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Am 8. Mai kommt der Animationsfilm „Mars Express“ des französischen Regisseurs Jérémie Périn („Der letzte Mensch“) in die Kinos, der darüber nachdenkt, ob Androiden und Menschen zusammen existieren können und ob es cool auf dem Mars ist.

Im Film „Mars Express“ stellt sich nicht mehr die Frage, ob Androiden fühlen können wie Menschen. Offensichtlich können sie das. In der Zukunft hat die Menschheit bereits den fernen Mars besiedelt. Dort spielen sich die Hauptereignisse ab.

Die Hauptfiguren – die Detektivin Aline Ruby und ihr Androiden-Partner Carlos Rivera – fangen eine Studentin und Hackerin, die das Kontrollsystem der Androiden geknackt hat. Diese besitzen nun einen freien Willen und können tun, was sie wollen, ungeachtet der von Asimov formulierten Gesetze der Robotik.

Mars Express 2024
Szene aus dem Film „Mars Express“

Jeder der Charaktere hat eine persönliche Tragödie: Aline ist auf Entzug, weil sie alkoholabhängig ist, und Carlos ist sogar gestorben, aber sein Bewusstsein lebt nun in einem Roboter alten Modells, dem nicht genug Speicher für Updates zur Verfügung steht. Carlos möchte die verlorene Verbindung zu seiner Ex-Frau und seiner kleinen Tochter wiederherstellen, während Aline gegen ihre inneren Dämonen kämpft.

Bemerkenswert ist, dass der Zuschauer in „Mars Express“ Anspielungen auf klassische Filme über künstliche Intelligenz erkennen kann: „RoboCop“, „Terminator“, „Ghost in the Shell“. Allerdings hat der Film auch seine eigenen charmanten Helden, die sich durch ein ungewöhnliches Aussehen oder eine Handlungslinie abheben. Zum Beispiel die goldene Einhorn-Frau, die im gesamten Film nur ein paar Zeilen spricht, aber für immer im Gedächtnis bleibt. Man wünschte sich, dass eine solche Figur eine eigene Handlungslinie hätte.

Szene aus dem Film „Mars Express“
Szene aus dem Film „Mars Express“

Übrigens, die Einhorn-Frau ist zwar auffällig, aber nicht die einzige Vertreterin einer sexuell objektivierten Heldin. Auf dem Mars gibt es ein eigenes „Rotlichtviertel“, in dem die Sexarbeiter ausschließlich Androiden sind (Hallo „A.I. – Künstliche Intelligenz“). Dem ist eine ganze Episode gewidmet, in der Platz für eine Frau mit drei Brüsten („Die totale Erinnerung – Total Recall“) oder Roboter aus „Westworld“ wäre. Für diese Szene kann man dem Film die stellenweise schematische Zeichnung verzeihen, die manchmal nervt und nicht vollständig genießen lässt.

Aline und Carlos suchen die junge Hackerin, aber ihre Motive sind nicht nur von ihrer persönlichen Geschichte bestimmt. In „Mars Express“ wird die Geburtsstunde von Lebewesen mit Roboterbewusstsein gezeigt, das, wie wir wissen, sich nun nicht mehr von menschlichem unterscheidet.

Mars Express ansehen
Szene aus dem Film „Mars Express“

Die Helden verlieren und finden, was sie suchen, aber der Höhepunkt ist die Frage, ob Menschen und Androiden im selben Raum koexistieren können? Die Antwort ist offensichtlich und sehr berührend. Danach kann man noch ein wenig darüber fantasieren, wie das Leben auf dem Mars sein wird.

Trailer: