
Ab dem 9. Mai kann man auf der großen Leinwand „Daaaaaali!“ und mehrere Verkörperungen des berühmtesten Surrealisten aller Zeiten, Salvador Dalí, sehen. Regisseur Quentin Dupieux (alias Mr Oizo) ist in letzter Zeit sehr produktiv und bringt mindesten...
Ein weißer Flügel eröffnet und schließt den Film „Daaaaaali!“ (nicht im Gebüsch, aber mit einer Tanne, die durch ein Loch in der Mitte des Instruments zur Sonne strebt). Aus dem Flügel fließt Wasser, wie die Rede eines Priesters, der seinen Traum erzählt, in dem er jedes Mal von einem Cowboy getötet wird.
Ein unaufhörlicher Traum wie ein endloses TV-Interview, in dem Dalí seine unendlichen Korrekturen vornimmt oder ununterbrochen ablehnt und dann doch zustimmt, daran teilzunehmen, aber nur, wenn es die größte und monströseste Kamera der Welt ist.

Den exzentrischen Künstler begleitet eine unauffällige (ihren eigenen Worten nach) junge Journalistin Judith (Anaïs Demoustier). Sie selbst sagt, sie sei Apothekerin gewesen, aber ihr Produzent (Romain Duris) nennt sie beharrlich eine Bäckerin. Überhaupt entsteht der Eindruck, dass in dem Film alle außer der Hauptfigur einen Knall haben, aber auch sie gerät unter den Einfluss des Absurden, einfach weil der Regisseur es so will.
Man sollte meinen, dass diese absurde Geschichte zu keinem anderen Werk von Dupieux besser passt, aber in Wirklichkeit ist der Film ziemlich langweilig ausgefallen, obwohl er stilistisch seinen früheren Filmen in nichts nachsteht.

Dalí erscheint dem Publikum in verschiedenen Altersstufen, wobei jeder Schauspieler die unnachahmliche Exzentrik des Künstlers bewahren konnte. Den Film sollte man besser im Original sehen – man kann den Akzent hören, der der Figur noch mehr Komik verleiht und ihren schwierigen, in gewisser Weise snobistischen Charakter unterstreicht.
Der Schnurrbart und der unverwechselbare Blick treten hier praktisch als eigenständige Helden auf, die den Flügel ersetzen oder zu Figuren im unaufhörlichen Traum des Priesters werden könnten. Die Handlung basiert auf der Endlosschleife dieses Traums und des Interviews, und jede neue Runde ermüdet nur. Am Ende enden in diesem Film sowohl der Traum als auch das Interview und die Geduld des Zuschauers.
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