
Wir erinnern uns und diskutieren das Gesehene in der fünften Episode der Staffel der Serie „Dexter: New Blood“.
Nach mehreren Folgen voller Andeutungen und Auslassungen haben die Autoren der Serie „Dexter: New Blood“ endlich Klartext gesprochen. Jetzt wissen wir nicht nur, wer der örtliche Serienmörder ist, sondern auch, womit Dex in absehbarer Zukunft konfrontiert sein wird. Und es scheint, dass die Konsequenzen diesmal weitaus schwerwiegender sein werden als zu Beginn der Show.
Vorherige Recaps:
Achtung: Im Folgenden Spoiler zur 5. Episode der Serie „Dexter: New Blood“
Party mit Folgen
Als Dexter ein Rasiermesser in den Sachen seines Sohnes findet, beschließt er, ein ernstes Gespräch mit Harrison zu führen. Er ist überzeugt, dass er ihm helfen kann, da er selbst Ähnliches durchgemacht hat (vom Tod der Mutter vor seinen Augen bis zum Blutdurst). Doch der Junge bestreitet die Schuld und erklärt das Vorhandensein des Rasiermessers damit, dass er sich früher oft verteidigen musste.
Die Erfindungsgabe der Streitigkeiten zwischen Dexter und Harrison reicht kaum aus, um die Dramaturgie voranzutreiben. Jedes Mal verfallen sie in dasselbe Schema:
— Du bist mein Vater, aber du glaubst mir nicht.
— Ich bin dein Vater, ich weiß es besser.
Ein weiterer Skandal endet damit, dass Harrison zu einer „Todesparty“ geht, wo er als Ehrengast gilt. Die Mitschüler sind überzeugt, dass sie ohne Dexters Sohn wirklich hätten sterben können. Auf der Party betrinkt sich Harrison, nimmt Drogen und fällt aufgrund einer Überdosis in Ohnmacht. Doch zuvor gelingt es ihm, Audrey, Angelas Tochter, mitzuteilen, dass sein Vater in Wirklichkeit nicht Jim Lindsay heißt.
Wie sich ein guter Vater verhält
Harrison überlebt wie durch ein Wunder. Und Dexter ist außer sich vor Wut. Von einem örtlichen Polizisten erfährt er den Namen des Drogendealers und will persönlich Gerechtigkeit üben. Doch seine Pläne werden vereitelt, denn die Polizei erreicht den Dealer genau in dem Moment, als der Protagonist ihn für das traditionelle Ritual entführen will. Stattdessen beschließt Dex, den wütenden Vater zu spielen, und schlägt einfach auf den unglücklichen Jungen ein. Dafür wird er aufs Revier gebracht, wenn auch ohne Konsequenzen. Protokoll ist Protokoll. Aber dieser Umstand ermöglicht es Jim, die Adresse des Herstellers der synthetischen Droge zu erfahren, an der sein Sohn fast gestorben wäre. Und hier kann er nicht versagen.
Uns wird einmal mehr gezeigt, dass Dexter in den Jahren der „Auszeit“ offensichtlich an Schärfe verloren hat. Ja, es gelingt ihm, in das Haus des „Bösewichts“ einzudringen und ihn sogar auf den Tisch zu legen. Aber er zögert erneut. Ist wieder direkt vor der Nase der Polizei. Um Gerechtigkeit zu üben, tötet der Held das Opfer, indem er eine Überdosis vortäuscht.
Der Hauptschurke wird nicht länger verheimlicht
Das haben wir von Anfang an der Show „Dexter: New Blood“ vermutet: Der Mörder der verschwundenen Mädchen ist der örtliche Mäzen Kurt (Vater des von Dexter getöteten Matt). Bereits in der vorherigen Episode lud die Figur von Clancy Brown ein von zu Hause weggelaufenes Mädchen zu sich ein. Und in dieser, trotz ihrer Fluchtversuche (sie versuchte, den alten Mann zu verführen, in der Annahme, das sei es, was er wolle), erschießt er sie. Obwohl er wütend ist, dass die „Ausreißerin“ nicht weggelaufen ist, wie die anderen Opfer.
Noch interessanter ist, dass Kurt seine Aufmerksamkeit auf Harrison richtet. Der Junge beschließt in einem emotionalen Ausbruch, die Stadt zu verlassen, trifft aber auf den alten Mann, der ihn bewirten will. Kurt erzählt Dexters Sohn von den schwierigen Beziehungen zwischen Vätern und Söhnen und bietet ihm dann einen Job an. Das Schema ist analog zu dem mit der getöteten „Ausreißerin“. Nur hat Kurt das zuvor nur mit Mädchen gemacht. Ändert er etwa die Regeln? Oder weiß er, dass Dexter Matt getötet hat, und will sich auf diese Weise an ihm rächen? Das werden wir schon bald erfahren.
Mächtiger Cliffhanger und Treffen mit einem alten Bekannten
Angela reist in Begleitung der Podcasterin, gespielt von Jamie Chung, zu einer Polizeikonferenz nach New York und möchte gleichzeitig sicherstellen, dass Matt wirklich dort ist, wie Kurt ihr zuvor mitgeteilt hatte. Zwei Fliegen mit einer Klappe sozusagen.
Diese Reise brachte zwei wichtige Ereignisse mit sich:
- Auf den Videoaufnahmen aus dem Hotel sah Angela, dass unter dem Namen Matt ein völlig anderer Mann steckte (was bedeutet, dass Kurt absichtlich lügt, was wir längst wissen);
- Auf der Konferenz lernte sie Detective Batista kennen (eine der Hauptfiguren der Originalserie), der über seine Erfahrungen mit Ermittlungen aus der 2. und 3. Staffel von „Dexter“ berichtete.
Batista half Angela, ihren Glauben zu festigen, dass die Mädchen nicht zufällig verschwinden. Und er riet ihr, dass sie den Täter fangen könne, wenn sie verstehe, was die Opfer gemeinsam haben.
Ein angenehmes Cameo, das nicht nur gemacht wurde, um die Fans des Originals zu erfreuen, sondern auch, um die Handlung einen Schritt voranzubringen. Denn im Laufe des Gesprächs erwähnt Batista den Fall der Dreifaltigkeit und den Namen Harrison.
Als Angela nach Hause zurückkehrt, erzählt ihr Audrey von den Vorfällen auf der Party und Harrisons Worten über seinen Vater. Diese beiden Umstände veranlassen die Polizeichefin zu einer Internetrecherche, die dazu führt, dass sie den wahren Namen ihres Geliebten Jim erfährt – Dexter Morgan.
Jetzt wird der Protagonist wohl nicht mehr mit den einfachsten Mitteln davonkommen. Vielleicht muss er sich eine neue Zuflucht suchen und das so geliebte ruhige und gemütliche Leben in Iron Lake aufgeben.
Teaser zur 6. Episode:
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