
Guten Abend, liebe Zuhörer! „Nach dem Abspann“ verfolgt weiterhin die Missgeschicke der Moderatoren des Podcasts „Morde im selben Gebäude“. In dieser Ausgabe erwarten Sie ungewöhnliche Trauerfeiern, Kenner der Müllkunst, lesbische Küsse und vieles mehr!
Vorherige Recaps:
Achtung: Im Folgenden gibt es Spoiler zur Serie „Morde im selben Gebäude“
Teil 1. Wie wird man Beweise los?
Die heutige Geschichte nutzt als verbindendes Element Rückblenden – die erste, spöttisch-historisch, erzählt, woher in einem der Schränke des Gebäudes ein geheimer Aufzug kam. Es stellt sich heraus, dass der ursprüngliche Architekt des Komplexes „Arconia“ und gleichzeitig Vater der ermordeten Bunny Folger es liebte, in seine Projekte kleine Geheimnisse einzubauen. Und mit Hilfe dieses Aufzugs spionierte er jungen Schönheiten beim Umkleiden nach. Wer hätte das gedacht!
Also entdecken unsere Helden Charles-Haden Savage (Steve Martin), Oliver Putnam (Martin Short) und Mabel Mora (Selena Gomez) ein verschwundenes und sehr teures Gemälde in Charles‘ Wohnung. Die Vermutungen über den auf der Leinwand abgebildeten Mann bestätigen sich, da auf der Rückseite der Titel des Gemäldes angegeben ist – „Savage“. Natürlich erinnern sich die Fans der ersten Staffel von „Morde im selben Gebäude“ daran, dass Charles eine sehr komplizierte Beziehung zu seinem Vater hat – und genau aus diesem Grund sprachen sie einst mit der verschwiegenen Mabel.
Während unsere Helden ratlos sind, lädt der Nachbar Howard (Hallo, Howard! Wie schön, ein bekanntes Gesicht aus der ersten Staffel zu sehen!) sie zu Bunnys Trauerfeier ein, was sie natürlich auf die Idee bringt, das Gemälde unbemerkt zurückzubringen.
Auf der Trauerfeier erwartet uns eine amüsante Anspielung auf Olivers Liebe zu Hummus und die größte Überraschung – das Erscheinen von Bunnys Mutter Leonara, gespielt von der göttlichen Shirley MacLaine, die die Besitzerin des Gemäldes ist. Der Plan der Helden scheitert, dafür bekommen wir einige äußerst interessante Szenen mit Leonara. Außerdem wird uns so deutlich und offen zu verstehen gegeben, dass die alte Dame kaum den Mord begangen haben kann, dass man sich unwillkürlich fragt: Versucht man, uns in die Irre zu führen?..
Teil 2. Der Podcast „Morde im selben Gebäude“ einzeln
Das Gemälde, das die ungeschickten Podcast-Kollegen auf dem Müll versteckt haben, verschwindet spurlos, und die Helden gehen ihren eigenen Geschäften nach.
Charles spricht mit Leonara und erfährt, dass sein Vater eine Affäre mit ihr und der Künstlerin Rose Cooper hatte, die dann unter ungeklärten Umständen verschwand. Dies führt zu einer Reihe von Rückblenden, durch die Charles das Bild zusammensetzt: Sein Vater ging unter dem Deckmantel von Vorsprechen zu Verabredungen mit Rose in das Haus gegenüber der „Arconia“, ließ seinen Sohn beim Pförtner warten, und nach einem dieser Treffen wurde er von der Polizei abgeholt. Hmm, interessant, wie früh diese Handlungsstränge durchdacht wurden? Denn bisher sieht es ein wenig wie eine nachträgliche Anspielung auf die erste Staffel aus...
Mabel hingegen besucht ihre neue Bekannte Alice (Cara Delevingne). Dies führt zu einer epischen Zerstörung einer abstrakten Skulptur zu dem Lied von Billie Eilish, gefolgt von einem unbeholfenen Kuss.
Anmerkung der Moderatorin: Kam es nur mir so vor, dass Selena Gomez in dieser Szene äußerst unbehaglich wirkte? Wie dem auch sei, jetzt ist klar, warum die Figur von Oscar entfernt wurde. Traurig. Aber wir schweifen ab, liebe Zuhörer, kehren wir zur Erzählung zurück.
In der Zwischenzeit besucht Oliver Amy Schumer (die selbst in der minimalen Bildschirmzeit bereits anfing, ehrlich gesagt, offen zu nerven). Während der Diskussion über eine potenzielle Serie, die auf dem Podcast „Morde im selben Gebäude“ basiert, bemerkt Oliver den verschwundenen „Savage“, den Amy auf dem Müll gefunden und an ihre Wand gehängt hat.
Was für ein netter Zug zur Charakterisierung von Schumers Figur. Auf Müllhalden herumstöbern und fremdes Zeug mitnehmen. Sind wir sicher, dass dies keine zufällige Selbstreflexion ist?
Teil 3. Rückkehr des Gemäldes und Zusammenfassung
Alle drei Handlungsstränge laufen zusammen und führen dazu, dass Leonara in Amys Wohnung einbricht. Hier stellt sich heraus, dass das Gemälde nur eine Reproduktion ist, das Original ist folglich immer noch verloren.
Die Episode endet damit, dass Bunnys sprechender Papagei, der laut Testament an Oliver ging, andeutet, dass er weiß, wer der Schuldige des Geschehens ist. Cliffhanger um des Cliffhangers willen.
Sie fragen sich, wie unsere Eindrücke von der zweiten Folge sind und ob die Serie „Morde im selben Gebäude“ wieder aufs Pferd steigen konnte? Leider befinden wir uns noch im Aufwärmstadium. Cara und Amy sind erwartungsgemäß bisher die schwächsten Charaktere, und das Interesse am Lösen des Geheimnisses ist in uns noch nicht erwacht.
Dafür haben wir eine fantastische Verstärkung der Besetzung in Form von MacLaine bekommen, die alle Nebencharaktere zusammen aussticht. Und, Gott sei Dank, die Befürchtungen bezüglich Oliver haben sich bisher nicht bestätigt. Das reicht vorerst, um nicht die Hände sinken zu lassen und mit Hoffnung im Herzen weiterzuschauen.
Nun, das war‘s für heute von uns. Wir kommen in Kürze zurück, um über die dritte Folge zu berichten und ein wenig weiterzutratschen. Bis bald!
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