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Kunst erfordert Opfer und... Selbstaufopferung? Darüber denkt Kim Jee-woon in seinem neuen Film „Im Netz“ nach.

Am 9. November startet „Im Netz“ (Geomijip) von Regisseur Kim Jee-woon, der sich mit klassisch brutalen koreanischen Filmen wie „I Saw the Devil“ und „A Bittersweet Life“ einen Namen gemacht hat. Die neue Arbeit des Regisseurs ist nicht weniger hart, aber auf eine ganz andere Art. Sie handelt davon, wie schwer es ist, ein Gott Regisseur zu sein, der gleichzeitig von seinem Talent überzeugt ist und an seinen Fähigkeiten zweifelt, und wohin die Besessenheit, einen perfekten Film zu machen, führen kann.

Produktionshölle pur

In den 1970er Jahren schreibt Regisseur Kim (Song Kang-ho aus „Parasite“ und) nach den Dreharbeiten zu seinem neuen Film „Das Netz“ das Ende um und versucht, es unter Umgehung der Produktionsregeln neu zu drehen. So hofft er, ein Meisterwerk zu schaffen, das ihm hilft, seinen Lehrer Shin zu übertreffen, dessen Schatten seit Jahren über ihm hängt.

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Roman Kovalev
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Der Kultfilm „Memories of Murder“ startet in Russland im legalen Online-Streaming. Ein guter Grund, das koreanische Meisterwerk des Regisseurs von „Parasite“ und „Snowpiercer“ zu sehen.

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Im Netz Film
Standbild aus dem Film „Im Netz“

Und obwohl der Prozess in Gang kommt, geht fast sofort alles schief – die Schauspieler sind unzufrieden, ein Zensor erscheint am Set und droht, alles zu stoppen, niemand aus dem Filmteam versteht die Vision des Regisseurs. Der Wahnsinn steigert sich mit jeder Szene (ja, am Ende drehen sie fast den gesamten Film neu, nicht nur das Ende!) und verwandelt das Geschehen in den treffenden Ausdruck „Produktionshölle“.

Gleichzeitig beginnt ab den ersten Minuten ein solches Genre-Chaos, dass einem schwindelig wird. Hier gibt es Produktionsdrama, Slapstick-Komödie, Horror (der Film ist durchaus Hitchcock-artig), Gesellschaftssatire (die Szenen mit dem Versuch, Regierungsvertreter zu beschwichtigen, sind ein besonderer Genuss) und vieles mehr – man kann kaum mithalten. Es wirkt äußerst seltsam, aber überraschend fesselnd.

Im Netz Rezension
Standbild aus dem Film „Im Netz“

Was wollte der Autor sagen?

Erinnern Sie sich an diese alberne Frage aus der Schulzeit? Normalerweise ist sie leicht zu beantworten, besonders bei Filmen. Aber bei „Im Netz“ funktioniert das nicht. Es gleicht weniger einem Geständnis darüber, wie schwer es wirklich ist, Filme zu drehen (das ist eine Binsenweisheit), was an der Oberfläche liegt, sondern eher einer Selbstanalyse von Kim Jee-woon, der über das Ideal in der Kunst und die Opfer nachdenkt, die man dafür bringen kann (und muss).

Der Regisseur selbst ist eher ein Handwerker, wenn auch sehr talentiert, als ein Genie, daher gewinnen die inneren Konflikte des Protagonisten, der offensichtlich weniger talentiert, aber anmaßend ist, einen recht interessanten Kontext. Oder vielleicht soll das Ideal doch sein, und man schaut sich lieber noch einmal dem Teufel ins Gesicht, was, Kim Jee-woon?

Trailer: