
Dev Patel spielt John Wick, Jake Gyllenhaal prügelt sich im Remake eines Kult-Actionfilms der 80er, und Jason Statham runzelt wieder mörderisch die Stirn – all das in unserer neuen Zusammenstellung knackiger Actionfilme, die beweisen, dass das Genre...
„Road House“ (2024)
Der ehemalige UFC-Kämpfer Elwood Dalton () kommt auf Einladung der Besitzerin einer Raststätte nach Florida, die passenderweise „Road House“ heißt (darüber wird natürlich gescherzt). Daltons Geschäfte liefen zuvor nicht gut: Während seines Auftritts im Octagon ereignete sich eine Tragödie, und seitdem ist ihm der Weg in die große Sportwelt versperrt. Mit illegalen Kämpfen ließ sich nicht immer gut Geld verdienen, daher war das Angebot, für anständiges Geld als Türsteher in einer Bar zu arbeiten, eine echte Rettung, zumal Dalton nicht untätig bleiben wird. Ein lokaler Mafiaboss hat schon lange ein Auge auf die Lokalität geworfen und versucht auf jede Weise, die Besitzerin zur Schließung zu zwingen.
Am 21. März erschien digital der zahnbrechende Actionfilm „Road House“ mit Jake Gyllenhaal in der Hauptrolle. Aus diesem Anlass erinnern wir an die wichtigsten Projekte des Schauspielers.
Open materialDas neue „Road House“ von Regisseur Doug Liman („Edge of Tomorrow“, „Mr. & Mrs. Smith“) entspricht zwar nicht ganz dem Original aus den 80ern mit Patrick Swayze, fängt aber würdig den Geist des Kultfilms ein, den man mit einem Satz beschreiben kann: „Schlägerei bestellt?“
Prügeleien, angesichts von Limans reicher Erfahrung mit Actionfilmen, versteht der Regisseur zu inszenieren und hat dem Zuschauer erneut sein Talent als geschickter Handwerker gezeigt. Hier hat Gyllenhaal ordentlich trainiert und nicht enttäuscht, indem er das gesamte Spektrum schauspielerischen Könnens demonstrierte – vom melancholischen Strandurlauber bis zum besessenen Kämpfer gegen seine eigenen Dämonen; und Conor McGregor hat sein Debüt hervorragend gemeistert; und die Choreografie der Faustkämpfe lässt keine Minute zur Ruhe kommen. Insgesamt ein solider Actionfilm, mit dem man den Abend verbringen kann.
„Monkey Man“ (2024)
Ein junger Bewohner der fiktiven indischen Stadt Yatana namens Kid (Dev Patel) erleidet eine Niederlage nach der anderen im illegalen Boxring, aber nicht ohne Grund, sondern für Geld. Das Bargeld braucht er, um einen Job an einem anderen Ort zu bekommen – einem schicken Hotel namens „Kings“. Dort versammeln sich alle reichen Leute der Stadt, darunter der Polizeichef Rana (Sikandar Kher). Einst brannte er Kids Dorf nieder und tötete seine Mutter, und nun nutzt der junge Kämpfer jede Gelegenheit, um dem Polizeibeamten näher zu kommen und den Tod seiner Mutter zu rächen.
Das abendfüllende Regiedebüt des Schauspielers Dev Patel durchlief alle Kreise der Produktionshölle, aber das hat sowohl den Regisseur selbst als auch seinen Film nur gestählt. – ein wilder, zahniger, meisterhaft inszenierter Actionfilm mit unvergesslichem indischem Flair. Patel wählte den Weg des Hurrikan-Schnitts und trat das Gaspedal der Ultragewalt so lange durch, bis der Motor des Films einfach keine Ressourcen mehr hatte. Einige Momente in der Handlung deuten dennoch auf einen Regieneuling hin, aber bei all seiner Rauheit und kleinen Ungenauigkeit verliert „Monkey Man“ nicht seine Autorenidentität und kann durchaus an der Spitze der B-Filme stehen.
In seinem Regiedebüt „Monkey Man“ inszeniert Dev Patel, Star aus „The Green Knight“, atemberaubende Action und führt den Zuschauer in die Kultur Indiens ein. Was dabei herausgekommen ist – in der Rezension.
Open material„Argylle“ (2024)
Die Schriftstellerin Elly Conway (Bryce Dallas Howard) erfreut ihre Leser erneut mit einem weiteren Buch aus der Reihe der Abenteuerromane über den Spion Aubrey Argylle (Henry Cavill). Nach der Veröffentlichung des bereits fünften Werks stellte sich heraus, dass Elly irgendwie alles erraten hatte, was in der Realität auf der geopolitischen Bühne passiert, und nun wird sie gejagt. Zur Hilfe kommt der echte Geheimagent Aidan Wilde (Sam Rockwell), der behauptet, dass die Figur Argylle aus ihren Romanen ihm nachempfunden sei.
Der neue Film des Regisseurs von „Kick-Ass“ und „Kingsman: The Secret Service“ Matthew Vaughn floppte ohrenbetäubend an den Kinokassen und spielte bei einem Budget von 200 Millionen Dollar etwas mehr als 45 Millionen Dollar ein. Auch von den Kritikern bekam er ordentlich was ab. Den Film rettete nicht einmal die Starbesetzung, zu der neben Dallas Howard, Cavill und Rockwell auch Bryan Cranston, Catherine O'Hara und sogar Dua Lipa in einer der Episoden gehören.
