
Seit dem 21. Oktober läuft „Ron's Gone Wrong“ in den Kinos, ein charmanter Animationsfilm über Freundschaft mit Robotern und Selbstakzeptanz. Wir erzählen, woran dieses Werk erinnert und wem es gefallen wird.
Der Animationsfilm „Ron's Gone Wrong“ (Ron’s Gone Wrong) bietet eine Handlung über eine nahe Zukunft (oder Gegenwart?!), in der jedes Kind einen besten Freund hat. Und nein, das ist kein anderes Kind und nicht einmal ein Hund. Sondern ein „B-Bot“ – der perfekte Freund in 5 Sekunden, der seinen Besitzer besser kennt als dieser sich selbst, der ein Gespräch führen und in sozialen Netzwerken aktiv sein kann. Und er sieht cool und modisch aus, wie ein lebendig gewordener HomePod-Lautsprecher von Apple.
So einen Roboter hat jeder, außer dem schüchternen Barney (im Original wird er von Jack Dylan Grazer aus „Es“ gesprochen). Deshalb fühlt sich der Junge wie ein Außenseiter. Bis zu dem Moment, als sein Vater ihm zu seinem Geburtstag seinen eigenen „B-Bot“ schenkt. Es gibt nur einen Haken – der Roboter erweist sich als defekt. Und er kann nicht „standardmäßig“ befreundet sein. Dafür weiß er, wie man aus Unterhosen ein Feuer macht, wie man den örtlichen Tyrannen vermöbelt, und er kann Barneys Omas Lieblingslied singen.
Freundschaft jenseits der sozialen Netzwerke
Der zentrale Gedanke, den die Autoren in den Animationsfilm „Ron's Gone Wrong“ eingebaut haben, ist, dass Kinder aufgehört haben, im echten Leben zu kommunizieren. Für sie ist die Anzahl der Likes und Follower wichtiger als echte Freunde zu haben. Es ist einfacher, mit denen zu interagieren, deren Algorithmen gemeinsame Interessen finden. Und Glück besteht natürlich in der Anzahl der Aufrufe des nächsten Videos in sozialen Netzwerken, nicht in der Fähigkeit, man selbst zu sein.
Ganz anders ist es bei Barney und seinem „B-Bot“, den er Ron nennt (im Original spricht ihn Zach Galifianakis). Sie haben auf den ersten Blick nichts gemeinsam (außer Problemen mit angemessener Kommunikation). Der eine liebt Steine, der andere Elektrizität. Dem einen fällt es schwer, ein Gespräch zu beginnen, der andere kann mit jeder x-beliebigen Oma ein Gespräch anfangen. Aber darin liegt der Reiz der Freundschaft – Gegensätze ziehen sich an. Und schon lernt Ron den echten Barney auf altmodische Weise kennen – durch Gespräche, Streitigkeiten und gemeinsam verbrachte tolle Zeit.
Interessanterweise spricht „Ron's Gone Wrong“ gleichzeitig mit Erwachsenen und Kindern. Erstere taucht er mehr in die Welt der modernen Teenager und ihrer Probleme ein, mit Letzteren führt er einen Dialog darüber, wie wichtig es ist, sich selbst zu akzeptieren und die von der Gesellschaft auferlegten Etiketten abzulegen.
Das Gleiche gilt für den Humor. Der Animationsfilm ist voller Witze für ein erwachsenes Publikum, aber es gibt auch Gags für jüngere Zuschauer. Und die Balance ist recht gut getroffen. Irgendwelche anstößigen Witze wurden nicht bemerkt.
Allgemeine Zweitrangigkeit
„Ron's Gone Wrong“ ist das Debütwerk des Studios Locksmith Animation unter dem Dach von 20th Century Studios. Und für ein Debüt ist es ziemlich gut gelungen. Es gibt Stellen zum Lachen, es gibt Stellen zum Nachdenken. Die Grafik ist hübsch, wenn auch nicht auf Pixar-Niveau.
Aber während des gesamten Animationsfilms verlässt einen das Gefühl der Zweitrangigkeit und übermäßigen Vorhersehbarkeit nicht.
Zum Beispiel versteckt Barney Ron vor der „Regierung“ im Schuppen, so wie einst Elliott E.T. in Steven Spielbergs legendärem Film versteckte.
Und die Überschneidungen mit dem jüngsten Animationshit „Die Mitchells gegen die Maschinen“ werden eindeutig nicht zugunsten der Neuheit ausfallen. Das Werk von Sony Pictures Animation hat sowohl auf dem Gebiet der Grafik mit einem einzigartigen visuellen Stil als auch in Bezug auf die ausgearbeiteten Konflikte und Charaktere zu sehr überzeugt. Außerdem war „Die Mitchells“ in Bezug auf die ablesbare Kritik an der Abhängigkeit von Geräten weniger konformistisch.
Nachdem wir Dutzende der unterschiedlichsten Filme gesehen haben, hat sich unser Team auf die 10 besten Filme der ersten Hälfte des Jahres 2021 geeinigt und teilt sie gerne mit Ihnen.
Open materialLohnt es sich, den Animationsfilm „Ron's Gone Wrong“ anzusehen?
Es ist ein toller Familienfilm mit guten Gedanken, angenehmem Humor und unaufdringlichen Bildern. Wenn man keine Dekonstruktion des Genres oder wirklich bissige Satire auf soziale Netzwerke erwartet, kann man einen durchaus nicht peinlichen Abend genießen.
„Ron's Gone Wrong“ läuft seit dem 21. Oktober in den Kinos.
Trailer:
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