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Im Original heißt der Film „Verzaubert 2“ eigentlich „Entzaubert“. Interessant, wie gut dieser Titel auf die gesamte Situation mit dem Sequel passt?

Kurze Zusammenfassung

Was passiert normalerweise nach „und sie lebten glücklich bis ans Ende ihrer Tage“? Giselle (Amy Adams) hat ihren geliebten Robert (Patrick Dempsey) erfolgreich geheiratet und muss nun die Fürsorge für ihr neugeborenes Töchterchen mit den Herausforderungen der Pubertät ihrer Stieftochter Morgan (Gabriella Baldacchino) vereinbaren. Die Sache wird durch den schwierigen Umzug der ganzen Familie in die Vorstadt erschwert, wo die herrische Vorsitzende des Verwaltungsausschusses Malvina (Maya Rudolph) das Sagen hat.

Die Probleme fallen Giselle wie aus einem Füllhorn auf die zarten Schultern, die es nicht mehr aushält und, indem sie ein magisches Geschenk der Pateneltern ihrer Tochter nutzt, einen Wunsch äußert. Dieser Wunsch wird beide Welten auf den Kopf stellen – sowohl die ruhige Vorstadt als auch das magische Land Andalasien. Aber die wichtigste Frage ist: Welchen Preis werden Giselle und ihre Familie für ein märchenhaftes Leben zahlen müssen?

Zuerst zu den Pluspunkten

Nun, insgesamt ist der Film recht angenehm geworden. Diejenigen, die mit dem ersten Teil aufgewachsen sind, können definitiv Freude daran haben, denn wir haben eine gute, vollwertige Fortsetzung vor uns, die besser abschneidet als andere.

„Hocus Pocus 2“: Die traurige Rückkehr der Sanderson-Schwestern
Warwara Uljanenok
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Verzaubert 2

Eigentlich, obwohl ich persönlich das Ausschlachten erfolgreicher Filme durch Sequels, Prequels und Spin-offs wirklich nicht mag, schafft es „Verzaubert 2“, den Geist von „Verzaubert“ aufrechtzuerhalten, und das ist bereits ein unbestreitbarer Pluspunkt. Saftige Hintergründe, hervorragende Kostüme (derjenige, der für Giselles Garderobe verantwortlich war, ist einfach ein Riesen-Genie), hübsche Choreografie. In den ersten zwanzig Minuten wollte man einfach nur lächeln und in Nostalgie schwelgen. Und auch die Einfachheit der Geschichte spielt den Machern in die Hände, denn sie erlaubt es ihnen, sich ausgiebig über Genre-Klischees lustig zu machen. Was sie ja schon im fernen Jahr 2007 erreicht haben.

Eine kleine lyrische Abschweifung – für einen so verrückten Broadway-Fan wie mich ist die Anwesenheit großartiger Schauspieler, die fast niemand vom Sehen kennt (wie die originale Dschinni aus der Inszenierung von „Aladdin“ oder die Schauspielerin aus „Avenue Q“) immer ein fetter Pluspunkt.

Verzaubertes Bild

Die Hauptarbeit lastete natürlich auf den Schultern der Schauspieler. Und Amy Adams hat nicht enttäuscht. In „Verzaubert 2“ ist sie einfach göttlich gut – zum Glück erlaubte ihr das Material, ihre im Laufe der Jahre gesammelte schauspielerische Bandbreite zu demonstrieren. Ihr zuzusehen ist ein Genuss, und in manchen Momenten tat es sogar leid, dass man sie nicht noch mehr gezeigt hat. Plus möchte ich James Marsden gesondert erwähnen, der scheinbar für immer jung und energiegeladen geblieben ist. Die anderen…

An der jungen Star-Gabriella Baldacchino habe ich keine besonderen Fragen. Aber dem armen Dempsey wurde kein vernünftiges Material zur Verfügung gestellt, daher wirkt seine Handlungslinie völlig überflüssig. Maya Rudolph gab ihr Bestes, aber auch in der Logik ihrer Figur gibt es erhebliche Lücken, die es ihr nicht erlaubten, sich richtig zu entfalten.

Verzaubert 2

Und die plötzliche aktive Beteiligung von Idina Menzel an der Erzählung wirkt äußerst unglaubwürdig. Ich verstehe, dass ihr einen Broadway-Liebling zur Verfügung hattet und ihr unbedingt einen vollwertigen Song geben musstet (zur Erinnerung: Menzel hat Elsa ihre Stimme geliehen, und „Let it go“ wurde nicht zuletzt dank ihr zum Hit). Aber doch nicht auf Kosten der Erzählung?

Zudem begann „Verzaubert 2“ auf der Bildebene plötzlich zu bröckeln. Irgendwann sah alles aus wie eine billige Maskerade vor Pappkulissen. Eine besondere Enttäuschung war die Animation, die im Original auf dem Niveau der besten Filme des Studios war, hier aber extrem ruckelig wurde und eher an die unseligen „Direct-to-DVD“-Produktionen erinnerte, mit denen der Markt in den Neunzigern überschwemmt war. Die Diskrepanz zwischen den Dialogen der Figuren und den Bewegungen der Modelle war einfach messerscharf.

Leider ist vieles nicht gelungen

Und hier ist für mich der Hauptminuspunkt, wie immer, das Drehbuch. Denn die Logik des Geschehens geht verloren. Wir schauen uns ein Märchen an, daher kann man vieles verzeihen oder auf magische Einmischung schieben. Um „Verzaubert 2“ nicht zu sehr zu spoilern, werde ich vage Formulierungen verwenden, aber nach dem Aussprechen des Wunsches kommt es bei vielen Figuren zu starken Veränderungen, deren Beständigkeit je nach den Zielen der Drehbuchautoren variiert. Die Figuren erinnern sich mal an ihr vorheriges Leben, mal nicht. Mal verhalten sie sich neu, mal wie zuvor. Und das ohne jede Konsequenz – einfach so. Auch das Finale wirkte sehr gehetzt.

Verzaubert 2

Und der Soundtrack hat mich ehrlich gesagt auch etwas enttäuscht. Alan Menken ist natürlich großartig, aber die Lieder aus diesem Film ähneln all seinen vorherigen Liedern. Sie sind sehr austauschbar, tauchen aus dem Nichts auf und sind absolut vorhersehbar.

Bis auf eines, das so göttlich gut ist, dass ich es seit zwei Tagen in Dauerschleife höre. Sagen wir es so: Hier ist ein weiterer Beweis dafür, dass Schurkenlieder um einiges interessanter sind als alle anderen. Wenn ihr keine Angst vor Spoilern habt – ich empfehle direkt, „Badder“ mit seinem wunderbaren Gesang und dem amüsanten Wortspiel von Stephen Schwartz zu bewerten. Selbst wenn ihr nicht vorhabt, den Film selbst anzuschauen.

Fazit

Ich habe es nicht bereut, den Film „Verzaubert 2“ gesehen zu haben. Mehr noch, ich hatte Freude daran. Aber das Ergebnis hätte definitiv viel interessanter sein können, es fehlten buchstäblich ein paar Schritte. Schade.