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Im Kino läuft der spannende koreanische Thriller „Überlebende. Beton-Utopie“, der soziale Kritik mit der Spektakel eines Blockbusters verbindet. Wir berichten, ob es den Koreanern gelungen ist, auf zwei Stühlen zu sitzen.

Ein schweres Erdbeben zerstört Seoul fast vollständig. Unversehrt bleibt nur ein einziger Wohnkomplex. Aber Platz und Ressourcen darin reichen nur für die Bewohner, die bereit sind, bis zum Tod für ihren rettenden Platz zu kämpfen. So beginnt der Film „Überlebende. Beton-Utopie“ (Konkeuriteu yutopia), der, dem Titel nach, eher kein Katastrophenfilm ist, sondern eine Skizze einer utopischen Gemeinschaft, die auf den Ruinen der alten Welt aufgebaut wird.

Überlebende. Beton-Utopie 2024
Szene aus dem Film „Überlebende. Beton-Utopie“

Im Zentrum der Geschichte stehen zwei Hauptfiguren. Einer von ihnen ist Yeong-tak (Lee Byung-hun, einem breiten Publikum bekannt aus dem Film „Ich sah den Teufel“), der von den Bewohnern zum „Präsidenten“ gewählt wird und die Last der Verantwortung für wichtige Entscheidungen auf sich nimmt. Und seine rechte Hand Min-seong (Park Seo-joon aus „Parasite“), ein ehemaliger Soldat, der zum Chef der örtlichen Polizei wird.

Unterschiedlich in Charakter und Wahrnehmung ihrer neuen Rollen – während Yeong-tak schnell in die Rolle des Anführers hineinwächst, betrachtet Min-seong das Geschehen eher als eine erzwungene Situation – durchlaufen die Figuren im Grunde ähnliche Handlungsbögen der Akzeptanz der Situation und dann ihres eigenen „Ich“. Und diese Linien führen zu einem für das Genre offensichtlichen Gedanken – in jeder Situation ist es wichtig, menschlich zu bleiben.

Überlebende. Beton-Utopie Ansehen
Szene aus dem Film „Überlebende. Beton-Utopie“

Koreaner wären keine Koreaner, wenn sie nicht soziale Kritik in den Film eingebaut hätten. Wie üblich ist dies sowohl in witzigen Thrillern als auch in blutigen Actionfilmen zu sehen. Und dies in einer Utopie zu tun, ist ein gefundenes Fressen.

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Roman Kovalev
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Neben den naheliegenden Konflikten zwischen Arm und Reich und Fragen der Hierarchie gibt es in „Überlebende. Beton-Utopie“ einen urkomischen Dialog darüber, ob man einen Menschen, der eine Hypothek abbezahlt, als vollwertigen Wohnungseigentümer betrachten soll! Ein echter Bulgakow-Stoff in der Kulisse des zerstörten Seoul.

Um den Film als vollen Erfolg zu betrachten, fehlt es an starken Nebenhandlungen und interessanten Nebenfiguren (sie sind hier eher Funktionen als eigenständige Einheiten). Aber was die wachsende Spannung, brutale aber bodenständige Action und die hier und da auftauchenden Spitzen angeht, ist bei Regisseur Um Tae-hwa alles in bester Ordnung. Nicht umsonst gibt es bereits eine Fortsetzung, die auf Netflix debütierte. Und da haben die Kapitalisten gewonnen, was soll's.

Trailer:

„Überlebende. Beton-Utopie“ ab 14. Februar im Kino.