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Nach dem Kinostart hat das Regiedebüt von Chris Pine auch die heimischen Streamingdienste Okko und Ivi erreicht. Warum Pine besser in der Rolle des Schauspielers bleiben sollte – in unserer Rezension.

Im Mittelpunkt der Handlung des Films „Poolman“ steht der Stadtaktivist Darren (Chris Pine), der sich durch seine Eskapaden bei Anhörungen und seinen Lebensstil den Ruf eines Stadtverrückten erworben hat. Täglich schreibt er Briefe an die bekannte Menschenrechtsaktivistin Erin Brockovich, meditiert ausgiebig und besucht einen Psychoanalytiker, um seine Träume zu deuten. Eines Tages bittet die neue Assistentin seines langjährigen Gegners aus dem Stadtrat (DeWanda Wise) Brian um Hilfe und schlägt vor, diesen gemeinsam zu überführen.

Szene aus dem Film "Poolman"
Szene aus dem Film „Poolman“

„Poolman“ ist in gewisser Hinsicht ein einzigartiger Film, denn es gibt nichts darin, was den Zuschauer fesseln oder begeistern könnte. Die von Pine auf der Leinwand verkörperte und von ihm gemeinsam mit Ian Gotler erdachte Figur ist eine schamlose Kopie mehrerer bekannter Filmhelden – vom Dude aus „The Big Lebowski“ bis zum Moon Dog aus „The Beach Bum“. Stilistisch erinnert der Film an „Waldo“ mit Charlie Hunnam, da er sich als altmodischer Noir in der Kulisse des sonnigen LA ausgibt, ihm aber inhaltlich unterlegen ist, insbesondere im detektivischen Teil.

Brian, der die Rolle des Privatdetektivs übernimmt, erweist sich auch hier als offensichtlicher Versager, der immer wieder die Spur verliert und falsche Schlussfolgerungen zieht. Unterm Strich beobachtet der Zuschauer über hundert Minuten lang die fast sinnlosen Wanderungen eines erwachsenen Infantilen, der sich sehr gerne als Held von Roman Polanskis „Chinatown“ sieht.

Ist das interessant anzusehen? Ganz klar „Nein“! Die Korruptionsverschwörung lokaler Beamter und der Bauoligarchie existiert irgendwo am Rande der Geschichte, und die Laufzeit wird mit größtenteils unnötigen Szenen verschwendet. Das Einzige, was diese ziemlich langweilige Handlung etwas auflockert, ist der Nebenplot der Figuren, gespielt von Danny DeVito, Annette Bening und John Ortiz. Man kann nicht sagen, dass sie mit ihrem Auftritt Szenen stehlen, aber der Großteil der wirklich amüsanten Momente ist ihren Figuren zu verdanken.

Szene aus dem Film "Poolman"
Szene aus dem Film „Poolman“

„Poolman“ ist eine sehr schwache Arbeit, die absolut keinen Wert darstellt – weder als Noir, noch als Detektivgeschichte, noch als Komödie, da sie in allen Bereichen versagt. In der Regel bemühen sich Schauspieler, die ins Regiefach wechseln, sich darin zu beweisen. Der Debütfilm des Stars aus „Star Trek“ und „Wonder Woman“ wirkt äußerst schlampig und unreif. Und es ist unwahrscheinlich, dass irgendjemand von den Zuschauern den Eindruck hat, dass es sich um ein zutiefst persönliches Projekt handelt. In diesem Fall ist unklar, warum Pine überhaupt diesen unnötigen Abklatsch drehen musste. Seine Filmografie wird er damit sicherlich nicht bereichern.

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