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Am 7. April kommt „Hatching“ in die Kinos, ein skandinavischer Horrorfilm über die Pubertät und den Mutter-Tochter-Konflikt, der eine skurrile und metaphorische, aber sehr verständliche Form angenommen hat.

Kino ist eine erstaunliche Sache. Ein und dasselbe Thema kann es auf völlig unterschiedliche Weise sezieren. Auch der neue skandinavische Horrorfilm „Hatching“ (Pahanhautoja) beweist dies, indem er im Grunde dem kürzlich erschienenen Kinderanimationsfilm <a href="/b/post/18266-pixar">„Rot“</a> folgt, aber radikalere Mittel wählt, um zu zeigen, dass man mit seinen Teenager-Kindern reden kann und sollte.

Wie man den inneren Panda im Pixar-Animationsfilm „Rot“ zähmt
Nadeschda Wassiljewa
Wie man den inneren Panda im Pixar-Animationsfilm „Rot“ zähmt

Pixar ist längst nicht mehr nur ein Studio-Name, sondern eine Marke, die nicht enttäuscht. Im März dieses Jahres erschien ihr neuer Film „Rot“, der eindeutig den Anspruch erhebt, die Anleitung Nummer eins zu sein

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Die perfekte Familie … oder auch nicht

Im Zentrum der Geschichte steht eine scheinbar vorbildliche Familie, um deren Wohlergehen sich die Mutter-Bloggerin (Sophia Heikkilä) am meisten sorgt. Sie zeigt der ganzen Welt, wie schön ihr Zuhause ist, wie tadellos die Kinder sind – der wohlerzogene Matias (Oiva Ollila) und die talentierte 12-jährige Tinja (Siiri Solalinna), die turnt – und wie harmonisch ihre Beziehungen sind. Kurz gesagt: ein Wunder, keine Familie!

Hatching Film

Doch hinter dieser falschen Fassade der Perfektion verbergen sich zahlreiche Konflikte, deren Katalysator das von Tinja gefundene Ei ist. Das Mädchen beschließt, den Wald-Fund mit nach Hause zu nehmen, ohne darüber nachzudenken, wohin das führen könnte.

Geradlinige, aber funktionierende Metaphorik

„Hatching“ wird als Body-Horror positioniert. Und es gibt reichlich schaurige körperliche Verwandlungen, wobei Regisseurin Hanna Bergholm selbst vor den unangenehmsten Details und Nahaufnahmen nicht zurückschreckt. Das ist kein glatter Hollywood.

Dabei geht der Film weit über einen gewöhnlichen Horrorfilm hinaus, der auf effektvoller visueller Einschüchterung des Zuschauers basiert. Hinter einer Tonne Erbrochenem, enthaupteten Hunden und verletzten Gliedmaßen verbirgt sich eine einfache und verständliche Geschichte über die Pubertät eines Teenagers. Ja, in einer unerwarteten metaphorischen Form, aber dennoch.

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Das Mädchen wird zur Frau durch Versuche, der Mutter – einer latenten Tyrannin – zu gefallen, durch das Erkennen der eigenen Stärke und die Bekanntschaft mit neuen Eigenheiten ihres Körpers, aber was noch wichtiger ist: durch die Akzeptanz des heranreifenden inneren „Ich“.

„Hatching“ fungiert als Mahnung an Eltern, die nicht möchten, dass ihr Kind zu einem wahren Monster wird. Der Film erinnert daran, dass jede Beziehung zwischen Menschen auf Dialog aufgebaut sein sollte, nicht auf Unterordnung. Und er bestätigt einmal mehr anschaulich, dass Versuche, alles nach eigenem Kopf zu machen, ohne die Meinung anderer (insbesondere der Familie) zu berücksichtigen, selten gut ausgehen.

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Eine Prise skandinavischen Geistes

Im Text wird mehrfach das Wort „skandinavisch“ erwähnt, und es geht dabei nicht nur darum, dass „Hatching“ ein Produkt der gemeinsamen finnisch-schwedischen Filmindustrie ist, sondern um den Geist und die Atmosphäre, die im Film zu spüren sind. Es gibt hier ein Minimum an emotionalen Szenen, aber die äußere Kälte hebt die durch den Bildschirm spürbare Spannung nicht auf.

Skandinavien zeigt sich hier in allem: von der perfekt ausbalancierten Bildsprache (nicht umsonst taucht in Synopsen und Kritiken zwangsläufig IKEA auf) bis zum zurückhaltenden Spiel des führenden Schauspieler-Duos Heikkilä-Solalinna, das den Mutter-Tochter-Konflikt hervorragend darstellt. Und dieses zusätzliche Kolorit verleiht dem ohnehin schon atmosphärischen Horrorfilm zusätzliche Pluspunkte.

Hatching Horrorfilm

Lohnt es sich, den Film „Hatching“ anzusehen?

Das Debütwerk von Hanna Bergholm hat auf dem Sundance-Festival für Aufsehen gesorgt und sogar Vergleiche mit Yorgos Lanthimos eingebracht. Und das zu Recht – dieser in vielerlei Hinsicht skurrile Film erfüllt nicht nur die Unterhaltungsfunktion des Genres, sondern geht auch darüber hinaus, indem er eine vielen Zuschauern vertraute Geschichte erzählt und zur Neubewertung einiger Lebenswerte anregt.

„Hatching“ könnte einen Teil der Zuschauer aufgrund der Natürlichkeit einiger schauriger Szenen und der abstoßenden animatronischen Kreatur „aus dem Ei“ abschrecken, aber wenn man darüber hinausblickt, kann man viel Interessantes daraus ziehen.

Trailer: