auf Links“ ist eine der schwierigsten.

Angefangen bei einem albernen Wortspiel im Titel („Recht auf Links“ – ein Triumph des Autorenwitzes, anders kann man es nicht nennen) bis hin zu einem völlig unverständlichen Einbau von Elementen der japanischen Kultur in die Handlung, stellt der Film von Garik Petrosjan (keine Witze über den Nachnamen) die Geduld des Zuschauers auf eine harte Probe. Wenn das die Absicht der Macher war, dann haben sie Erfolg gehabt. Wenn nicht, dann gibt es in diesem Text keine tröstenden Worte.

Im Mittelpunkt der Handlung von „Recht auf Links“ steht der erfolgreiche Anwalt und vorbildliche Familienvater Iwan (vielen bekannt aus „Trigger“ Roman Majakin). Er scherzt sogar vor Gericht, dass er zu den 20 % der Männer gehört, die ihre Frauen nicht betrügen. Aber vor Iwan, oder wie er hier genannt wird, „Iwanuschka“ (fragt nicht), stellt sich ein Dilemma (ja, ein Wortspiel im Stil der Autoren, ihr habt es richtig verstanden): Soll er mit seiner Assistentin, die gleichzeitig die beste Freundin seiner Frau ist, schlafen oder nicht?

Recht auf Links 2024
Standbild aus dem Film „Recht auf Links“

Damit beginnt die wirre Handlung des Films, in dessen Kaleidoskop ein abgefahrener Kosak mit lächerlich aufgeklebten Schnurrbärten, ein talentloser Anwalt, der einen Fall ohne Vorbereitung gegen seinen Gegner verliert, ein japanophiler Wachmann, der stereotyp auf Anime abfährt und durch den japanische Melodien und Sätze über Samurai im Film erklingen, ein philosophierender Großvater im Bus in der Person des legendären Sergej Schakurow, ein Mädchen, das gerne Ken-Puppen „hinrichtet“, ein untreuer Pianist, Jelena Borschtschowa, ein introvertierter Sexologe. Und so weiter und so fort.

Kein Wunder, dass der Film bei dieser Fülle an Vorgaben von Garik Petrosjan eher nicht als abendfüllender Spielfilm, sondern als eine Ansammlung von Sketchen geraten ist, die irgendwie zusammengeklebt wurden (okay, selbst der Schnurrbart der Figur von Wladimir Sytschew ist trotz aller „Abers“ verständlicher zusammengeklebt). Die Situation hätte bis zu einem gewissen Grad durch Humor gerettet werden können. Aber auf jeden gelungenen Gag (davon gibt es im Film ganze fünf) kommt hier eine Verunstaltung des Nachnamens der Hauptfigur. Stellt euch vor, der Nachname Konnikow ist nach Meinung der Autoren die Grundlage des Humors, ein regelrechtes Objekt des Spotts und der falschen Aussprache. Man kann ihn zum Beispiel als „Konjatina“ aussprechen. Wie der Autor eines der diesjährigen Haupthits vermachte: „Welche Fragen?“

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Standbild aus dem Film „Recht auf Links“

Aus allen Ecken des Films weht Infantilismus. Daher diese „Wanetschkas“, „Iwanuschkas“, „Aljonkas“ (es scheint, als hätten die Autoren noch nie gehört, wie 30-Jährige miteinander reden) in Kombination mit einem für erwachsene Menschen unangemessenen Verhalten. Ein Beispiel für eine anekdotische Situation: Eine der Heldinnen schläft mit einem begriffsstutzigen Kollegen, nur weil er gesagt hat, dass er Generaldirektor wird!

Die Farbkorrektur und die musikalische Untermalung in „Recht auf Links“ erinnern merkwürdigerweise nicht an einen Spielfilm, sondern an eine Hochzeitsaufnahme. Das ist auch verständlich, denn da gibt es ja auch den Streit zwischen Opa und Papa, unbeholfene Tänze des Bräutigams, Kinder als Begleitsänger... Da bleibt keine Zeit für professionelle Filme. Dabei haben die Leute in derselben Welt bereits gelernt, mit dem iPhone opulente Filme in Bezug auf Optik und Atmosphäre zu drehen.

Film Recht auf Links
Standbild aus dem Film „Recht auf Links“

Bei all dem hier gebotenen lokalen Bushidō gibt es praktisch keine Fragen an die Schauspieler. Sie retten sich, so gut sie können, spielen, wo es nichts zu spielen gibt, und versuchen, irgendwelche Besonderheiten der Figuren zu finden, an denen sie sich festhalten können. Und Roman Majakin glättet mit seinem Charisma den Unsinn, der auf der Leinwand passiert.

Nein, eine Frage an die Schauspieler gibt es doch: „Warum habt ihr da mitgemacht?“ Aber selbst Filmleute haben wahrscheinlich ein „Recht“ auf ihr „Links“ in Form von Dreharbeiten zu solchen Filmen, die man absolut niemandem, für nichts, niemals empfehlen kann (man kann es singen, das ist im Sinne des Films).

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