Einerseits wirkt der Film tatsächlich wie eine grelle, aber völlig geschmacklose Posse, die bei jeder Spionagepassage in Actionfilmen nach hysterischem Lachen strebt. Andererseits lassen sich in Vaughns Werk auch unerwartete Winkel finden, zum Beispiel der Versuch, mit Bollywood mitzuhalten. Dort gibt es übrigens keine Szene über tödliches Eiskunstlaufen auf ausgelaufenem Öl an Deck. Bei Vaughn gibt es sie.
„In the Land of Saints and Sinners“ (2023)
Ein weiterer Actionfilm mit dem unermüdlich drehenden Liam Neeson. „In the Land of Saints and Sinners“ ist ein irischer Western über einen Mann im Ruhestand, der im Bereich der üblen Geschäfte gealtert ist, müde wurde, einen Garten anlegen und mit einer einsamen Nachbarin ein neues Leben beginnen will. Aber böse Banditen bringen die verschlafene Stadt in Aufruhr und zwingen ihn erneut, zur alten Waffe zu greifen. Kurz gesagt, „In the Land of Saints and Sinners“ ist so etwas wie Eastwoods „Erbarmungslos“, aber im Irland der 70er Jahre (einer unruhigen und turbulenten Zeit) und ohne tragische Zerrissenheit. Neeson möchte man zwar Drama geben, aber aus Gewohnheit gelingt es nicht.
Was ist daran interessant? Schalte einen beliebigen aktuellen Film mit Neeson ein, und es wird dasselbe sein. Aber „In the Land of Saints and Sinners“ besticht vor allem durch ein verständliches, einfaches und stellenweise sogar fesselndes Storytelling vor der Kulisse wunderschöner, märchenhaft grüner Landschaften Irlands, die perfekt mit Neeson und dem in einigen Episoden auftauchenden Ciarán Hinds harmonieren, sowie durch ein durchaus überzeugendes Finale. Darin blickt Neeson mit traurigem Blick auf einen weiteren Sonnenaufgang und erkennt, dass dies noch nicht der Film ist, mit dem man die Karriere des ewigen Retters der Unterdrückten beenden könnte. Immer noch nicht.
„The Beekeeper“ (2024)
Der mürrische Adam Clay ( Jason Statham ) kümmert sich weit weg von der Zivilisation um eine kleine Imkerei. Die vorübergehende Unterkunft wurde ihm freundlicherweise von der Anwohnerin Eloise Parker ( Phylicia Rashad ) zur Verfügung gestellt, der Clay gelegentlich im Haushalt hilft. Eines Tages gerät Eloise in die Fänge von Cyberbetrügern, die nicht nur ihr eigenes Geld, sondern auch die Gelder einer Stiftung, die Eloise verwaltete, zynisch stehlen. Sie kann die nervliche Belastung nicht ertragen und begeht Selbstmord. Daraufhin beschließt Clay, Rache zu nehmen, und erinnert sich an all die Kampffähigkeiten, die er einst in einer Spezialeinheit namens erworben hat.
Im Online-Verleih erscheint der Oldschool-Actionfilm „The Beekeeper“, in dem Jason Statham Honig sammelt und mit Chuck Norris um das beste Mem über sich selbst konkurriert.
Open materialDer Regisseur des Films, David Ayer („Fury“, „Suicide Squad“), bleibt nicht hinter den Trends zurück und beteiligt sich an einem Stunt-Rennen mit anderen Actionfilmen unter dem vorläufigen Titel „Wer hat die coolere Prügelei“. „The Beekeeper“ wird zwar keinen Spitzenplatz belegen, aber alle Schießereien und Nahkämpfe sind hier mit Geschmack inszeniert: gebrochene Gliedmaßen, Schüsse aus einem Minigun an einer Tankstelle, saftige Schläge und Würfe über sich selbst. Sogar ein gewöhnlicher Bürohefter kommt zum Einsatz. Und Jason Statham ist der ideale Kandidat für die Rolle des mürrischen Rächers, der furchtlos eiserne Ordnung schafft und nur ein verbranntes Feld hinterlässt.
„The Last Mercenary“ (2023)
Samir Barda (Nassim Si Ahmed) beschließt, mit seiner kriminellen Vergangenheit zu brechen. Doch bei einer weiteren Auseinandersetzung tötet er versehentlich eines der Mitglieder seiner ehemaligen Bande. Nach seiner Flucht aus Frankreich nach Thailand wird Samir Meister im Kampf ohne Regeln, gründet eine Familie und führt ein relativ friedliches Leben. Aber die kriminelle Vergangenheit lässt ihn nicht los, und seine ehemaligen Komplizen holen ihn auch hier ein.
Ein düsterer und mürrischer Actionfilm des Regisseurs der Serien „Gangs of London“ und „Lupin“ Xavier Gens. Der Regisseur beschloss, seine gesammelten Erfahrungen in der Inszenierung von Kampfszenen nicht zu verschwenden, sondern sie genau über die gesamte Laufzeit des Films zu verteilen. Er setzte nicht auf Quantität, sondern auf Qualität, und das mit respektvollen Verbeugungen vor den südkoreanischen Kollegen. Daher werden ein paar Szenen aus diesem Film regelmäßig in verschiedenen Top-Listen zum Thema beste Filmprügeleien auftauchen.
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