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Das neue britische Drama „Das Dienstmädchen“ ist eine gemächliche, zähe Geschichte über die Prüfungen, die wir aus Liebe überwinden müssen.

Die Grenze zwischen ruhiger und langweiliger Erzählung ist sehr schmal; schade, dass „Das Dienstmädchen“ sie überschreitet.

Synopsis

Traditionell ist es den Dienstboten am Muttertag erlaubt, frei zu nehmen, um ihre Mütter zu besuchen. Das nutzt die Waise Jane Fairchild (Odessa Young), die den Tag mit ihrem Geliebten aus wohlhabender Familie, Paul (Josh O’Connor), verbringt.

Dieser Tag wird ihr für immer in Erinnerung bleiben – das sonnendurchflutete Haus, Bücher, Gespräche und Ereignisse, die schon bald ihren Lebensweg verändern werden. Die Puzzleteile aus fremden Erinnerungen und bruchstückhaften Szenen fügen sich allmählich zu einem einheitlichen, vollendeten Bild zusammen.

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Ästhetik des Films „Das Dienstmädchen“

Der stärkste Aspekt des Films ist zweifellos die Atmosphäre. „Das Dienstmädchen“ versetzt einen mit jeder Szene, jeder Einstellung, jeder Emotion der Schauspieler allmählich in einen meditativen Zustand. Und vor allem mit der Musik. Es kommt nicht oft vor, dass man nach dem Verlassen des Kinos ins Internet geht, um den Namen des Komponisten herauszufinden. Nun, Morgan Kibby war für mich eine Entdeckung.

Im Grunde hat Regisseurin Eva Husson in erster Linie auf die Ästhetik hingearbeitet. Schöne Menschen, die ohne Scheu nackt herumlaufen und keine Scheu haben, so verletzlich vor der Kamera zu erscheinen. Lange, nachdenkliche Gespräche bei einer Zigarette, von denen es hier sehr viele gibt. Eine wunderbare Inszenierung, die jedes Instrument mit erstaunlicher Präzision einsetzt.

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Hat das einen Sinn ergeben?

Und wieder einmal zerschellt alles am Drehbuch wie die Titanic am Eisberg. Die Geschichte selbst ist simpel wie nur was, jede Wendung ist kilometerweit vorhersehbar. Manchmal blitzt im Kopf die Hoffnung auf, dass einen vielleicht doch noch etwas überraschen wird – aber nein. Schablonen, Klischees und ausgelutschte Tropen.

Natürlich kann man die Einschränkungen der Vorlage berücksichtigen, denn „Das Dienstmädchen“ basiert auf dem Roman „Mothering Sunday“ von Graham Swift aus dem Jahr 2016. Und glauben Sie mir, die Vorlage hätte vor der Verfilmung eine gute künstlerische Überarbeitung gebraucht. Man hat es versucht. Ohne Erfolg.

So sehr sich Odessa Young und Josh O’Connor, die unbestreitbar charismatisch sind, auch bemühen, sie haben nichts, womit sie arbeiten können. Die göttlichen Colin Firth und Olivia Colman (ihre Namen seien gepriesen bis in alle Ewigkeit) hätten die Sache retten können, aber diese Titanen sind einfach kriminell wenig auf der Leinwand zu sehen. Es tröstet nur, dass sie selbst in dieser kurzen Zeit so spielen, wie es die Jungen noch nicht einmal träumen können.

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Was bleibt uns unterm Strich? Eine sinnlose Ansammlung von Szenen, die zwar schön sind und sich sogar zu einer einheitlichen Erzählung zusammenfügen, aber zu nichts Besonderem führen. Handlungstechnisch sind nur die letzten zwei Minuten stark, die, seien wir ehrlich, „Das Dienstmädchen“ nicht wirklich verdient hat.

Vernachlässigte künstlerische Mittel und andere Probleme

Es gibt eine äußerst interessante Nuance, die die Autorin dieser Rezension etwa zur Mitte hin bemerkt hat. Husson versuchte, das Geschehen mit visuellen Illustrationen der Gedanken der Protagonistin aufzulockern. Manchmal stellt sie sich etwas vor oder bildet sich etwas ein, und die Kamera zeigt für einen kurzen Moment die Welt mit ihren Augen. Damit hätte man sehr fruchtbar arbeiten können.

Aber etwa zur Mitte der Laufzeit gibt „Das Dienstmädchen“ diese künstlerische Entscheidung einfach auf. Nach den ersten zwanzig Minuten taucht sie nur noch einmal auf, gegen Ende. Die restliche Zeit bietet man uns maximal verstreute, chronologisch durcheinandergewürfelte Bruchstücke – weil die Protagonistin es so sieht. Das ungenutzte Potenzial ist deprimierend.

Es gibt noch ein weiteres Problem, das den Gesamteindruck etwas trübt – manchmal wird eine Vielzahl von Namen und deren ungefähre verwandtschaftlichen Beziehungen über einen ausgeschüttet, aber ab einem bestimmten Punkt verliert der Zuschauer den Faden: Also wer ist mit wem verwandt? Ist dieser Typ ein Freund oder ein Bruder? … Hilfe! …

Und die absolut ernst gemeinten Sätze unanständig reicher aristokratischer Figuren wie „Ich beneide dich“, die an ihre Dienstboten gerichtet sind – das ist einfach geschmacklos. So nicht.

Fazit

Es gibt eine bestimmte Art von Filmen, die man sich gerne auf der Couch unter einer Decke ansieht, während die Katze schnurrt. Einfache Geschichten über ungleiche Liebe, wie Aschenputtel-Geschichten, bei denen nur die Enden variieren. „Das Dienstmädchen“ hätte gut passen können – aber es ist zu langatmig, zu klischeehaft und legt einen übermäßig großen Schwerpunkt auf den nackten menschlichen Körper (was einige Zuschauer abschrecken könnte).

Trotzdem sollte man seine Schönheit zu schätzen wissen, und die Schauspieler meistern ihre Aufgabe hervorragend. Also geben Sie dem Film eine Chance. Einmal.