Preview image

Im Online-Kino Ivi erscheint eine neue Sommerpremiere – die Comedy-Serie «Gestatten, zu melden». Über die ersten Folgen von Kotows Abenteuern, die kreative Idee und ihre Umsetzung erfahrt ihr in unserem Material.

Die Geschichte von Kotow

Goscha Kotow arbeitet bei den Strafverfolgungsbehörden. Er träumt davon, so mutig und stark zu sein wie sein legendärer Vater, der Polizist war und bereits in den 90er Jahren im Dienst ums Leben kam. Allerdings unterscheidet sich Goscha von seinem Elternteil durch Feigheit und mangelndes Selbstvertrauen. Doch alles ändert sich, als Kotow von einem infizierten Hund gebissen wird – er erlangt Superkräfte und verwandelt sich in einen Werwolf.

Schauplatz und seine Bewohner

Erst kürzlich ist die Premiere der Serie «» vorbei, und es scheint, als wären wir nie weg gewesen. Vor uns liegt die kleine Stadt Srednekamsk. Bescheidene Häuser, typische russische Bewohner, die wir in «Rajzentr» oder «Vampire der Mittelzone» gesehen haben. Nur gibt es ein Aber – in dieser Stadt passiert ständig etwas. Und es geht hier nicht um paranormale Phänomene.

Liebe, Blut und Meteorit, oder Die Akte Varmalei: Rezension zur Serie «Rajzentr»
Evgenija Smykowa
Liebe, Blut und Meteorit, oder Die Akte Varmalei: Rezension zur Serie «Rajzentr»

Ende Juni erschien auf Ivi die Serie «Rajzentr». Was kann man in einem gewöhnlichen Rajonzentrum unserer Stadt finden? Meteoriten, Verrat, Intrigen und Ermittlungen. Alles hier – in 8 Episoden Ser

Open material

In den ersten Folgen lernen wir die Hauptfiguren kennen. Die Geschichte werden wir gemeinsam mit Goscha (Andrej Galtschenko), Den (Daniil Kiseljow) und Lena (Anna Sawtur) erleben. Lena ist Umweltaktivistin, die mit aller Kraft versucht, die Natur und die Tiere der Stadt zu schützen. Die globalen Vergiftungen werden durch das Werk Motor verursacht, das von Dens Vater – Kortschagin (Rostislav Berschauer) – geleitet wird.

Gestatten, zu melden

Ein weiterer Aktivist und Mensch, der versucht, alles zu ändern – ist Den. Und seine Impulse sind von den ersten Minuten der Serie an nicht klar. Daniil Kiseljow scheint hier vom Studio für seine kleine Rolle in «Rajzentr» eine Art Freifahrtschein bekommen zu haben.

Hier kann man sein schauspielerisches Können in vollem Umfang bewerten. In manchen Momenten scheint es, dass Den ein Mensch der Zukunft ist, der in das stille „Sumpfgebiet“ des Lebens von Srednekamsk explodiert. Die Szene des gemeinsamen psychologischen Trainings für die Security-Leute aus den 90ern ist einfach hinreißend. Dann werden seine Impulse plötzlich persönlich, und es scheint, dass er nicht mehr die Welt verändern, sondern einfach Lenas Aufmerksamkeit erregen will. Und danach spürt man all seinen Schmerz in der Beziehung zu seinem Vater, und die Motive ändern wieder ihre Richtung.

Kotow

Natürlich vollbringt Andrej Galtschenko große schauspielerische Verwandlungen. Hier geht es nicht nur um die physische Vorbereitung und die Nachahmung klassischer Bewegungen von Filmwerwölfen, sondern auch um innere Transformationen aufgrund der Erlebnisse des Helden. Wir begegnen ihm als schüchternem, ewig stotterndem, naivem Jungen. Nach dem Biss beginnt Kotow langsam, seine Natur zu akzeptieren, sich selbstbewusster zu verhalten und vor allem – seine Fähigkeiten für gute Zwecke einzusetzen. Wie gut ist in dieser Hinsicht die Szene in der dritten Folge mit den nächtlichen Festnahmen! Mimik und Stimme von Andrej möchte man in diesem Moment applaudieren.

Post image

Fügen Sie dazu die charismatische zweite Reihe in Person von Dens Vater, dem Trainer und dem Team von Kotows Abteilung, bestehend aus Rykow (Nikita Wolkow) und den Brüdern Matjuschenko.

Was erwartet die Bewohner von Srednekamsk?

Das Interessanteste ist, dass die Serie uns nicht sofort in die Abenteuer des Polizisten-Werwolfs stürzt. Die Verwandlung selbst findet erst in der dritten Folge statt. Bis zu diesem Moment lernen die Zuschauer taktvoll die Charaktere kennen, verstehen ihre Ängste und Probleme.

Jede Folge scheint in einem bestimmten Stil gedreht worden zu sein. Die erste ähnelte einer Komödie mit absurden Situationen und bissigen Witzen. Die zweite Folge unterscheidet sich sowohl in der Farbgebung als auch in der Erzählweise. Die Ereignisse finden hauptsächlich in der Dunkelheit statt, und die Folge erinnert eher an einen einstündigen Blockbuster, in dem die Zuschauer mit dem Lebensraum des Bösen vertraut gemacht werden. Die dritte hingegen verströmt die Stilistik verschiedener Horrorfilme. Hier wird Spannung und eine beunruhigende Atmosphäre aufgebaut.

Post image

Das Hauptmerkmal des Projekts ist, dass die Serie trotz der angekündigten Mystik und des Themas Werwölfe mehr über Menschen und ihre Beziehungen handelt. Die große giftige Fabrik, die der Stadt schadet, wird gleichsam zu einer Metapher für toxische Beziehungen. Zwischen Menschen, zwischen Mann und Frau, Eltern und Kind. Alle spüren den Schaden, aber niemand will etwas dagegen tun. Aber vielleicht braucht es hier einen Superhelden, wenn auch ein wenig zottelig, aber mit einem sehr guten Herzen.

„Wir haben eine sehr umfangreiche, tiefgründige Geschichte bekommen. Es ist ein ungewöhnliches Projekt an der Schnittstelle mehrerer Genres: Der Zuschauer taucht ein in eine Welt der Fiktion und Wahrheit, des Humors und der Tiefe, des Guten und Bösen und sogar in eine Fantasy-Welt. Am Set herrschte immer eine im positiven Sinne kreative Atmosphäre, die auf das Ergebnis ausgerichtet war. Es gab viele interessante Dinge: eine Expedition in Tochka, Dreharbeiten auf dem Gelände einer aktiven, über 120 Jahre alten Fabrik und in einem Heizkraftwerk. Euch erwarten viel Action, Stunts, Computergrafik und Abenteuer!“

Ilja Jermolow, Regisseur von «Gestatten, zu melden»

Trailer: