
Am romantischsten Tag des Jahres erinnern wir uns daran, wie bei Dates ungewöhnliche Beziehungen in beliebten (oder einfach interessanten) Filmen entstanden sind. Manche nehmen eine ungewöhnliche Wendung, manche regen zum Nachdenken an, aber alle sind auf ihre Weise faszinierend und einen erneuten Blick wert. Schließlich ist Valentinstag.
„(500) Tage mit Summer“ (2009)
Dates können nicht nur in Cafés oder Kinos stattfinden – die Figuren von Joseph Gordon-Levitt und Zooey Deschanel beschließen, einen einfachen Ausflug zu IKEA in ein echtes romantisches Abenteuer zu verwandeln. Ihre Gespräche parodieren gleichzeitig klassische Filme über durchschnittliche amerikanische Familien – und sind dennoch voller Humor und Groteske, die durch die Anwesenheit anderer Ladenbesucher abgemildert werden. Besonders eindrucksvoll ist die Datingszene im Vergleich zur IKEA-Szene in einer späteren Phase der Beziehung.
„E-Mail für Dich“ (1998)
Ein interessanter Ansatz für ein Kinodate – einer der Gesprächsteilnehmer ahnt nicht einmal, dass er sich gerade auf einem solchen Date befindet. Meg Ryan und Tom Hanks spielen zwei anonyme Internetbekanntschaften, die sich im echten Leben hassen. Hanks‘ Figur erfährt zufällig, wer seine Online-Freundin ist, und beschließt, nicht alle Karten aufzudecken – was als Date geplant war, wird zu einem scharfen Schlagabtausch vor dem Hintergrund offensichtlicher und plötzlicher Anziehung.
„Chasing Amy“ (1996)
Wenn man nicht weiß, worum es in dem Film geht, könnte man das erste Treffen zwischen Holden (Ben Affleck) und Alyssa (Joey Lauren Adams) für eines der angenehmsten und einfachsten Dates auf unserer Liste halten. Aber wenn man weiß, dass Alyssa bei ihrem nächsten Treffen mit einem anderen Mädchen französisch knutschen wird ... Das nette Gespräch beim Dartspielen wirkt dann nicht mehr so romantisch, oder?
„Büroromanze“ (1977)
Ein Klassiker des sowjetischen Kinos bescherte uns eine der denkwürdigsten Datingszenen. Ljudmila Prokofjewna (Alisa Freindlich), die den schüchternen Anatoli Jefremowitsch (Andrei Mjagkow) beeindrucken will, zieht ihr bestes Kleid an und kann sich nicht entscheiden, ob ihr Outfit angemessen ist. Die rührende Verlegenheit und das aufrichtige Interesse zweier Menschen, die nicht geplant hatten, sich ineinander zu verlieben, machen die Szene besonders ergreifend. Und gemeinsame Katzenrettungen verbinden immer.
„Manche mögen’s heiß“ (1959)
Wie in jeder guten Szene hat auch dieses Date eine kleine Besonderheit – Sugar (Marilyn Monroe) ahnt nicht, dass ihr Begleiter, der Millionär (Tony Curtis), in Wirklichkeit mit ihr in derselben weiblichen Jazzgruppe spielt und viel mehr über sie weiß, als er bei einem ersten Date wissen dürfte. Und er zögert nicht, dies auszunutzen. Die sexuelle Spannung auf der Yacht ist so greifbar, dass man sie mit dem Messer schneiden könnte.
„Hitch – Der Date Doktor“ (2005)
Dieses Date zwischen dem bescheidenen Buchhalter Albert (Kevin James) und der High-Society-Löwin Allegra (Amber Valletta) steht unter der Schirmherrschaft von Dr. Hitch (Will Smith) – läuft aber trotzdem nicht nach Plan. Das amüsante, alberne, aber sehr aufrichtige Zusammenspiel so unterschiedlicher Charaktere besticht und lässt einen glauben, dass zwischen ihnen echte, tiefe Gefühle entstehen können, auch ohne die Hilfe eines Liebesprofis. Zumindest, wenn man sich entspannt und an sich selbst glaubt.
„Ed Wood“ (1994)
Ein Vergnügungspark, zwei hübsche junge Leute, eine Fahrt durch den Geistertunnel – und ein Geheimnis, das die Beziehung im Keim hätte ersticken können. Doch die Tatsache, dass Ed Wood (Johnny Depp) gerne Frauenkleider trägt, stört Kathy (Patricia Arquette) überhaupt nicht – und das ist für den erfolglosen Regisseur einfach eine frische Brise. Wahrlich, manchmal beginnen die besten Beziehungen mit solchen Dates, voller Vertrauen und gegenseitigem Verständnis.
„Beim ersten Mal“ (2007)
Mädels, stellt euch vor, euer erstes offizielles Date findet statt, wenn ihr bereits wisst, dass ihr von eurem Begleiter schwanger seid. Ja, bei den Figuren von Seth Rogen und Katherine Heigl lief es genauso peinlich ab, wie ihr es euch vorgestellt habt. Besonders wenn man bedenkt, wie sehr sie scheinbar nicht zueinander passen und nicht bereit für ein Kind sind. Naja, nicht alles, was schlecht beginnt, ist auch schlecht.
„Liebe und Tauben“ (1984)
Meistens hinterlassen im Kino die ersten Dates einen besonderen Eindruck – doch „Liebe und Tauben“ geht einen anderen Weg und zeigt uns ein Date nach der Trennung der Eheleute. Die Helden von Alexander Michailow und Nina Doroschina versuchen, einander zu verstehen und herauszufinden, wie es weitergehen soll, was zu einer unerwarteten Szene leidenschaftlicher Versöhnung führt.
„Der Stadtneurotiker“ (1977)
Zuschauer haben manchmal die Chance, die den Gesprächsteilnehmern im Film verwehrt bleibt – nämlich ihre geheimen Gedanken zu sehen, wenn auch nur in Form von Untertiteln. Hinter dem gewundenen intellektuellen Gespräch über Fotografie verbirgt Alvy (Woody Allen) eigentlich den Wunsch zu sagen, wie sehr ihn Annie (Diane Keaton) anzieht, die wiederum ihre eigenen Komplexe und Selbstzweifel nicht zügeln kann. Das Leben wäre viel einfacher, wenn wir sagen würden, was wir denken, nicht wahr?
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