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„Beetlejuice Beetlejuice“ ist eine der unerwartetsten Fortsetzungen unter Tim Burtons Filmen (und einer seiner besten Filme der letzten Jahre). Und die Aussage, dass er noch nie so lebendig war – was er offensichtlich auch uns wünscht.

Im Finale von „Beetlejuice“ (1988) scheint Lydia Deetz (Winona Ryder) endlich auf ihre Weise ein wenig glücklicher und weniger einsam geworden zu sein. Aber die Jahre vergingen, und das Leben „passierte“ ihr: Die Ehe mit dem Vater ihrer Tochter Astrid (Jenna Ortega) endete mit einer Scheidung, und danach verschwand er auf einer Reise durch den Amazonas, woraufhin die so ähnliche Mutter und Tochter den Kontakt abbrachen.

Zu Beginn der Ereignisse der Fortsetzung ist Lydia die Moderatorin ihrer eigenen erfolgreichen Show über „Geisterhäuser“, trifft sich mit ihrem Produzenten, einem unterdrückenden Idioten und Gaslighter namens Rory (Justin Theroux), der mit psychologischen Phrasen und Begriffen um sich wirft wie ein selbsternannter Infoguru, und betäubt ihre Ängste mit Antidepressiva: Sie ist überzeugt, dass der Trickster-Dämon (Michael Keaton) aus der jenseitigen Welt, der sie vor über dreißig Jahren heiraten wollte, sie verfolgt. Nach dem plötzlichen Tod ihres Vaters (Jeffrey Jones) kommt die ganze Familie, einschließlich Lydias Stiefmutter, der zeitgenössischen Künstlerin Delia (Catherine O'Hara), die eine einflussreiche Besitzerin einer Multimedia-Galerie geworden ist, in der Stadt Winter River zur Beerdigung zusammen – in genau demselben Haus.

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Standbild aus dem Film „Beetlejuice Beetlejuice“

, der sein Dreamteam aus fast allen Schauspielern des Originalfilms, der neuen Muse Jenna Ortega, den Drehbuchautoren seines Netflix-Superhits „Wednesday“ (und verstärkte das „Drehbuchzimmer“ mit Seth Grahame-Smith) nicht nur als Regisseur, sondern auch als verliebter Mann auftritt: Die Ex-Frau von Beetlejuice, die Figur von Burtons Freundin Monica Bellucci namens Delores, hat einen effektvollsten „Auftritt“, der an Sally aus „Nightmare Before Christmas“ von Henry Selick und „Death Becomes Her“ von Robert Zemeckis erinnert, eine wunderschöne Schwarz-Weiß-Szene über ihre Beziehung zu Beetlejuice wurde in Monicas Muttersprache Italienisch gedreht, und insgesamt schwelgt die Kamera in jeder Einstellung in ihr. Und natürlich ist dies einer der berührendsten Teile des Films, der einen gar nicht erst darüber nachdenken lässt, wie notwendig Delores für die Handlung ist – wer sind wir, um mit solchen Gefühlen zu streiten, und ist es möglich, darauf zu verzichten, noch einmal eine der schönsten Frauen der Welt zu sehen?

Die 10 besten Filme von Tim Burton nach Meinung der Redaktion von „After Credits“
Roman Kovalev
Die 10 besten Filme von Tim Burton nach Meinung der Redaktion von „After Credits“

Während auf Netflix Rekord um Rekord von Tim Burtons Serie „Wednesday“ gebrochen wird, haben wir im Team beschlossen, die 10 besten Projekte des Meisters des gotischen und unkonventionellen Kinos auszuwählen.

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„Beetlejuice Beetlejuice“ 2024
Standbild aus dem Film „Beetlejuice Beetlejuice“

Ebenfalls vorhanden:

  • die Geschichte von Astrids Teenager-Verliebtheit in einen mysteriösen Jungen (Arthur Conti) mit einem Exemplar von „Schuld und Sühne“, der genauso unverstanden und einsam zu sein scheint wie sie;
  • die wahnsinnig lustige Handlungslinie von Wolf Jackson (Willem Dafoe) – zu Lebzeiten war er ein berühmter Hollywood-Schauspieler, und nach einem Unfall am Filmset wurde er Detektiv im Jenseits und sorgt für Ordnung;
  • das Durchbrechen der „vierten Wand“;
  • Witze, die „Disney“, Blogger und zeitgenössische Kunst aufs Korn nehmen;
  • eine unendliche Menge handgefertigter Kulissen;
  • Stop-Motion-Animation;
  • wunderschöne Kostüme und Masken, geschaffen unter der Leitung der Künstlerin Colleen Atwood, mit der Tim Burton seine besten Werke gedreht hat.

Standbild aus dem Film „Beetlejuice Beetlejuice“
Standbild aus dem Film „Beetlejuice Beetlejuice“

Diese Rückkehr in die unebene, verrückte, schöne und anziehende Welt des Visionär-Regisseurs, der so vielen Menschen die Liebe zur Gotik, zum Makabren und zum schwarzen Humor eingeimpft hat, fühlt sich genau so an, wie sie sein sollte. Und wenn die ewige Ruhe wie ein Soul Train ist (ein wunderbares Wortspiel der Autoren – im Jenseits verkehrt ein „Seelenzug“, inspiriert von der gleichnamigen amerikanischen Musiksendung, in der Künstler der Genres Rhythm and Blues, Soul und Hip-Hop auftraten) und die Liebe wie das Lied MacArthur Park, dann braucht man weder das Sterben noch das Leben zu fürchten.

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