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Jesse Eisenberg und Riley Keough in Schneemenschen-Kostümen in einer dialogfreien Cringe-Komödie der Macher der Serie «The Curse». Und für die Produktion dieser ganzen Pracht zeichnete nicht weniger als Ari Aster verantwortlich. Wie verrückt «Zotteli...

Die Handlung umfasst das Leben einer Gruppe von Bigfoots über ein Jahr. Allerdings glaubt man mit jedem weiteren Jahreszeitenwechsel immer weniger daran, dass dieser kleine Stamm die berüchtigte natürliche Auslese nach Darwin überleben und überhaupt als Art bestehen wird. Die Schneemenschen selbst werden von Jesse Eisenberg, Riley Keough und einem der Regisseure des Films, Nathan Zellner, gespielt.

Eine eigentliche Handlung gibt es in dem Film nicht. Es ist eher eine Ansammlung absurder Sketche, die durch zwei gemeinsame Linien zusammengehalten werden: die Schwangerschaft von Keoughs Figur und das allmähliche Vordringen der menschlichen Zivilisation in das Land der Bigfoots. Dem Zuschauer wird klar, dass die Figuren überhaupt nicht an die Welt der Menschen angepasst sind, nicht einmal an ihre eigene natürliche Welt – sie sind äußerst dumm, weshalb ihre Population rapide abnimmt. Zum Beispiel frisst sich einer der Helden mit halluzinogenen Pilzen voll und beschließt, einen ungleichen Kampf mit einem Puma zu führen, während seine Artgenossen das Tier vertreiben, indem sie Steine auf den Körper des Artgenossen werfen. Im Original heißt der Film „The Decline of the Snowman“, was im Grunde dem Inhalt entspricht.

Standbild aus dem Film
Standbild aus dem Film «Zottelige Vorfahren»

Der Film wurde nach dem Prinzip „so schlecht, dass es schon wieder gut ist“ gemacht, aber meiner Meinung nach ist er einfach schlecht geworden. „Zottelige Vorfahren“ sollte man wahrscheinlich als bewusst trashigen Film verstehen, der einen Fremdscham-Anfall auslöst, und nicht ernst nehmen. Aber selbst wenn man den ganzen Fäkalhumor, die Episode auf der Straße und die äußerst naturalistische Geburtsszene beiseite lässt, verliert das Werk der Zellner-Brüder in allen Aspekten gegen andere dialogfreie Sketch-Komödien. Vor kurzem wurde im Rahmen des Programms „Wilde Nächte“ auf dem Moskauer Internationalen Filmfestival „Hundert Biber“ gezeigt. Diese Slapstick-Komödie im Stil der Stummfilme mit Charlie Chaplin und der Benny-Hill-Show ist um einiges lustiger und einfallsreicher als „Zottelige Vorfahren“, allein schon durch die gewählte visuelle Erzählform. Und die Humordichte ist dort auch höher.

Dennoch hat die Neuerscheinung einen unbestreitbaren Vorzug: Der Film der Zellner-Brüder kann zeitweise als Attraktion ästhetischer Betrachtung gelten. Die Landschaften der kalifornischen Natur wirken unglaublich faszinierend, unterstützt durch gute Kameraführung. Und der Soundtrack der Psychedelic-Band The Octopus Project vereint Anklänge sowohl an einen abenteuerlichen Roadmovie für die ganze Familie als auch an eine surreale Farce. Auch das Schlussstück The Creatures of Nature, das Riley Keough selbst singt, ist an sich recht berührend.

Standbild aus dem Film
Standbild aus dem Film «Zottelige Vorfahren»

„Zottelige Vorfahren“ hätte als dreiminütiger Comedy-Einlage in einer Saturday Night Live-Show gut ausgesehen, aber sicher nicht als abendfüllender Film. Nach dem Anschauen bleiben mir nur zwei Fragen. Wie haben sich der Botschafter des intellektuellen Horrors Ari Aster und die Hauptdarsteller hier eingefügt? Und wie lebt man weiter nach der Szene, in der die Helden eine asphaltierte Straße finden und beschließen, ihr Revier zu markieren?

Trailer: