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Wir erzählen vom Film „La Chimera“, dem neuen Werk der italienischen Regisseurin Alice Rohrwacher, das in Cannes zwar keine Preise erhielt, aber die Herzen des Publikums eroberte.

Ich möchte „La Chimera“ (La Chimera) von Alice Rohrwacher schon jetzt wieder sehen. Und dann noch einmal. Nach „Happy Lazzaro“, der vor einigen Jahren in Cannes wunderbar aufgenommen wurde, präsentierte die Regisseurin der Öffentlichkeit ein neues Meisterwerk. Diesmal mit dem britischen Schauspieler Josh O’Connor, der übrigens 99% des Films makellos Italienisch spricht, und Isabella Rossellini

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Ohne Spoiler zur Handlung: Es ist die Geschichte von Grabräuber-Archäologen, die ihre Funde an Museen verkaufen, um ihren Lebensunterhalt zu verdienen. Joshs Figur Arthur ist einer von ihnen. Nur hat er eine nützliche Gabe: Er spürt körperlich, wo die Stelle ist, an der gegraben werden muss. 

Rohrwachers erstaunlicher magischer Realismus hüllt uns vollständig ein und entführt uns in das Mittelitalien verschiedener Zeiten, sodass wir mit Arthur seinen Weg gehen können, der an der Grenze zwischen Lebenden und Toten, Vergangenheit und Gegenwart verläuft, ein Weg, auf dem der Protagonist ständig etwas sucht. Er gräbt immer tiefer, ohne innezuhalten, um das Verlorene, das ihm vom Schicksal genommen wurde, wiederzufinden. 

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Die Filmemacherin greift auf ihre geliebten mythologischen Metaphern zurück, aber sie sind zugänglicher und leichter zu erfassen als in „Happy Lazzaro“. Die vorhandene Mystik verflacht oder vereinfacht die Handlung nicht, sondern rahmt sie qualitativ ein und nivelliert die unnötige Realität. Es ist, als hätten wir die Möglichkeit, zusammen mit dem Protagonisten in verschiedenen Welten zu sein. 

„La Chimera“ ist eine der berührendsten, faszinierendsten und in der Darstellung ungewöhnlichsten Liebesgeschichten und der Suche nach sich selbst, der Bewegung aus der Dunkelheit zum Licht und zur vollständigen Befreiung. 

Zweifellos ein weiterer Durchbruch für den hochtalentierten Josh O’Connor. Die gesamte Besetzung in den Nebenrollen ist über jedes Lob erhaben, ein brillantes, charismatisches Ensemble. 

Ein besonderes „Bravo“ an die Kameraführung von Hélène Louvart. Gerade die Arbeit der Kamera hilft sehr, wichtige inhaltliche Aspekte zu verfolgen. 

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„La Chimera“ ist ein wahrer Schatz von Cannes 2023, mit dem Beigeschmack eines unerfüllbaren und seltsamen Traums, der in dem vielsagenden Titel steckt und den man im Herzen mitnehmen möchte.