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Am 12. Oktober startet auf Okko die Serie „Sex. Davor und danach“. Wie das Regiedebüt von Daria Moroz ausgefallen ist – lesen Sie in unserem Artikel.

Das Regiedebüt der Schauspielerin Daria Moroz weckte sofort Neugier mit einem auffälligen Projekt – der Serie „Sex. Davor und danach“. Daria selbst verhehlt nicht, dass sie Stil, Schönheit und das Sprechen über pikante Themen in ihrer Arbeit liebt. Wir besuchten die spezielle Premiere des Projekts und sind bereit zu betrachten, worüber die Serienfiguren vor und nach der Intimität sprechen, wie sie dazu stehen und was daraus geworden ist.

Sex Davor und danach

Insgesamt gibt es in der Staffel 14 Folgen, die man nicht in Reihenfolge sehen muss, denn jede ist eine Novelle mit eigener Geschichte und eigenen Figuren. Sie sind alle sehr unterschiedlich im Charakter, aber dennoch aufrichtig und lebensnah. Vor und nach dem Sex gibt es viel Humor, auch schwarzen, und die Figuren selbst haben keine Angst, mal frech, mal sehr verletzlich zu sein. Das ist sehr einnehmend und stimmt auf eine verspielte Art ein – eine Art Flirt der Serie mit ihrem Zuschauer.

Der Sex selbst bleibt fast immer im Off, und das ist sogar gut. Sexszenen schön und natürlich zu filmen, ist für das russische Kino immer noch eine schwierige Aufgabe, die mit wechselndem Erfolg gelöst wird. Und dem Zuschauer Raum für Fantasie zu lassen, ist auch keine schlechte Idee.

Sex. Davor und danach Rezension
Szene aus der Serie „Sex. Davor und danach“

Was Gefühle, Gespräche, Boshaftigkeiten und Verwirrungen betrifft – hier entfalten sich ernsthafte Leidenschaften, aber das alles wirkt so natürlich, dass man sich jeder Figur nicht entziehen kann.

Es ist erwähnenswert, dass die Schauspieler hervorragend ausgewählt sind, jeder und jede von ihnen ist genau am richtigen Platz. Grigori Kalinin spielt unerwartet einen mutigen und charismatischen Komiker, Anna Snatkina eine Schönheit mit Charakter und Besonderheit – ihre Figur trägt eine Prothese. Daria Moroz selbst ist die Chefin in der Einrichtung mit dem vielsagenden Namen „Eis“, wo all die Beziehungsklärungen und offenen Gespräche stattfinden. Unter ihr arbeiten hübsche Kellnerinnen und Kellner, die durchaus nicht abgeneigt sind, fremde interessante Geschichten zu belauschen.

Sex. Davor und danach Serie
Szene aus der Serie „Sex. Davor und danach“

Und in all dem steckt tatsächlich Stil und Schönheit, aber auch Tiefe, die manchmal sehr fehlt. Und was fehlt in „Sex. Davor und danach“? Gespräche darüber, wer was im Sex mag oder nicht mag, wer wozu bereit ist, und allgemein eine Kultur der Einwilligung. Auch das wird ausgeklammert und scheint selbstverständlich, aber es wäre gut zu zeigen, wie es tatsächlich gehen kann – sicher, mit Akzeptanz und Rücksichtnahme aufeinander. Gewalt gibt es hier natürlich nicht, aber es gibt so viel davon in anderen Projekten und im Leben, dass man sich wünscht, die sexuelle Aufklärung möge auch zu uns kommen.

Trotzdem werden andere, nicht weniger wichtige Fragen aufgeworfen – dass man die Wahrheit doch sagen sollte, dass man sich über alles einigen und sich dennoch angenehm überraschen kann, dass man seine Sicht auf manche Dinge ändern kann und sich dann etwas sehr Wichtiges eröffnet.

Trailer: