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Sie füttert Sie lächelnd einem Alligator oder zwingt Sie, Ihr eigenes Double zu verprügeln – hier ist eine Auswahl von Bildern der „Scream Queen“ Mia Goth.

In russischen Kinos läuft „MaXXXine“ – das finale Kapitel der ungewöhnlichen Horror-Trilogie von Ti West. Aus diesem Anlass erinnern wir an die besten Rollen in der Karriere des Hauptstars des Films – der außergewöhnlich vielseitigen Schauspielerin Mia Goth.

„The Survivalist“

Standbild aus dem Film „The Survivalist“
Standbild aus dem Film „The Survivalist“

Dieser von der Kritik gefeierte Thriller des Regisseurs ist in unseren Breiten nicht besonders bekannt. In diesem schonungslosen Slow-Burner in postapokalyptischem Setting schließen zwei Frauen, die sich als Mutter und Tochter ausgeben, einen Deal mit einem Überlebenskünstler: Er gibt einen Teil seiner Ernte ab im Austausch für sexuellen Kontakt mit der Letzteren, die von Mia Goth gespielt wird. Der Film widmet sich den schwierigen Entscheidungen von Menschen in extremen Situationen und kann mit seiner Kompromisslosigkeit schockieren.

Die Rolle in „The Survivalist“ brachte Mia Goth ihre erste Nominierung ein – für das beste Debüt bei den British Independent Film Awards.

„A Cure for Wellness“

Standbild aus dem Film „A Cure for Wellness“
Standbild aus dem Film „A Cure for Wellness“

In Gore Verbinskis Mystery-Thriller nimmt Mia Goths Figur eine zentrale Rolle in der Geschichte ein. Der Schauspielerin gelingt es hervorragend, die Rolle der Hannah auf der Leinwand zu verkörpern, indem sie in diesem Bild Unschuld, Naivität, eine gewisse geistige und physiologische Verlangsamung und gleichzeitig eine solche Anziehungskraft vereint, dass sogar der Protagonist, gespielt von Dane DeHaan, von erotischen Fantasien mit ihr heimgesucht wird.

Und natürlich darf man hier nicht das titelgebende Musikthema von Hannah mit dem durchdringenden weiblichen Gesang vergessen. Der Soundtrack von Komponist Benjamin Wallfisch wurde nicht nur zum Markenzeichen des Films, sondern ergänzte auch organisch das Bild von Mia Goths Figur.

„Suspiria“

Standbild aus dem Film „Suspiria“
Standbild aus dem Film „Suspiria“

Luca Guadagninos Arthouse-Horror wird von vielen als persönliche Performance von Tilda Swinton angesehen, die auf der Leinwand gleich drei Figuren verkörpert, von denen eine auch noch männlich ist. Dennoch blieben weder Dakota Johnson noch Mia Goth im Schatten des Ruhms. Letzterer wurde die Rolle der Sara Sims anvertraut – eines freundlichen und lebensfrohen Mädchens, einer Schülerin der Ballettschule Tanz, die zusammen mit der Neuen aus Amerika das dunkle Geheimnis der Einrichtung entdecken muss.

Wohl die eindrucksvollste Episode des Films (abgesehen natürlich vom Albtraum eines jeden Zuschauers – dem Tanz im Spiegelzimmer) ist mit Goths Figur verbunden, als diese mit gebrochenem Bein und glasigen Augen während der Aufführung von „Volk“ zur Truppe stößt. Wie die Schauspielerin später in Interviews zugab, fiel ihr die Vorbereitung auf „Suspiria“ nicht leicht: Die fast täglichen Tanzproben dauerten manchmal bis zu 10 Stunden.

„The Secret of Marrowbone“

Standbild aus dem Film „The Secret of Marrowbone“
Standbild aus dem Film „The Secret of Marrowbone“

Dieser kontroverse Horrorfilm vereinte unter seinem Dach gleich vier zukünftige Hollywood-Stars, auch wenn er für sie alle kein wegweisendes Karriereprojekt wurde. In dem Film spielten Charlie Heaton („Stranger Things“), George MacKay („1917“), Anya Taylor-Joy („Das Damengambit“, „Furiosa“) und eben Mia Goth, die hier Jane aus der Familie Marrowbone spielt – demütig, ausgeglichen und bereit, im Notfall die Verantwortung für die Brüder zu übernehmen. Wohl die ungewöhnlichste Rolle in der Filmografie der Schauspielerin.

„Infinity Pool“

Standbild aus dem Film „Infinity Pool“
Standbild aus dem Film „Infinity Pool“

Mia Goth bekam die Rolle der Gabi, einer exzentrischen reichen Psychopathin, die die Hauptbesonderheit eines Urlaubs auf der Insel La Tolqa voll ausnutzt – die Möglichkeit, einer Bestrafung für jedes Verbrechen zu entgehen, indem man seinen eigenen Klon opfert. Hier verkörpert die Schauspielerin ein für ihre Filmografie vertrauteres Bild. Dennoch wirkt sie in dieser Rolle am authentischsten und stiehlt daher jede Szene mit ihrem Auftritt.

Gefilterter Cronenberg: Rezension zum Horrorfilm „Infinity Pool“
Wladimir Rostowski
Gefilterter Cronenberg: Rezension zum Horrorfilm „Infinity Pool“

Brandon Cronenberg lässt einen erfolglosen Schriftsteller in die innere Dunkelheit eintauchen in dem beunruhigenden und faszinierenden Horrorfilm „Infinity Pool“.

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„X“ und „Pearl“

Und schließlich das wohl größte schauspielerische Opus Magnum von Mia Goth – Pearl aus den Filmen und dem gleichnamigen Prequel desselben Jahres.

Lustig, schwungvoll: Über Ti Wests Film „X“
Roman Kowaljow
Lustig, schwungvoll: Über Ti Wests Film „X“

Der Film „X“ ist wie eine Kreuzung aus „Deep Throat“ und „The Texas Chainsaw Massacre“, begleitet von einem filmischen Metakommentar. Das Ergebnis ist etwas Sexuelles, Brutales, Lustiges...

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Standbild aus dem Film „X“
Standbild aus dem Film „X“

Im ersten Film spielte die Schauspielerin gleich zwei Heldinnen – die ambitionierte Pornodarstellerin Maxine Minks und eine ältere Sadistin mit erotischen Neigungen, auf deren Farm die Filmcrew Halt macht. Man kann sich kaum vorstellen, wie verblüfft alle waren, als sie erfuhren, dass die hübsche Mia Goth, die selbst mit 28 Jahren noch wie ein Teenager-Mädchen aussieht, so grundverschiedene, mit ihrem Image unvereinbare Figuren gespielt hat.

Standbild aus dem Film „Pearl“
Standbild aus dem Film „Pearl“

Aber als wahres Meisterwerk, geradezu als Perle ihrer Karriere (Wortspiel!) kann man ihre Performance in der komödiantischen Slasher-Fortsetzung bezeichnen, die die Vergangenheit der Antagonistin aus dem Originalfilm erzählt. Gerade Mia Goths schauspielerische Leistung macht den Film zu einem zukünftigen Klassiker des Genres. Was macht ihre Figur dort nicht alles! Der Drang, allem Lebendigen Schmerz zuzufügen, ähnlich dem von Trier’s Jack, und ihr romantisierter, fast kindlicher Blick auf Hollywood und die Popkultur rufen aus irgendeinem Grund keine Dissonanz hervor, sondern ergänzen sich im Gegenteil hervorragend.

Die 10 besten Horrorfilme des Jahres 2022 laut der Redaktion von „Nach dem Abspann“
Roman Kowaljow
Die 10 besten Horrorfilme des Jahres 2022 laut der Redaktion von „Nach dem Abspann“

Außerirdische Invasion, Albtraum im gemieteten Haus, Massenmord am Set eines Pornos – das und vieles mehr in der Liste der wichtigsten Horrorfilme des Jahres 2022.

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Wie verrückt Maxine Minks ist, kann man bereits am Ende von „X“ erkennen, wo sie für die Zuschauer unerwartet eine außergewöhnliche Grausamkeit gegenüber den Antagonisten zeigt. Und endgültig überzeugen kann man sich davon, indem man sich den neuen Teil von Ti Wests Slasher-Universum im Kino ansieht.