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Pixar ist eine wahre Fabrik für die Produktion von rührenden, lustigen und lehrreichen Meisterwerken. Jede neue Arbeit des Studios zieht die verdiente Aufmerksamkeit von Millionen Zuschauern auf sich. Aber selbst unter der Masse gelungener Filme gibt...

Fast jedes Jahr veröffentlicht Pixar einen Film, von denen viele zum goldenen Fundus des Weltkinos gehören. Mit dem kürzlichen Erscheinen von „Lightyear“ umfasst das Studio nun 26 abendfüllende Werke. Die Redaktion von „Nach dem Abspann“ hat sich entschieden, die 10 besten Pixar-Filme auszuwählen. Es war schwierig, aber verdammt spannend. Könnt ihr erraten, wer die Spitze unserer Liste erreicht hat?

Luca

Platz 10 — Luca

— ist ein sehr kammerspielartiger und persönlicher Film. Viele werden ihn wahrscheinlich nicht zu den besten Werken des Pixar-Studios zählen. Aber die Sache ist die: Wenn euch die Geschichte über die Freundschaft zweier Wesen mit einem Mädchen und den besten Sommer eures Lebens bekannt vorkommt, wird sie sich so tief in eure Seele schleichen, dass der Film sofort zu einem eurer Lieblinge wird.

„Luca“ – Sonne, Meer und Monster für Kinder
Warwara Uljanenok
„Luca“ – Sonne, Meer und Monster für Kinder
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Erstaunlich, wie eine recht einfache Handlung, die in der italienischen Provinz spielt, das Sommer-Feeling vermittelt und Erinnerungen an eine unbeschwerte Kindheit weckt, in der es schien, als gehöre jeder Tag nur einem selbst. Man hat das Gefühl, mit seinen Freunden sei man zu allem fähig: mal den Mond berühren, mal mit dem Moped auf Reisen gehen; aber die Zeit ist noch endlos, denn die Ferien sind noch lange nicht vorbei, also alles später, jetzt wird erstmal gebadet…

Rot

Platz 9 — Rot

Pixar sind schon immer eindrucksvolle Metaphern in Gesprächen über wichtige Themen gelungen. So auch in „Rot“: Die Autoren fanden einen visuell einprägsamen „Schlüssel“, um über die Schwierigkeiten der Selbstfindung und Selbstakzeptanz in einer Welt der Globalisierung und kulturellen Vermischung zu sprechen. Nämlich einen riesigen roten Panda – ein Symbol für die Verwirrung der dreizehnjährigen Meilin Lee, die eine schwierige Phase des Erwachsenwerdens durchlebt. Sie lebt in den USA in einer Familie chinesischer Migranten und versucht, zwischen den Traditionen ihrer Eltern aus dem Osten und ihren eigenen, im Westen geborenen Interessen zu balancieren.

Wie man den inneren Panda in Pixars Animation „Rot“ zähmt
Nadeschda Wassiljewa
Wie man den inneren Panda in Pixars Animation „Rot“ zähmt

Pixar – längst nicht mehr nur ein Studio-Name, sondern eine Marke, die nicht enttäuscht. Im März dieses Jahres erschien ihr neuer Film „Rot“, der eindeutig den Anspruch erhebt, die Anleitung Nummer eins zu sein

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„Rot“ erinnert an eine leichte Psychotherapiesitzung, mit spannenden Abenteuern, herzlichen Gesprächen und aufrichtigen Offenbarungen sowohl von Erwachsenen als auch von Kindern. Es ist ein Familienfilm, in dem sich die Idee wie ein roter Faden durchzieht: Redet miteinander und akzeptiert die Menschen so, wie sie sind, und nicht so, wie ihr sie haben wollt. Besonders wenn es euer Kind ist. Banal, aber immer aktuell.

Die Unglaublichen

Platz 8 — Die Unglaublichen

Das unglaubliche Können von Brad Bird als Regisseur hat den Übergang vom Realfilm zum Animationsfilm erstaunlich erfolgreich gemeistert. Mehr noch: Er bekam eine der schwierigsten Aufgaben – die Produktion des ersten Pixar-Films zu übernehmen, in dessen Mittelpunkt nicht Spielzeuge, Fische oder Monster stehen, sondern ausschließlich Menschen. Viele Menschen. Und Bird hat diese Aufgabe mit Bravour gemeistert.

Nicht nur, dass „Die Unglaublichen“ eine für alle Altersgruppen interessante Geschichte mit einem recht düsteren Unterton erzählen kann. Nicht nur, dass die Animation und der Stil nur das höchste Lob verdienen (lustige Tatsache: Sowohl der Hauptschurke als auch der Hauptheld wurden nach Brad selbst modelliert, der auch eine der Figuren brillant synchronisiert hat). Nicht nur, dass dieser Film die Entwicklungsrichtung von Pixar stark beeinflusst hat. Es ist auch einfach ein sehr guter Superheldenfilm.

Findet Nemo

Platz 7 — Findet Nemo

Die Anzahl der erwachsenen Themen, die „Findet Nemo“ anzusprechen wagt, ist erstaunlich und verdient Respekt. Da gibt es Massenmord, die Schwierigkeiten des Lebens als Alleinerziehender, eine Behinderung bei Kindern und eine komplexe neurologische Störung. Und doch steht die Liebe eines Vaters zu seinem Sohn im Mittelpunkt, eine Liebe, die so stark ist, dass keine Phobie mit ihr fertig wird.

„Findet Nemo“ spielt auf solchen Saiten der Seele, von deren Existenz man gar nicht wusste. Und genau das ist eine der Aufgaben der Kunst. Pixar muss die Techniken, die hier nur angedeutet werden, noch verfeinern, aber schon an diesem Werk (bei dem der Soundtrack eine besondere Erwähnung verdient) erkennt man das enorme Potenzial des jungen Studios.

Die Monster AG

Platz 6 — Die Monster AG

Noch nie waren die Monster im Schrank so bezaubernd wie bei Pixar. Im fernen Jahr 2001 war der Film über schreckliche Kreaturen, die Kindern vor dem Schlafengehen erscheinen und unter den Betten hervorkriechen, ein Hauch frischer Luft – nicht nur wegen der ungewöhnlichen Handlung und Interpretation, sondern auch in technischer Hinsicht. Die Regisseure haben versucht, aus der Animation etwas für die damalige Zeit Unwirkliches zu machen – denkt nur daran, wie sich die Haare auf Sullivans Körper bewegten, wie das Licht fiel oder wie die Szene mit den Schiebetüren und den verschiedenen Welten animiert wurde. Da könnte selbst Strange mit seinem Multiversum des Wahnsinns neidisch werden!

Die Schönheit des Films lag darin, dass man ihn mit der ganzen Familie ansehen konnte – er war nicht zu kindisch und nicht zu erwachsen. Jeder kann sich seinen Lieblingshelden aussuchen. Vergessen wir nicht die wichtigen Themen, die die Macher beleuchten – Freundschaft, Unterstützung durch die Liebsten, die Fähigkeit, niemals aufzugeben und seinen Prinzipien treu zu bleiben, und natürlich die Liebe. Dabei wird die Rührung nicht durch großartigen Humor beeinträchtigt, sondern eher noch bereichert. Das Eintauchen in eine Parallelwelt, die von Monstern bevölkert ist und unsere kindlichen Ängste widerspiegelt, ist gelungen.

Coco – Lebendiger als das Leben!

Platz 5 — Coco – Lebendiger als das Leben!

Die erste Fünf unserer Top-Liste wird von einer sehr berührenden Geschichte eröffnet, die davon handelt, wie wichtig es ist, sich an seine Lieben zu erinnern, und dass nach dem Tod vielleicht nichts endet. Aber die Hauptbotschaft ist: Wenn wir diejenigen nicht vergessen, die die sterbliche Welt verlassen haben, bleiben sie für immer bei uns, in unseren Herzen und in unseren warmen Erinnerungen.

Für „Coco“ mussten die Animatoren sogar ein neues Programm entwickeln, das es ermöglichte, Kleidung voluminös auf Skeletten sitzen zu lassen, da die für das Rendering zuständige Software Presto diese Aufgabe nicht bewältigen konnte. Außerdem schufen die Entwickler 7 Millionen Lichtquellen, was den Film zu einem der farbenprächtigsten in der Filmografie von Pixar machte.

Ratatouille

Platz 4 — Ratatouille

„Wo sonst soll man seinen Träumen nachhängen, wenn nicht in Paris?!“ So lautet ein Zitat aus dem Film „Ratatouille“, der 2007 erschien. Die Geschichte eines kleinen Kochmäuschens eroberte viele Herzen. Es scheint eine banale Geschichte über Inspiration und das Streben nach seinem Traum zu sein. Aber trotz der animierten Form kann man die exquisite französische Küche bewundern und sich nicht wundern, wenn man nach dem Anschauen Lust bekommt, in die eigene Küche zu gehen und ein kleines Meisterwerk zu schaffen.

Also, wie lautet das Rezept für einen gelungenen Abend vor dem Bildschirm? Französischer Chic und Romantik, verfeinert mit einer Prise leichtem Humor, einem Hauch von Rührung und der wichtigsten Zutat – dem Glauben nicht nur an sich selbst, sondern auch an die Menschen um einen herum. Voilà!

WALL·E – Der Letzte räumt die Erde auf

Platz 3 — WALL·E – Der Letzte räumt die Erde auf

Schweigen ist manchmal die beste Antwort auf Fragen. Diese indische Weisheit machte sich Regisseur Andrew Stanton zu eigen und schuf einen erstaunlich anziehenden und rührenden Film über einen einsamen Reinigungsroboter. Die Menschen sind ins All geflogen, aber der Arbeiter WALL·E räumt weiterhin schweigend den Planeten von Müll, ohne zu ahnen, wie sehr sich sein Leben mit dem Erscheinen eines anderen Roboters verändern wird.

Stantons Werk brauchte keine Worte, um eine Geschichte über universelle Liebe zu erzählen, die Menschheit an ökologische Bedrohungen zu erinnern und sogar die Konsumgesellschaft zu verspotten. „WALL·E“ von Pixar enthüllt bei jedem neuen Ansehen (und ihr habt ihn sicher schon mehrfach gesehen oder werdet es tun) Schicht für Schicht und wird nie langweilig. Eine fantastische Eigenschaft eines fantastischen Films.

Oben

Platz 2 — Oben

„Oben“ verdient es, allein schon wegen des umwerfenden Gags mit dem GPS-Navigator in den Top Drei zu sein. Der war vor 13 Jahren schon lustig und bringt mich heute noch zum Weinen. So genial musste man sich das erst einmal ausdenken. Ich schwöre, ihm wurden der „Oscar“ und der „Goldene Globus“ nur deswegen verliehen. Normalerweise applaudiert man in Cannes Filmen dafür etwa 8 Minuten lang.

Eigentlich ist „Oben“ ein weiteres berührendes und vielschichtiges Projekt in der Pixar-Filmothek. Ein Roadmovie mit Heliumballons in die malerischen Tropen in Begleitung eines fröhlichen, optimistischen Pfadfinders und eines sprechenden Hundes – was gibt es Besseres? Natürlich kann es noch besser sein, wenn sich ihnen ein seltener Vogel anschließt, der Schokolade liebt. Der sentimentale Film von Pete Docter lehrt den Zuschauer, zu träumen, das Leben zu genießen und auch in den verrücktesten Situationen nicht den Optimismus zu verlieren. Und auch, dass man Gegenstände fest in der Hand halten sollte – das auch.

Alles steht Kopf

Platz 1 — Alles steht Kopf

In „Alles steht Kopf“ stellt Pete Docter den menschlichen Verstand als eine Art ständige Vorstandssitzung dar, bei der fünf grundlegende Emotionen an der Steuerung der wichtigsten Entscheidungen beteiligt sind. Entscheidungen, die unsere sich dynamisch entwickelnde Identität formen.

Die Handlung ist nicht mehr als ein Vorwand für eine Reise durch den riesigen, erstaunlichen und nie vollständig erforschten Raum des Gehirns, der sich als streng in Emotionsgebiete unterteiltes Territorium entpuppt. Der Film wirkt oft gleichzeitig erstaunlich komplex und schmerzhaft einfach und sogar vorhersehbar. Er enthält viele geistreiche Momente und Szenen, die durch ihre Offensichtlichkeit berühren. In vielen Episoden erkennt der Zuschauer leicht sich selbst oder seine Lieben wieder. Und diese Verständlichkeit, kombiniert mit der makellosen Optik und den farbenfrohen Emotions-Charakteren, macht „Alles steht Kopf“ zu einem herausragenden Film.