
„Lucifer“ geht in den Ruhestand, also ist es an der Zeit, Ersatzserien auszuwählen.
Auf Netflix ist die letzte Staffel der vielgeplagten Show „Lucifer“ erschienen, die von den Fans zweimal vor der Absetzung gerettet wurde. Eine so treue Fangemeinde muss man erst einmal finden. Aber so oder so müssen nun auch sie sich von ihren geliebten Helden verabschieden. Das ist jedoch kein Grund, den Kopf hängen zu lassen, sondern eine Gelegenheit, neue Shows für sich zu entdecken, wobei wir heute helfen.
American Gods (2017-2021)
Falls es jemand nicht wusste: Lucifer selbst und eine Reihe anderer Charaktere der Show stammen aus der Comicreihe „Sandman“ von Neil Gaiman. Dort begab sich der Herr der Hölle auf die Erde und eröffnete seinen Nachtclub, was den Ausgangspunkt für die Serie bildete.
Aus der Feder desselben Gaiman stammt ein nicht minder kultiges Werk – das Buch „American Gods“, das die Grundlage für die gleichnamige Show des Senders Starz bildete. Die beiden Serien verbindet nicht nur der Name des Autors der literarischen Vorlagen und die Beteiligung von Vertretern des göttlichen Pantheons an der Handlung, sondern auch eine schwierige Produktionsgeschichte. Während „Lucifer“ immer wieder kurz vor der Absetzung stand, wechselten bei „American Gods“ regelmäßig die Showrunner und die Besetzung. Dennoch ist dieses Projekt aufgrund seiner Atmosphäre und seiner unglaublich farbenfrohen Charaktere sehr interessant.
Evil (2019 – heute)
„Lucifer“ ist eine typische Procedural-Serie. Eine Folge, eine Ermittlung und eine dünne übergreifende Handlung. Ungefähr derselben Struktur folgt die Serie „Evil“, bei der zur Detektivkomponente ein religiöser Unterton hinzukommt. Den Fans des Netflix-Projekts wird auch das Zusammenspiel der zentralen Figuren mit unterschiedlichen Ansichten gefallen. In diesem Fall ist der eine ein gläubiger Mensch, der andere vertritt wissenschaftliche Ansichten. Trotz vieler ähnlicher Elemente fehlt es den hiesigen Schauspielern leider an der Ausstrahlung eines Tom Ellis. Dennoch sollte man einen Blick auf diese Serie wagen.
Good Omens (2019 – heute)
Und wieder Gaiman. Und wieder Vertreter des Himmels und der Hölle. Und wieder eine Geschichte, in der es Platz für Humor (manchmal sogar beißenden) gibt, trotz des Ausmaßes der Geschichte mit Fragen über das Schicksal der menschlichen Welt.
Wie in „Lucifer“ sind auch in „Good Omens“ die Hauptantriebskraft die Figuren und die Schauspieler, die sie verkörpern. Das Duo Michael Sheen als Engel Aziraphale und David Tennant als Dämon Crowley ist das Beste, was die Serie zu bieten hat. Manchmal hat man sogar das Gefühl, dass es gar nicht so wichtig ist, was in der Handlung passiert (übrigens geht es darum, wie ein Dämon und ein Engel sich zusammenschließen, um das Erscheinen des Antichristen zu verhindern). Die Dialoge der beiden bereiten allein schon große Freude. Anscheinend entstand aus dieser Idee später eine weitere, nicht weniger gelungene Serie – „“.
Die zweite Staffel von „Staged“ war nicht unbedingt nötig, aber sie war genauso fesselnd wie die erste.
Open materialCalifornication (2007-2014)
Der Initiator von „Lucifer“ war Tom Kapinos, der Schöpfer eines der brillantesten Projekte der späten Nullerjahre, der Serie „Californication“ über einen erfolgreichen Schriftsteller und seinen zwiespältigen Lebensstil. Von dort wanderten in die Geschichte über den verführerischen gefallenen Engel sowohl das Charisma der zentralen Figur als auch die Leichtigkeit, mit der der Held aus unangenehmen Situationen herauskommt, sowie der anstößige Humor und sogar einige familiäre Motive. An den Kultstatus des Projekts mit David Duchovny reicht „Lucifer“ zwar nicht heran, aber Parallelen zwischen ihnen zu finden, ist eine durchaus unterhaltsame Beschäftigung. Wenn Sie es also verpasst haben – jetzt ist die beste Zeit, es nachzuholen.
Haben Sie „Lucifer“ gesehen? Was hat Ihnen an dieser Show gefallen?
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