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In den Kinos läuft der neue Actionfilm von Nimród Antal, „Geiseln“, mit dem unermüdlichen Liam Neeson, der offenbar nicht vorhat, mit der Vervielfältigung des Bildes des Retters aller, überall und sofort aufzuhören.

Der reiche Makler Matt (Liam Neeson) beginnt einen sonnigen Morgen in Berlin mit Schlägen auf einen Boxsack. Im Hintergrund werden im Fernsehen beunruhigende Nachrichten über eine weitere Autobombe mit einem Toten übertragen. Doch Matt interessieren die lokalen Nachrichten wenig: Er ist mehr damit beschäftigt, dass er heute einen wichtigen geschäftlichen Anruf tätigen muss. Und falls dieser Anruf erfolglos verläuft, muss seine Familie den Gürtel enger schnallen, denn die Geschäfte der Firma, für die Matt arbeitet, laufen in letzter Zeit nicht gut.

Und dann bittet ihn auch noch seine Frau, die Kinder (und Lily Aspell) auf dem Weg zur Schule abzusetzen. Verärgert und zerstreut bringt Matt seine Sprösslinge nur mit Mühe in dem teuren Premium-„Mercedes“ unter und macht sich auf den Weg zum Zielort. Allerdings kommt er nicht weit. Im Auto klingelt ein Telefon und eine unheimliche Stimme warnt Matt vor einer Bombe im Wagen.

Die Legende von Jake Sully. Buch 2 – Wasser: Rezension zu „Avatar: The Way of Water“ (2022)
Jewgeni Beloussow
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Mitte Dezember kam weltweit der lang erwartete (wirklich lange gewartete) „Avatar: The Way of Water“ heraus – die Fortsetzung des erfolgreichsten Films vor dreizehn Jahren. Regisseur James Cameron

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"Mercedes" entkommt der Verfolgung: Rezension zum Film "Geiseln"
Standbild aus dem Film „Geiseln“

Das Fahrzeug darf nicht verlassen werden, der Hörer darf nicht aufgelegt werden, Stopps nur auf Anweisung, den Anweisungen ist strikt Folge zu leisten – sonst droht die Explosion. Unterwegs muss Matt eine „Lektion der Selbsterkenntnis“ eines Unbekannten absolvieren und gleichzeitig schnell herausfinden, wem er so sehr auf die Füße getreten ist, und sich und seine Kinder vor dem Tod retten.

In den letzten zehn Jahren sind die Filme mit Liam Neeson einander immer ähnlicher geworden und zu einem einzigen endlosen Film verschmolzen, der auf der Leinwand in Teilen abgespielt wird. Darin blickt der brutale Protagonist, am Rande der Verzweiflung, stets angespannt der Gefahr ins Auge und kämpft um das Wenige, das ihm nach einer Reihe persönlicher Schicksalsschläge oder alltäglicher Widrigkeiten im Leben geblieben ist.

Die Genre-Grenzen beschränken Neeson und die Regisseure, die mit ihm arbeiten, streng und verhindern einen Wechsel in andere Gefilde. Daher stellt sich bei jedem neuen (alten) Film mit dem guten Schauspieler nur die Frage nach den angenommenen Umständen. In diesem Sinne steht „Geiseln“ irgendwo in der Nähe von „Speed“, „Locke“ (hier verhandelt Neeson, ähnlich wie Tom Hardy, ebenfalls ständig am Steuer eines Autos) oder „Phone Booth“.

Bei schlechter Beherrschung des Handwerks wird dies zu einer angestrengten und wenig unterhaltsamen Angelegenheit, bei guter Beherrschung zumindest zu einer soliden B-Kategorie, bei deren Betrachtung kein Gefühl der Peinlichkeit aufkommt. Aber „Geiseln“ gehört eher zur zweiten Kategorie (mit einigen Abstrichen natürlich).

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Standbild aus dem Film „Geiseln“

Diese Abstriche betreffen die Konstruktion des Films – sie ist sehr zerbrechlich, daher bemüht sich der Regisseur des Films Nimród Antal („Predators“), keine großen Pausen zu machen und die notwendigen Erklärungen zu liefern, bevor der Motor des gefährlichen Autos endgültig zusammen mit der Handlung abstirbt. Um ihn herum knistert es gelegentlich, Luxuskarossen fliegen in die Luft, das archaische Europa dient alltäglich als Kulisse im Rückspiegel, die Kamera dreht sich souverän um Neesons Gesicht, und er selbst tritt ohne das gewohnte Renommee eines Ex-Agenten auf, sondern erschrickt regelrecht vor der schrecklichen Stimme des Fremden, sodass seine Hände am Lenkrad gelegentlich zittern.

Doch sobald er eine Waffe in die Hand nimmt (nur einmal im gesamten Film), verschwindet die aufgesetzte Maske der Schüchternheit eines typischen Zivilisten augenblicklich, und stattdessen blickt für einen Moment der alte Neeson von der Leinwand, der Clint Eastwoods strengen Blick imitiert. Wenn man jahrzehntelang jemanden rettet, schießt und sich ständig prügelt, lässt sich das schließlich durch nichts mehr ausmerzen.

„Geiseln“ ist natürlich kein Musterbeispiel des Genres und wird wahrscheinlich schnell vergessen sein, sobald der nächste Film mit dem rüstigen 70-jährigen Iren erscheint. Aber wann sonst kann man auf der großen Leinwand einen kompakten, flotten und geradlinigen Actionfilm sehen, in dem Elite-Manager hemmungslos sogar sich selbst anlügen, sich um einen fetten Anteil würgen und der Held obendrein seine Ehe vor dem Scheitern rettet, ohne den Fuß vom Gaspedal zu nehmen?