
Am 6. September erschien auf dem Dienst Wink das Regiedebüt von Alexander Balujew. Wir erzählen, wie der Film „Hotel“ geworden ist.
Der Film basiert auf dem Theaterstück „Seine Don-Juan-Liste“ von Valentin Krasnogorov. Es ist das Regiedebüt von Alexander Balujew, der auch die Hauptrolle des seltsamen Besitzers eines halb verlassenen Hotels spielt.
Ein frisch verheiratetes Paar auf Reisen stößt auf ein altes Gasthaus, das scheinbar schon lange nicht mehr in Betrieb ist. In dieser Szene wird sofort ein Meinungsunterschied darüber deutlich, ob man an diesem ungewöhnlichen und unansehnlichen Ort Halt machen soll. Bereits an diesem Punkt wird klar, dass in der Ehe der beiden möglicherweise nicht alles rund läuft.
Der namenlose Besitzer zeigt sich den jungen Leuten nicht sofort, aber er hat auch so genug Geheimnisse.
Die gesamte Handlung spielt im Hotel, das das Chaos im Kopf des Besitzers symbolisiert, und der Ehemann und die Ehefrau werden Zeugen seiner Liebeserinnerungen – was bleibt auch übrig, wenn es keine anderen Unterhaltungen gibt. Der Saal mit dem großen Esstisch wird zur Bühne, auf der sich der Konflikt zwischen dem Besitzer und dem Ehepaar sowie zwischen Frau und Mann entfaltet, denn jeder von ihnen hat etwas zu verbergen.
Im Grunde ist es genau das Theaterstück, das man auf die Leinwand bringen wollte. Die Frau glänzt hier in einem Abendkleid mit freiem Rücken und teilt ihr unangenehmes Geheimnis mit dem Besitzer, nicht mit ihrem Ehemann. Und der Hotelbesitzer taucht in seine vergangene Jugend und vergangene Liebschaften ein und zwingt die Zuschauer und seine unerwarteten Gäste, gemeinsam mit ihm in die Vergangenheit einzutauchen.
All diese schönen, aber unglücklichen Erinnerungen wecken in den Protagonisten auch ihre eigenen längst vergessenen Momente, die oft von Schmerz und Ablehnung erfüllt waren. Und daraus hätte eine poetische Aussage werden können, aber es wurde eine seltsame Erzählung über die verlorene Vergangenheit, genau wie der Besitzer selbst.
Trailer:
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