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Am 10. November kommt „Something in the Dirt“ in die Kinos, der Hit des Sundance Festivals und eine neue unterhaltsame Arbeit des Duos Justin Benson – Aaron Moorhead. Und wieder geht es um Paranormales, das die Filmemacher und ihre Fans so fasziniert...

Nach der Zusammenarbeit mit Streaming-Giganten wie Netflix („Archive 81“) und Disney+ („Loki“) kehrte das kreative Duo Justin Benson – Aaron Moorhead zu ihrem geliebten experimentellen Kino zurück. Ihr neuestes Werk – „Something in the Dirt“ (deutscher Titel: „Übernatürliches. Zeichen“) – ist ganz das, wofür dieses Duo bekannt ist: eine knifflige Handlung, einfallsreiche Bilder und eine grenzenlose Liebe zum Film.

Die Wahrheit ist irgendwo da draußen ... auf der Couch

Die neu kennengelernten Nachbarn John und Levi (gespielt von Benson und Moorhead selbst) werden zufällig Zeugen eines übernatürlichen Phänomens in Johns Wohnung – ein kristallener Aschenbecher beginnt in der Luft zu schweben. Bald erscheinen und verschwinden mysteriöse Symbole an der Wand, und in der Speisekammer tut sich erst recht Unerklärliches.

Anstatt vor diesem Spuk die Flucht zu ergreifen, beschließen die neuen Kameraden, diese Ereignisse zu dokumentieren und das daraus entstehende Material in einen Dokumentarfilm zu verwandeln.

Something in the Dirt Film

Die Helden springen kopfüber in dieses Kaninchenloch, in dem sich Verschwörungstheorien überschlagen und Mulder und Scully alt aussehen lassen. In jeder Kleinigkeit sehen sie überall Zeichen. Mit großer Begeisterung versuchen sie, Zufälle zu interpretieren, historische Bestätigungen zu finden und für die Bedeutung des Dokumentarfilms sogar Experten aus verschiedenen Bereichen hinzuzuziehen. Und das alles – ohne das Haus zu verlassen!

Jenseits des Unmöglichen

Im Film „Something in the Dirt“ wird etwas Erstaunliches vollbracht – die Grenzen zwischen Film und Realität werden vollständig aufgehoben. Die Hauptfiguren drehen einen Dokumentarfilm, von dem wir einen Teil auf der Leinwand sehen, parallel dazu, dass wir selbst einen Film über zwei Freunde sehen, die eben diesen Film über das Filmen eines Films gedreht haben. Bei diesem Paradoxon explodiert das Gehirn noch heftiger als bei den Zufällen, die das Bewusstsein von John und Levi im Laufe ihrer erstaunlichen Entdeckungen erschüttern, die mal an den „Da Vinci Code“, mal an die Pythagoreer erinnern.

Justin Benson und Aaron Moorhead – die strahlende Zukunft des Genrekinos
Roman Kovalev
Justin Benson und Aaron Moorhead – die strahlende Zukunft des Genrekinos

Justin Benson und Aaron Moorhead sind Horror-Filmemacher, Filmfans und Allround-Talente. Solchen Leuten gehört die Zukunft unserer geliebten Kunst.

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Something in the Dirt ansehen

Der Film selbst ist voll von allerlei Post-, Post- und Meta-, Meta-. Die Autoren verknüpfen überzeugend eine Theorie mit der nächsten, um dann ebenso leicht über die Absurdität dieser Gedankengänge zu ironisieren. Und das ist angenehm, wenn man gleichzeitig unterhalten und nicht für dumm verkauft wird.

Dem Zuschauer wird die Möglichkeit eingeräumt, den Film selbst mit Sinn (oder sogar mehreren Sinnen) zu versehen oder im Gegenteil über die Lächerlichkeit des Ganzen zu lachen. Man kann sich kopfüber in die Wahrheitssuche gemeinsam mit den Figuren stürzen oder aber in den verschiedenen Details ein Spiegelbild paranoiden gesellschaftlicher Stimmungen erkennen.

Something in the Dirt 2022

Wenn man die gesamte paranormale Seite der Geschichte beiseite lässt, wird sofort klar, dass es bei „Something in the Dirt“ im Grunde um Freundschaft geht. Darum, wie zwei einsame Menschen, die eigentlich nichts gemeinsam haben, durch ein plötzlich gemeinsames Interesse zusammenfinden.

Wenn man bis zum Abspann des Films bleibt, sieht man, dass die Autoren ihn selbst den Freunden widmen, die gerne ihren eigenen Film drehen würden. Ebenso Enthusiasten, die eine fesselnde Geschichte erzählen können, ohne die eigene Wohnung zu verlassen. Einfach so. Aus Liebe zur Kunst. Und diese Aufrichtigkeit bleibt nicht unbemerkt.

Trailer: