
„Wie Filme funktionieren“ – die umfassende Enzyklopädie der Kunst Nr. 1 in Form eines stilvollen und fesselnden Comics.
Ein Comic ist das ideale Medium, um über das Kino zu sprechen. Er bietet eine anschauliche Darstellung des im Text Erzählten. Er befreit die Erzählung von Monotonie. Es ist einfach angenehmer, ihn in den Händen zu halten und zu betrachten. Und die Enzyklopädie „Wie Filme funktionieren“ ist der beste Beweis dafür.
Faszinierender Prozess
Der Künstler und Illustrator Edward Ross, ein offensichtlicher Liebhaber des Kinos, erzählt auf fesselnde Weise über verschiedene Aspekte unserer geliebten Kunst. Dabei zeigt er konkrete Beispiele zur Untermauerung seiner Aussagen, und das ist wirklich spannend.
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Noch spannender ist der Versuch zu erraten, welcher Film in der einen oder anderen Paneele dargestellt ist. Es gibt sowohl super offensichtliche Beispiele wie „Terminator“, „Avatar“ oder „Blade Runner“, als auch weniger bekannte Filme, die nicht jeder Kinofan erkennt.
Bemerkenswert ist, dass Edward Ross jedes Kapitel dieses Comics als kleine eigenständige Ausgaben veröffentlichte, bis genug Material für ein vollwertiges Buch zusammenkam. Für deren Adaption ins Deutsche kann man dem Verlag Mann, Ivanov und Ferber gesondert danken.
Offensichtlich, aber frisch
In der Comiclaussprache erzählt Ross in „Wie Filme funktionieren“ von der Geschichte des Kinos und seinen modernen Theorien. Doch ohne Snobismus, enzyklopädische Gelehrsamkeit und trockene Erzählweise. Stattdessen spürt man auf jeder Seite den Geist einer Person, die ihrer geliebten Kunstrichtung ergeben ist.
Das Buch enthält insgesamt 7 thematische Kapitel, deren Titel für sich sprechen:
- Das Auge;
- Der Körper;
- Kulissen und Architektur;
- Die Zeit;
- Sprache und Stimme;
- Ideologie und Macht;
- Technologie und Technophobie.
In der Enzyklopädie „Wie Filme funktionieren“ gibt es meiner Meinung nach ziemlich viele offensichtliche Dinge. Aber alles ist sehr, sehr frisch beschrieben, irgendwie. Nach manchen Anmerkungen beginnt man vertraute Dinge, die man zwar schon früher bemerkte, aber denen man keine besondere Bedeutung beimaß, anders zu betrachten. Und wie der Autor selbst sagt:
In diesem Buch wird selbst der erfahrenste Filmliebhaber mit Sicherheit etwas Neues finden.
Zusammenfassend würde ich dieses Werk allen, die dem Kino nicht gleichgültig gegenüberstehen, wärmstens empfehlen. Es verdient es. Außerdem ist der Comic recht gut gezeichnet. Als Bonus wird „Wie Filme funktionieren“ für viele zu einer Art Liste von anzusehenden Filmen.
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