
«Mit dem Flugzeug, dem Zug, dem Auto» oder vielleicht «Locken-Sue»? Wir sprechen über Familienfilme, die John Hughes so beliebt gemacht haben
John Hughes wurde zum Botschafter des Teenagerkinos. Er lehrte das Publikum, Jugendliche so zu sehen, wie sie sind, ohne Anstößigkeit und Übertreibungen. Doch den Kultstatus erlangte der Regisseur nicht nur durch Filme wie "Der Frühstücksclub" und andere, sondern auch durch Familienfilme. In seiner Filmografie gibt es viele weitere bedeutende Werke. In diesem Material werfen wir einen Blick auf die "Nicht-Teenager-Phase" des Regisseurs. Es gibt definitiv viel zu sehen!
Verfilmung von "Emma", politische Satire, Lindsay Lohans beste Rolle und vieles mehr in unserer Liste der besten Schulkomödien der Geschichte.
Abrir materialTrotz des Erfolgs des Teenagerkinos entschloss sich Hughes, sich davon zu lösen und sich auf Werke für ein erwachsenes und familiäres Publikum zu konzentrieren. Nach einiger Zeit erschien der Film "Mit dem Flugzeug, dem Zug, dem Auto" (1987), die erste Erwachsenenkomödie des Regisseurs.
«Mit dem Flugzeug, dem Zug, dem Auto»
Eine einfache Geschichte über zwei völlig unterschiedliche Menschen. Neal Page (Steve Martin) muss von New York nach Chicago reisen und es rechtzeitig zu Thanksgiving schaffen. Doch wie es der Zufall will, läuft alles schief! In der Stadt ist kein Taxi zu bekommen, im Flugzeug muss er statt Business Class in der Economy sitzen, und dann mischt sich auch noch ein aufdringlicher neuer Bekannter in alles ein.
Es scheint, als wäre alles gegen Neal. Um nach Hause zu kommen, muss der Held mit seinem neuen Bekannten Del Griffith (John Candy) reisen und viele Male umsteigen. Laut John Hughes basiert die Situation auf seinen eigenen Erfahrungen, aber es ist gut möglich, dass der Regisseur das nur so dahingesagt hat.
Der Film ist im Genre Dramödie gehalten und zeigt absurde und lustige Situationen, die die Helden in schwierige Lagen bringen. Im Laufe der beschwerlichen Reise offenbart sich ihre innere Welt voller Zweifel und Schmerz, den sie zu verbergen suchen. Eine lustige, herzliche, manchmal traurige Geschichte mit verdientem Kultstatus.
Der Film war das erste Regiewerk, das nicht von Teenagern handelte. Danach begann John Hughes, Geschichten für ein erwachsenes Publikum zu erzählen.
«Sie bekommt ein Kind»
Generationen wechseln, die früheren Zuschauer werden erwachsen. John Hughes schuf einen Film über erwachsen gewordene Teenager. Es geht nicht mehr um Kinder, sondern um diejenigen, die gerade ins Erwachsenenleben eingetreten sind und mit neuen Problemen konfrontiert werden. Eine einfache Geschichte eines Menschen, der nicht bereit ist, seine Freiheit zu verlieren und in den Alltagstrott zu verfallen. Neue Rasenmähermodelle, ständige Fragen nach Enkeln. Ist das, was du vom Erwachsenwerden erwartest?
Auf seiner eigenen Hochzeit ist Jake (Kevin Bacon) sich nicht sicher, ob die Entscheidung richtig ist. Soll er heiraten? Wird er in der Ehe glücklich sein? Die Fragen plagen den Helden die ganze Zeit, und die Fantasie ist das Einzige, was ihn von der Routine und den Familienproblemen ablenken kann.
Für viele Fans wurde "Sie bekommt ein Kind" zu einem der schlechtesten Werke des Regisseurs. Der Film ist untypisch, er enthält wenig von Hughes selbst und der Einfachheit und Naivität, die man von ihm erwartet.
Die Geschichte endet mit der Geburt von Kristys (Elizabeth McGovern) Kind. Die letzte Szene ist emotional schwer und ehrlich, offen und ohne Beschönigung zeigt sie Jakes wahre Gefühle. In diesem Moment erkennt der Held, dass er auf der Hochzeit die richtige Entscheidung getroffen hat. Definitiv der stärkste Moment des Films!
Das Werk ist eine wichtige Erfahrung für John Hughes, es wäre nicht überraschend, wenn sich herausstellte, dass die Geschichte von persönlichen Erlebnissen inspiriert ist.
«Locken-Sue»
Hughes' letzte Regiearbeit war der Film "Locken-Sue". Bill (James Belushi) und Susan (Alison Porter) leben auf der Straße und begehen kleine Gaunereien – nichts Illegales.
Eines Tages fällt ihr Blick auf eine erfolgreiche Frau, die leicht in eine Falle tappt. Es scheint, als würde sich das Leben zum Besseren wenden, denn aus Schuldgefühlen nimmt Gray (Kelly Lynch) Sue und ihren Vater bei sich auf. Alles wird wie im Märchen, bis neue Probleme auftauchen.
Der Film wurde als "Weihnachtsgeschichte" konzipiert, in der alle Wunder möglich sind. Aber auch wenn er nicht in den Top-Listen der "besten Weihnachtsfilme" steht, ist er definitiv sehenswert. Eine herzliche Geschichte, in der Platz für ein wenig Magie ist. "Locken-Sue" kann lehren, nicht zu verzweifeln und die Hände nicht hängen zu lassen, denn selbst in den dunkelsten Situationen kann man Licht finden.
John Hughes verlässt den Regiestuhl und widmet sich ganz dem Drehbuchschreiben. Dadurch entstehen aus seiner Feder "Kevin – Allein zu Haus", "Beethoven" und viele andere beliebte Filme.
Wir haben versucht, den Regisseur von einer anderen Seite zu zeigen. Der Spaßvogel und Komiker, der Familienmensch und das erwachsene Kind. Das alles ist John Hughes, dessen Werk nicht mit Teenagerfilmen endet!
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