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Am 30. September debütiert in den Online-Kinos „Zone 414“, ein düsterer futuristischer Detektivfilm über die Suche nach einem vermissten Mädchen in einer Stadt, die nur von Androiden bewohnt wird.

Offensichtlich inspiriert vom klassischen „Blade Runner“ debütiert der Musikvideo-Regisseur Andrew Baird mit dem Film „Zone 414“ (Zone 414) in der Regie. Für die Hauptrollen holte er nicht die Unbekanntesten Hollywoods – Guy Pearce und Travis Fimmel. Und im Großen und Ganzen sollten allein diese Rahmendaten ausreichen, damit Fans anspruchsvoller Science-Fiction zu den Bildschirmen ihrer Smart-TVs und anderer Geräte eilen, wenn der Film in den Online-Kinos erscheint. Was Baird und sein Team tatsächlich abgeliefert haben, erfahrt ihr in unserem Review.

Science-Fiction? Noir-Detektivgeschichte? Philosophisches Gleichnis?

Zeit der Handlung – nahe Zukunft. Humanoide Roboter sind längst keine Science-Fiction mehr. Aber die guten alten Verbrechen sind geblieben. Für die Untersuchung eines davon engagiert der Multimillionär und Schöpfer der berühmten Roboterstadt, bekannt als „Zone 414“, Marlon Witt (Fimmel) den Privatdetektiv David (Pearce). Letzterer soll die vermisste Tochter des Mäzens in eben jener Kolonie mit Robotern finden. Doch alles erweist sich als nicht so einfach, wie der Ermittler annahm.

Zone 414 ansehen

Trotz der Tatsache, dass die Geschichte des Films „Zone 414“ auf einer Detektivhandlung basiert, funktioniert sie als Detektivgeschichte nur schlecht. Die Spurensuche folgt längst abgenutzten Mustern, die Autoren hinterlassen keine Hinweise, die den Zuschauer zur Lösungsfindung anregen könnten, und die Ermittlung selbst wird irgendwann selbst für die Filmfiguren uninteressant. Daher ruft auch die enthüllte Identität des Täters keinerlei Emotionen hervor.

Dennoch fesselt der Film und zwingt einen, ihn bis zum Ende zu sehen.

Vielleicht liegt es an der eindrucksvollen Atmosphäre mit endloser Nacht und permanentem Regen, die Noir-Thrillern eigen ist (interessanterweise gibt es hier sogar eine eigene femme fatale, aber nicht menschlich, sondern ein Android!).

Vielleicht liegt es am zähflüssigen und gemächlichen Erzähltempo, das den Zuschauer wie Treibsand in seinen Bann zieht.

Vielleicht haben die Motive, die noch aus dem Science-Fiction-Meisterwerk von Ridley Scott bekannt sind, bis heute nichts von ihrer Aktualität verloren und bewegen noch immer die Gemüter.

Zone 414 Film

Bescheidene technische Umsetzung

Wenn die Macher des Films „Zone 414“ bei der Verpflichtung bekannter Schauspieler für die Hauptrollen nicht gespart haben, reichte es für Kulissen, Kostüme, Spezialeffekte, Sounddesign und andere technische Attribute leider weder an Budget noch an Einfallsreichtum.

An futuristisches Ambiente erinnern nur spärliches Neon in ein paar Szenen und die nervigen Durchsagen über die Notwendigkeit eines bewussten Umgangs mit der Nutzung von Robotern. Es gibt hier nichts, woran sich Auge oder Ohr festhalten könnten. Musik ist im Film bewusst sparsam eingesetzt, und die vorhandene verflüchtigt sich aus dem Kopf, kaum dass sie vorbei ist.

Lohnt es sich, den Film „Zone 414“ anzusehen?

Unterm Strich haben wir einen Film bekommen, der sich von der Klassik inspirieren ließ, aber nichts Neues erzählt hat. Es gelang irgendwie, Guy Pearce in den Film zu locken, aber weder das Drehbuch noch das Ambiente erreichen das Niveau seines Talents. Das Anschauen des Films kann man kaum als Zeitverschwendung bezeichnen, aber als Vergnügen taugt es auch nicht.

„Zone 414“ ab 30. September in Online-Kinos.

Trailer: