
Ende 2022 erschien die Serie „13. Klinik“ über ein besonderes russisches Krankenhaus, in dem man sich für nicht ganz offensichtliche Hilfe meldet. Das Projekt war erfolgreich und wurde um eine zweite Staffel verlängert. Wir berichten über diese Serie...
In letzter Zeit greifen einheimische Filmemacher häufig auf das Thema des Übernatürlichen zurück. Ein markantes Beispiel ist die Serie „13. Klinik“. Wir berichten über den neuen Hit mit Danila Koslowski und erinnern an andere Projekte, in denen den Helden paranormale Dienste geleistet wurden.
„13. Klinik“ (2022)
Die 13. Klinik ist eine besondere medizinische Einrichtung, in der Ärzte um das Leben von Menschen kämpfen, die von Wesenheiten mit eigenem Willen besessen sind. Hier heilt man nicht von Krankheiten im herkömmlichen Sinne, sondern lehrt, mit inneren Dämonen zu leben und umzugehen.
Kirill und seine Kollegen müssen sich mit den komplexen und verworrenen Beziehungen zwischen Menschen und geheimnisvollen Wesen auseinandersetzen, um zu lernen, Gut und Böse zu unterscheiden. Jede Episode ist die Geschichte eines neuen Patienten und ein weiterer Kampf der Mediziner gegen rätselhafte Kräfte.
Wir betreten die Mauern der Einrichtung zusammen mit Kirill (Danila Koslowski), einem jungen und erfolgreichen Arzt, der beruflich Fortschritte macht. Aber es gibt einen Haken: Kirill hat eine unheilbare Krankheit, und der Held bereitet sich bereits auf den Abschied vor. Doch dann führt ihn das Schicksal in die 13. Klinik. Dies erweist sich als seine letzte Chance, jedoch nur unter einer Bedingung: Wenn er die Klinik verlässt, kehrt die Krankheit zurück. So beginnt der Weg unseres Helden in eine völlig neue Medizin. Dabei helfen ihm die Krankenschwester Anja (Paulina Andrejewa) und die Chefärztin Irina (Viktoria Isakowa).
Alle Krankheiten sind nach einer besonderen Klassifikation geordnet, Operationen werden mit Hilfe von Amuletten und Ritualen durchgeführt, und manchmal schaut sogar Luzifer persönlich vorbei. In Gesprächen werden die Wörter „Teufel“, „Hölle“ und „Himmel“ nicht verwendet. Alles hat seinen eigenen Code. Übrigens begeben sich die Hauptfiguren dafür ständig in die Bibliothek, die mit Büchern und Katalogen gefüllt ist. Diese Szenen sind voller Wärme und Gemütlichkeit, man könnte sie sogar als behaglich bezeichnen.
Kirill glaubt zunächst nicht so recht an das Geschehen, ironisiert, versucht dann zu verstehen, und wendet später sein Wissen an und bringt etwas Neues in die Welt des hiesigen Krankenhauses. Natürlich verliebt er sich mit der Zeit und verändert sich emotional. Es ist übrigens angenehm, Danila Koslowski in dieser Rolle ungewohnt entspannt, fröhlich und verspielt zu sehen.
„Vorletzte Instanz“ (2022)
Im Jahr 2020 wurde den Zuschauern die Serie „Vorletzte Instanz“ präsentiert, die zeigt, dass die Bürokratie sogar die himmlische Kanzlei erreicht hat.
Maxim (Pawel Prilutschny) und Valentina (Irina Rosanowa) arbeiten in der Abteilung für Seelenverteilung – 24 Stunden vor dem Tod eines Menschen müssen sie bestimmen, wohin er kommt: in die Hölle oder in den Himmel.
Die erste Staffel ist eine Reihe von Geschichten einfacher Menschen, die sich verliebten, Fehler machten, kurz gesagt – lebten wie andere Sterbliche auch, und die Hauptfiguren müssen über ihre Schicksale entscheiden. In manchen Fällen sind es amüsante Skizzen, in anderen berührende. Hinzu kommt die Organisation der Abteilung, die Arbeit des dortigen Q wie bei Bond – Iwan Petrowitsch Kulibin. Die zweite Staffel hingegen enttäuschte. Die Drehbuchautoren fügten Dämonen hinzu, vertieften sich mehr in persönliche Auseinandersetzungen der Figuren, und irgendwo verflog die gesamte schauspielerische Leistung von Prilutschny. Oder sie fand sich im Gegenteil plötzlich für die erste Staffel, und danach kehrte er zu seiner gewohnten Rolle seiner selbst zurück.
„Himmlisches Gericht“ (2011, 2014)
Eigentlich tauchten Ideen, Mystik in den Alltag einzubringen, im einheimischen Kino schon vor langer Zeit auf. 2011 erschien erstmals das Projekt „Himmlisches Gericht“ über zwei Anwälte. Aber es sind keine gewöhnlichen Anwälte. Sie verhandeln Fälle vor dem Himmlischen Gericht und entscheiden, welches Schicksal die Seele eines Menschen erwartet. Nur gibt es hier keinen Himmel oder Hölle, diese Begriffe werden nicht verwendet – es gibt den Sektor des Nachdenkens oder den Sektor der Ruhe.
Alle Namen der hiesigen Helden sind auf die eine oder andere Weise mit Mythologie oder längst bekannten mystischen Figuren verbunden. Es gibt verschiedene Überlieferungen, zum Beispiel, dass eine Seele in Gestalt eines Vögelchens ankommen kann, was als Kommunikationsmittel genutzt wird.
Die zweite Staffel erzählt von der Überprüfung des Gerichts durch die Oberste Inquisition, wie könnte es anders sein? Jeder wird manchmal von einer Prüfung heimgesucht.
Im Zentrum der Serie steht das Duo des Anklägers Andrej (Konstantin Chabenski) und des Anwalts Wenjamin (Michail Poretschenkow), zwei Freunde, die immer auf entgegengesetzten Seiten stehen, aber bereit sind, einander zu helfen.
Zu den herausragenden Schauspielern kommen ungewöhnliche Drehorte wie die Pestfestung oder die Akademie A. L. Stieglitz hinzu, und am Ende erhält man ein leichtes und geistreiches Projekt über Leben und Tod, das einen manchmal über die eigene Gegenwart und Zukunft nachdenken lässt.
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