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Am 1. August startet auf KION die Serie „Sie ist so klasse“, die bereits auf dem Festival „Pilot“ mit einem Preis für die beste schauspielerische Leistung ausgezeichnet wurde. Wir erzählen, warum Lew Zulkarnajew die Fachjury so überzeugt hat und waru...

„Sie ist so klasse“, sagt Ljonja (Lew Zulkarnajew), während er eine Schauspielerin aus Erwachsenenfilmen bei Artjom ( ) besucht, der sich freiwillig gemeldet hat, auf seinen autistischen Nachbarn aufzupassen. Er tat dies, um seiner Freundin zu beweisen, dass er als Erwachsener Verantwortung übernehmen kann. Eine Reihe komischer Situationen, und schon besteht Ljonja darauf, nach Sankt Petersburg zu genau dieser Freundin zu fahren, und Artjom bleibt nichts anderes übrig, als sich auf dieses Abenteuer einzulassen.

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Roman Kowaljow
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Im russischen Kino findet ein aktiver Generationswechsel statt, neue Namen und Gesichter tauchen am Horizont auf, die man jetzt im Auge behalten sollte.

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Serie „Sie ist so klasse“
Szene aus der Serie „Sie ist so klasse“

Unterwegs schließen sich ihnen Artjoms Freunde an, die, wie sie glauben, den plötzlich aufgetauchten Vater eines der Jungs getötet haben. In dieser Zusammensetzung verlassen sie ihre Heimatstadt und werden wahrscheinlich den gesamten Weg der Helden von Coming-of-Age-Geschichten durchlaufen.

Auf dem 6. Serienfestival „Pilot“, bei dem Streamingdienste und Fernsehsender Pilotfolgen ihrer Neuheiten zeigen, erregte „Sie ist so klasse“ Aufmerksamkeit durch eine leichte und dynamische Geschichte (Roadmovie ist in unseren Breiten immer noch nicht der häufigste Gast) und das brillante Spiel von Lew Zulkarnajew. Für die Rolle eines jungen Mannes mit Autismus-Spektrum-Störung erhielt er die Auszeichnung „Bester Schauspieler“. Und schon nach der ersten Folge ist klar, warum.

Nach den Erzählungen von Lew selbst war er bei der Vorbereitung auf die Rolle als Freiwilliger tätig und beobachtete aufmerksam die Schützlinge von Stiftungen, um deren Reaktionen auf verschiedene Handlungen und Ereignisse zu bemerken. Sein Bild des klugen und neugierigen Ljonja (er erzählt ständig von dem, was er im Internet gelesen hat) kann man getrost zu den einprägsamen „besonderen“ Bildschirmhelden zählen, darunter Dustin Hoffman aus „Rain Man“, Freddie Highmore aus „The Good Doctor“, Keir Gilchrist aus „Atypical“ usw. Er wirkt schmerzhaft überzeugend und authentisch in seiner Rolle.

Sie ist so klasse 2024
Szene aus der Serie „Sie ist so klasse“

Was die Geschichte selbst betrifft, so macht gerade das Vorhandensein inklusiver Motive sie interessanter, als sie tatsächlich ist.

Der Einstieg von „Sie ist so klasse“ ähnelt in vielerlei Hinsicht dem heimischen Indie-Hit „Kitoboi“, in dem sich der Hauptheld ebenfalls in einen Pornostar verliebte und davon träumte, sie zu treffen.

In der Pilotfolge werden stereotype Charaktere grob skizziert – vom Haupthelden, einem klassischen Taugenichts mit infantilem Charakter, bis zur Mutter mit Hyperprotektionssyndrom (wenn auch aus verständlichem Grund). Durch diese Wiedererkennbarkeit der Typen wollen die Autoren wahrscheinlich beim Publikum ein Gefühl der Anteilnahme erreichen. Und da offensichtlich ist, dass die Serie auf Volkshits abzielt (Hinterhofmotive von den ersten Sekunden an, ländliches Ambiente – solche Elemente werden nur diejenigen nicht ansprechen, die nie in Russland gelebt haben), ist dies ein kluger Drehbuchschachzug.

Somit ist „Sie ist so klasse“ ein solide gemachtes Roadmovie mit großartigen schauspielerischen Leistungen, das es sich zur Aufgabe gemacht hat, das Publikum mit Abenteuern zu unterhalten und gleichzeitig ein für die Gesellschaft wichtiges Thema zu beleuchten, über das nicht besonders gern gesprochen wird. Und am Start gelingt das ganz ordentlich.

Die exklusive Premiere der Serie findet am 1. August im Online-Kino KION statt.

Trailer: