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Liebe löst alle Probleme! Oder etwa nicht? In der neuen Folge mixt Schmigadoon meisterhaft mehrere Settings, und wir versuchen immer noch, sie zu entschlüsseln.

Achtung: Im Folgenden gibt es Spoiler zur zweiten Staffel von „Schmigadoon!“

Vorherige Recaps:

Folge 1

Folge 2

Folge 3

Schmigadoon, auf Wiedersehen und hallo!

Melissa (Cecily Strong) und Josh (Keegan-Michael Key) machen sich leichten Herzens auf den Weg zur Brücke, um das unglückselige Schmigadoon zu verlassen, aber die Freude währt nicht lange – der Erzähler Tituss Burgess warnt sie, dass sie noch nicht das erforderliche Happy End erreicht haben. Und tatsächlich scheitert der Versuch, in die reale Welt zurückzukehren, was die Hauptfiguren völlig verwirrt zurücklässt.

Nach kurzem Überlegen kommt das Paar zu dem Schluss, dass es an der recht vagen Formulierung ihrer Hauptaufgabe liegt – sie suchten ein Happy End für sich selbst, aber die Aufgabe könnte darin bestanden haben, ein Happy End für alle Bewohner Schmigadoons zu erreichen. Und nun machen sich Melissa und Josh daran, das riesige Musical zu seinem logischen Abschluss zu bringen.

In Melissas und Jennys (Dove Cameron) Wohnung angekommen, kommen die Eheleute zu dem Schluss, dass im Zentrum des Unglücks von Schmigadoon die Geschichte des Metzgers Dooley (Alan Cumming) steht, der seiner Tochter Jenny näherkommen möchte. Nur ein Problem: Jenny will nichts von ihrem Vater hören, von dem sie glaubt, er habe ihre Mutter getötet und ihr die Familie genommen. Dieses Problem muss dringend gelöst werden.

Schmigadoon / Schmigadoon!

Väter und Töchter

Josh kommt auf die Idee, Jenny in eine Hippie-Kommune zu bringen, um sie unauffällig dazu zu bringen, ihre Meinung über ihren Vater zu ändern. Jenny ist begeistert von der Kommune – insbesondere von deren Anführer Topher (Aaron Tveit). Tophers Versuche, den anderen Hippies eine weitere Parabel zu erzählen, bleiben erfolglos, da ihm ständig Wünsche von Melissa und Josh zugerufen werden (die natürlich Ideen für die Geschichte über Väter und Töchter einwerfen). Topher führt genervt so etwas wie „What’s The Buzz“ aus „Jesus Christ Superstar“ auf und zieht sich zurück.

Nun erwartet die gesamte Kommune eine Parabel von dem Ehepaar. Josh, der in der ersten Staffel in Schmigadoon kategorisch das Singen verweigerte, ist in Schmigadoon aufgeschlossen genug, um eine Nummer namens „Talk to Daddy“ zu erfinden, die am meisten an „Rhythm of Life“ aus „Sweet Charity“ erinnert und sich in Choreografie und einigen musikalischen Fragmenten auf die Inszenierung von Bob FosseThe Rich Man's Frug“ aus demselben Musical bezieht.

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Leider führen ihre Bemühungen zu nichts, außer dass Jenny den verärgerten Topher tröstet. Nach einem recht interessanten Gespräch über die menschliche Natur und den Moment, in dem die Bühnenperformance endet und die Persönlichkeit beginnt, hören wir eine interessante Ballade, die, obwohl sie ihre Wurzeln in einem Lied aus „Pippin“ namens „Love Song“ hat, keine Parodie ist, sondern uns einfach eine angenehme romantische Verschnaufpause bietet.

Fleischige Köstlichkeiten

Melissa und Josh kommen zu dem Schluss, dass in dieser Phase allen das Finden ihrer zweiten Hälfte helfen wird – besonders nach der so glücklichen Wendung mit Jenny und Topher. Ihnen fällt das nächste potenzielle Paar ein – Dooley Blight und Miss Coldwell (Kristin Chenoweth). Nachdem sie eine kleine Aussage über den Zustand der Welt von Dooley im Stil von „No Place Like London“ angehört haben, schlagen sie ihm vor, sich schick zu machen und Miss Coldwell zu einem Date in den Kratt Club einzuladen.

Das Date selbst, das Melissa und Josh furchtbar peinlich erscheint, gefällt Dooley und Miss Coldwell durchaus. Aber wie viele lustige Momente gibt es hier! Die Tatsache, dass Dooley mit einem großen Schlachtermesser isst – ist das nicht eine Ironie auf Sweeney Todds Satz „At last, my right arm is complete again!“? Und beachten Sie, dass, wenn unsere Turteltauben die Straße entlanggehen, bunte Regenschirme über ihren Köpfen schweben – das ist definitiv eine Anspielung auf „Die Regenschirme von Cherbourg“!

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Also beschließen Dooley Blight und Miss Coldwell, unter den Waisen einen Schluck Hochprozentiges zu trinken. Dort beklagt sich der Metzger über den Mangel an Fleisch, die Wirtshausbesitzerin über den Überschuss an unerwünschten Kindern. Und da kommt ihnen ein genialer Gedanke, wie sie mit einem Schlag zwei Probleme lösen können. Verstehen Sie?

Die nächste Nummer „Good Enough to Eat“ ist ein wahrer Traum für Musical-Fans. Die erste Hälfte ist eine offensichtliche Parodie auf „A Little Priest“, in der die Verschwörer Fleischsorten mit Kindernamen reimen. Die zweite Hälfte ist eine große Anspielung auf Lieder aus „Annie“, „You’re Never Fully Dressed Without a Smile“ und „Hard Knock Life“. Es gibt sogar einen kleinen Hinweis auf das Musical „Oliver!“ und die Komposition „Food, Glorious Food“. Das ist eine wahre Flut von Referenzen, die von allen Schauspielern magisch umgesetzt wird!

Oh. Wie sehr freuen wir uns auf die Fortsetzung! Die Mixe aus Musicals werden immer ausgelassener und, ich wage es zu sagen, genialer. Und welche Anspielungen haben Sie bemerkt? Teilen Sie sie uns in den Kommentaren mit!